Oberharz: Bergbaugeschichte, Welterbe und Wege

File:Schießstand Oberharz-Kaserne Clausthal-Zellerfeld.jpg File:Schießstand Oberharz-Kaserne Clausthal-Zellerfeld.jpg Foto: Brezelpaul via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Im Oberharz treffen Zeugnisse des historischen Bergbaus, die Oberharzer Wasserwirtschaft und eine Landschaft mit Teichen, Gräben, Bergwiesen und Wäldern aufeinander. In Clausthal-Zellerfeld liegen das Oberharzer Bergwerksmuseum, die Marktkirche „Zum Heiligen Geist“, das Welterbe-Infozentrum und das frei zugängliche Areal des Schachts Kaiser Wilhelm II. Dazu kommen Welterbe-Wanderwege, der Robert Koch-Stadtrundgang, die Erlebnistour am Ottiliae-Schacht und der Robinson-Abenteuerspielplatz.

Weitere Orte im Oberharz sind Altenau, Wildemann und Schulenberg Im Oberharz.

Bergbaugeschichte in Clausthal-Zellerfeld

Das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld wurde 1892 gegründet. Es zeigt die Entwicklung des Oberharzer Erzbergbaus vom Mittelalter bis zu seinem Ende im Jahr 1930. Im Schaubergwerk können Sie durch über- und untertägige Anlagen gehen.

Ein markantes Zeugnis der Bergbautechnik ist das eiserne Fördergerüst des Ottiliae-Schachts aus dem Jahr 1876. Es gilt als das älteste erhaltene Fördergerüst seiner Art in Europa. Am Schacht Kaiser Wilhelm II. in Clausthal-Zellerfeld befindet sich außerdem ein frei zugängliches Areal mit einer Ausstellung zur Technik und Geschichte der Oberharzer Wasserwirtschaft.

Auch die Marktkirche „Zum Heiligen Geist“ gehört zu den prägenden Bauwerken in Clausthal-Zellerfeld. Sie ist Deutschlands größte Holzkirche. Einen weiteren biografischen Zugang bietet der Robert Koch-Stadtrundgang. Er führt zu Orten, die mit seiner Jugend verbunden sind, und dauert ohne den Besuch im Oberharzer Bergwerksmuseum etwa 2,5 Stunden.

Wasserwirtschaft, Landschaft und Welterbewege

Das UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft umfasst 107 historische Teiche, insgesamt 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufe. Teiche, Gräben und Wasserläufe gehören zu einer Kulturlandschaft, in der technische Geschichte und Naturraum eng nebeneinanderstehen.

Die Welterbe-Wanderwege im Oberharz führen durch eine Landschaft mit Teichen, Gräben, Bergwiesen, Wäldern und vielfältiger Tierwelt. Informationstafeln vermitteln unterwegs Wissen über das Welterbe.

Eine kompakte Einführung bietet das Welterbe-Infozentrum in Clausthal-Zellerfeld. Es verfügt über rund 170 Quadratmeter Ausstellungsfläche und zeigt ein 3D-Landschaftsmodell mit Videoprojektion.

Erlebnisse für unterschiedliche Tagespläne

Der UNESCO-Welterbetag im Oberharz findet jährlich Anfang Juni statt. Er bietet besondere Führungen sowie vielfältige Veranstaltungen.

Eine Erlebnistour beginnt am Welterbemonument Ottiliae-Schacht im Oberharz. Sie umfasst eine Führung über das Gelände des ehemaligen zentralen Förderschachts sowie Maschinenvorführungen.

Auch gemeinschaftliche Aktivitäten gehören zum Oberharzer Angebot. Die BRAUakademie in Clausthal-Zellerfeld bietet Seminare an, in denen Gruppen ab vier Personen ihr eigenes Bier brauen können.

Am Robinson-Abenteuerspielplatz an der Spiegelthaler Straße stehen bergbaulich thematisierte Spielgeräte. Zum Spielplatz gehören außerdem ein zweistöckiger Förderturm mit Kletterpfad, eine Rutsche und eine 45 Meter lange Seilbahn.

Oberharz mit verschiedenen Interessen erleben

Gruppen ab vier Personen können bei einem Seminar der BRAUakademie gemeinsam Bier brauen. Wer sich für technische Geschichte interessiert, kann das eiserne Fördergerüst des Ottiliae-Schachts, die über- und untertägigen Anlagen des Schaubergwerks und die Maschinenvorführungen der Erlebnistour in die persönliche Auswahl einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landkreis Goslar.

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