Tarvisio: Unterkunft zwischen Wald, Wallfahrtswegen und Alpe-Adria-Radweg

File:Tarvisio Coccau mit Mangart und Cinque Punte 18032016 0987.jpg File:Tarvisio Coccau mit Mangart und Cinque Punte 18032016 0987.jpg Foto: Johann Jaritz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wenn Sie eine Unterkunft in Tarvisio auswählen, können Sie Ihren Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen ausrichten: auf den weitläufigen Wald- und Seeraum, auf Wege zum Monte Lussari, auf Grenz- und Bergbaugeschichte oder auf eine Radtour nach Süden. Ergänzt wird dieses Profil durch eine Küche, in der friaulische, kärntnerische und slowenische Spezialitäten zusammenkommen. Die konkreten Ziele und Routen setzen dabei verschiedene Schwerpunkte, sodass Sie Ihre Tage nach Landschaft, Kultur, Bewegung oder Genuss planen können.

Wald, Seen und grenznaher Naturraum

Der Wald von Tarvisio erstreckt sich durch das Valcanale und das Slizza-Tal bis zu den Grenzen mit Österreich und Slowenien und reicht bis in die Gemeinde Tarvisio. Damit prägt nicht nur der einzelne Ortskern die Landschaft, sondern ein größerer Waldraum, der mehrere Täler und den Übergang zu den Nachbarländern umfasst. Für Spaziergänge und Wanderungen bietet diese räumliche Ausdehnung unterschiedliche Naturbezüge, ohne dass daraus eine bestimmte Weglänge oder Schwierigkeit abgeleitet werden kann.

Eine eigene Landschaftsperspektive eröffnet die Runde um die Fusine-Seen. Sie führt am Ufer durch Buchen- und Rottannenwald und bietet Ausblicke auf Mangart und Ponze. Der Wechsel zwischen Seeufer, Wald und Bergblick macht diese Runde zu einem klar umrissenen Naturerlebnis. Wenn Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft auf abwechslungsreiche Landschaftseindrücke achten, ist dieser Bezugspunkt neben dem Wald von Tarvisio besonders leicht einzuordnen.

Auch der Predilsee lässt sich von Tarvisio aus in die Planung einbeziehen: Er ist mit der TPL-Linie 204 in Richtung Predil-Höhlen erreichbar. Diese konkrete Verbindung ist für Sie vor allem dann relevant, wenn Sie einen Aufenthalt ohne ausschließlich auf das Auto ausgerichtete Tagesplanung strukturieren möchten.

Wallfahrtswege zum Monte Lussari

Die Etappe AAT R4 führt von Tarvisio zum Monte Lussari. Der Sentiero del pellegrino beginnt dagegen in Camporosso In Valcanale und weist 970 Höhenmeter sowie eine geschätzte Gehzeit von drei Stunden auf.

Der Sentiero del Pellegrino führt durch den uralten Wald von Tarvisio den Monte Lussari hinauf bis zum Heiligtum der Madonna del Lussari. Die Bezeichnung Sentiero del pellegrino verweist auf den Wallfahrtscharakter; sie ist keine Aussage über eine bestimmte Schwierigkeit, Wegbeschaffenheit oder aktuelle Nutzbarkeit.

Das Santuario del Monte Santo di Lussari trägt auch die Bezeichnungen Svete Višarje und Luschariberg und ist als „Heiligtum der drei Völker“ bekannt. Dort kommen seit jeher Menschen italienischer und friaulischer, slowenischer und deutscher Sprache zusammen. Das Heiligtum der Madonna del Lussari ist außerdem seit Jahrhunderten ein Wallfahrtsziel für Menschen slawischer, italienischer und deutscher Herkunft.

Grenzen und Bergbaugeschichte

Im Museo della Dogana di Coccau in Tarvisio steht die Geschichte der Grenzen und Zollstellen im Mittelpunkt, insbesondere die Geschichte der italienisch-österreichischen Grenze.

Eine andere historische Dimension vermittelt der Raibl-Geomineralpark. Dort können Besucher Teile der ehemaligen Bergwerksstollen begehen und Mineralien, Bergbautechniken sowie die harte Arbeit von Tausenden Bergleuten kennenlernen, die dort jahrhundertelang tätig waren.

Mit dem Rad von Tarvisio nach Süden

Für längere Routen bietet die FVG1 Ciclovia Alpe Adria eine deutlich andere Ausrichtung als die Wege zum Monte Lussari. Sie verläuft von Tarvisio nach Süden über Pontebba, Venzone, Gemona del Friuli, Udine, Palmanova, Aquileia und Grado.

Auch der Charakter der FVG1 ist konkret beschrieben: Die Strecke verläuft überwiegend bergab oder eben, weist nur wenige fahrtechnische Schwierigkeiten auf und führt größtenteils über Radwege oder verkehrsarme asphaltierte Nebenstraßen. Mehrere Abschnitte verlaufen auf gut befahrbaren Schotterwegen.

Regionale Küche und die Wahl Ihrer Unterkunft

Die Küche von Tarvisio umfasst friaulische, kärntnerische und slowenische Spezialitäten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Udine.

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