Giovo: Weinlandschaft, Wege und Kultur

Giovo zwischen Weinlandschaft und Festtradition

Die Festa dell'Uva in Verla di Giovo ist tief in der kulturellen Tradition der Gemeinde Giovo und des gesamten Val di Cembra verwurzelt. Zur Festa dell'Uva gehören Musik, Aufführungen, Kunst sowie ein gastronomisches und weinbezogenes Programm. Die Kulturlandschaft von Giovo und des gesamten Val di Cembra ist Teil der Strada del Vino e dei sapori del Trentino. Der Begriff Kulturlandschaft bezeichnet eine Landschaft, in der natürliche Formen und menschlich geprägte Nutzung gemeinsam sichtbar sind.

Terrassierte Weinbaulandschaft

Die Weinbaulandschaft von Giovo in der Val di Cembra ist durch terrassierte Pergolen retiche auf alluvialem Sand geprägt, die sich zum Talboden des Avisio hin absenken. Alluvialer Sand ist ein durch Wasser abgelagertes Sediment und bezeichnet hier den Untergrund, auf dem die Pergolen retiche liegen. Giovo erzeugt Weine wie Müller Thurgau, Pinot Nero und Chardonnay. Die Rebsorten stehen damit für die konkrete Weinproduktion, die in Giovo mit der terrassierten Landschaft verbunden ist.

Dos Paion und Monte Corona

Der Spazierweg zum Aussichtspunkt Dos Paion am Monte Corona beginnt in Ville und führt zu einem Aussichtspunkt auf dem Monte Corona. Ein Aussichtspunkt ist ein Ort, der den Blick in die umgebende Landschaft richtet. Vom Aussichtspunkt Dos Paion bieten sich Ausblicke auf die Gipfel des östlichen Trentino und die Weinberge von Giovo. Der Weg und sein Ziel werden dadurch über den Ausgangspunkt Ville, den Monte Corona und den Blick auf das östliche Trentino räumlich klar beschrieben.

Natur am Lac de Montesel und am Mancabrot-Weg

Das Lac de Montesel beherbergt seltene Pflanzen und dient Amphibien als Fortpflanzungsgebiet. Der Mancabrot-Weg führt durch Wälder, Erhebungen, sanftes Kulturland und ein kleines Feuchtgebiet. Ein Feuchtgebiet ist ein dauerhaft oder zeitweise nasser Lebensraum. Neben dem kleinen Feuchtgebiet am Lac de Montesel wurde ein Wildbeobachtungspunkt eingerichtet. Das Lac de Montesel und der Mancabrot-Weg stehen damit jeweils für unterschiedliche Landschaftselemente innerhalb der Naturthemen von Giovo.

Historische Spuren in Mosana di Giovo

Die Chiesa di San Giorgio in Mosana di Giovo wurde bereits 1369 als Einsiedelei erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde die Chiesa di San Giorgio in Mosana di Giovo wiederaufgebaut. Eine Einsiedelei bezeichnet einen religiösen Ort des zurückgezogenen Lebens. Die Kirche verbindet in ihrer überlieferten Geschichte somit die Erwähnung im Jahr 1369 mit einem Wiederaufbau im 15. Jahrhundert, ohne dass daraus eine Aussage über ihre heutige Nutzung folgt.

Das Radprofil des Campionissimi

Der Anstieg Campionissimi weist eine durchschnittliche Steigung von mehr als 8 Prozent auf; einzelne Abschnitte überschreiten 12 Prozent. Eine Steigung in Prozent beschreibt das Verhältnis des Höhenunterschieds zur waagerechten Strecke. Die beiden Werte kennzeichnen beim Campionissimi sowohl den durchschnittlichen Verlauf als auch die steileren Teilstücke.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino-Südtirol.

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