Kamschlacken: Felsklippen, Wanderwege und Geschichte

Kamschlacken verbindet Felsklippen, Wanderwege und Ortsgeschichte. Mehrere Routen führen durch das Umfeld von Riefensbeek und Kamschlacken. Die Wegziele reichen vom Freibad über Hanskühnenburg bis zum Sösetalstausee.

Felsklippen östlich von Kamschlacken

Die Felsklippen östlich von Kamschlacken entstanden aus harten Grauwacken- und Quarzitschichten, die während des eiszeitlichen Permafrosts hohe, steile Klippen bildeten. Sie sind eindrucksvolle Zeugen der jüngsten geologischen Vergangenheit. Die Blockschutthalden liegen ebenfalls östlich von Kamschlacken. An diesem Landschaftsabschnitt stehen die hohen Klippen und die Blockschutthalden räumlich nebeneinander. Wer sich für Geologie interessiert, kann dort die Klippen, Blockschutthalden und ihre Entstehung gemeinsam betrachten.

Christuskapelle mit Blick ins Sösetal

Zur Ortsgeschichte gehört die Christuskapelle Riefensbeek-Kamschlacken. Sie ist westlich ausgerichtet und hat die Form eines Zeltes. Ihre Altarwand ist vollständig als Fensterfront gestaltet und eröffnet den Blick auf die Landschaft des Sösetals. Eingeweiht wurde die Kapelle am dritten Advent 1966.

Wanderwege zu Klippen und Freibad

Ein Wanderweg führt zum Freibad Kamschlacken. Von dort aus lassen sich Allerklippen, Wolfsklippen, Siebenwochenklippen und Ifenklippen zu einer Rundwanderung verbinden. Die Wanderroute Allertal Riefensbeek-Kamschlacken führt ebenfalls zum Freibad Kamschlacken. Bei der Klippenrunde liegen die vier Klippen innerhalb eines Rundverlaufs; bei der Allertal-Route ist das Freibad der Zielpunkt. Das Freibad ist bei beiden Routen ein Bezugspunkt, übernimmt aber eine unterschiedliche Funktion. Für die Routenplanung unterscheiden Sie deshalb zwischen dem Rundverlauf der Klippenrunde und dem Freibad als Ziel der Allertal-Route.

BaudenSteig-Rundweg über Hanskühnenburg

Der BaudenSteig-Rundweg Nr. 3 führt von Riefensbeek zur Nationalpark-Waldgaststätte Hanskühnenburg und über den Sösetalstausee zurück nach Riefensbeek. Riefensbeek ist bei diesem Rundweg der Ausgangs- und Rückkehrort. Hanskühnenburg liegt auf dem Hinweg, der Sösetalstausee auf dem Rückweg. Der Verlauf nutzt für Hin- und Rückweg unterschiedliche Wegpunkte.

Harzer Försterstieg und Fahrradabschnitte

Der 60 Kilometer lange Harzer Försterstieg führt von der historischen Kaiserstadt Goslar in das Bergdorf Riefensbeek-Kamschlacken. Entlang des gesamten Weges gibt es Informationstafeln und kleine Erlebnisbereiche am Wegesrand. Größere Abschnitte des Harzer Försterstiegs können gut mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die 60 Kilometer beziehen sich auf die gesamte Verbindung von Goslar nach Riefensbeek-Kamschlacken; die Fahrradnutzung wird auf größere Abschnitte bezogen. Für Radfahrende ist bei der Etappenplanung zwischen der 60 Kilometer langen Gesamtverbindung und den größeren Fahrradabschnitten zu unterscheiden.

Urkundliche Erwähnung und Montangeschichte

Kamschlacken wurde 1460 erstmals urkundlich erwähnt. Im Raum Riefensbeek und Kamschlacken betrieben Goslarer Unternehmer etwa zwischen 1200 und 1350 Hüttenwerke, in denen Erze des Rammelsberges verarbeitet wurden. Um 1560 bestanden im Bereich des heutigen Ortes Riefensbeek-Kamschlacken Eisenhüttenwerke. Bei Kamschlacken gab es von 1705 bis 1735 zudem Gruben zur Gewinnung von Nichteisenmetallen. Für Kulturinteressierte stehen dabei die Christuskapelle, die erste urkundliche Erwähnung und die Montangeschichte im Mittelpunkt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Riefensbeek-Kamschlacken.

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