Rom: UNESCO-Welterbe, Museen und antike Stadtgeschichte
Rom verbindet ein seit Jahrhunderten gewachsenes Stadtbild mit bedeutenden Museen, archäologischen Stätten und weitläufigen Grünräumen. Das historische Zentrum Roms gehört seit 1980 zum UNESCO-Welterbe. Zwischen antiken Bauwerken, ehemaligen Befestigungsanlagen, Plätzen und Parks begegnen Ihnen unterschiedliche Schichten der Stadtgeschichte – von den Anfängen Roms bis zu späteren städtischen Entwicklungen.
Kultur und Geschichte
Zu den markanten Kulturstätten gehören die Musei Capitolini. Der größte Teil ihrer Werke stammt aus Rom, während die Pinacoteca Capitolina als älteste öffentliche Gemäldesammlung gilt. Auch das Kolosseum steht für die lange historische Entwicklung der Stadt: Sein Bau begann im Jahr 70 n. Chr. und wurde im Jahr 80 n. abgeschlossen. Das Forum Romanum war mehr als ein Jahrtausend lang das Zentrum des öffentlichen Lebens in Rom.
Auf dem Palatin sind Reste von Siedlungen aus der Eisenzeit erhalten, die dem ältesten Stadtkern Roms zugeordnet werden. Ebenfalls erhalten sind die Überreste mehrerer Kaiserpaläste, darunter die Domus Tiberiana, die Domus Transitoria und die Domus Aurea. Das Pantheon ist eines der am besten erhaltenen Beispiele römischer monumentaler Architektur und ergänzt diese Zeugnisse um ein besonders geschlossen überliefertes Bauwerk.
Plätze, Wasser und Stadtbild
Mehrere Orte im Zentrum zeigen, wie eng Roms Stadtbild mit seiner antiken Infrastruktur verbunden ist. Die Fontana di Trevi ist die repräsentative Endstelle des Aquädukts Aqua Virgo. Die Piazza Navona bewahrt die Form und die Abmessungen der Rennbahn des Stadions des Domitian. Im Castel Sant’Angelo verbinden sich ein Denkmal, ein archäologisches Areal und ein Museum.
Eine andere Perspektive auf die Stadtgeschichte bietet das Museo delle Mura. In drei Abteilungen – Antike, Mittelalter und Neuzeit – zeichnet es die Geschichte der Befestigungsanlagen Roms nach. Zum Museum gehört ein originaler Mauergang, der auf einem Abschnitt von etwa 400 Metern bis zu den Torbögen der Via Cristoforo Colombo begehbar ist. Zwischen den großen Zinnentürmen liegt außerdem eine Panoramaterrasse mit einem weitreichenden Blick von der Via Appia Antica bis zu den Castelli Romani.
Grünräume und Wege
Die Via Appia Antica verbindet das Gehen oder Radfahren mit herausragenden historischen und archäologischen Zeugnissen. Im Parco degli Acquedotti erstreckt sich ein etwa 240 Hektar großes Gelände zwischen der Via Appia und der Via Tuscolana. Dort stehen die eindrucksvollen erhaltenen Bögen der Aquädukte Claudio und Felice. Wege führen entlang von Bächen und Wasserfällen sowie durch Bereiche mit Bäumen und Weideland.
Auch innerhalb der Villa Borghese gibt es eine Möglichkeit, die Parklandschaft auf besondere Weise zu erleben: Im Giardino del Lago können kleine Boote gemietet werden. Damit stehen neben den dicht aufeinanderfolgenden historischen Bauwerken auch offene Wege, Wasserläufe, Bäume und Weideflächen als eigenständige Elemente des römischen Stadtbilds.
Praktische Anlaufstellen
Für den Zugang zu den wichtigsten Museen und archäologischen Stätten der Stadt verbindet der Roma Pass den Eintritt mit der kostenlosen Nutzung des öffentlichen Verkehrsnetzes. Die Tourist Infopoints in Rom sind an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Ergänzend zeigt der Mercato rionale Testaccio eine andere Seite des städtischen Lebens: Der überdachte gastronomische Markt ist zugleich ein Treffpunkt für Feinschmecker.
Weitere Ziele: Subiaco, Frosinone, Provinz Rieti.
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