Nanno im Val di Non: Castel Nanno, Kirchen und Obstgärten

File:Nanno, chiesa dei Santi Fabiano e Sebastiano 01.jpg File:Nanno, chiesa dei Santi Fabiano e Sebastiano 01.jpg Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Nanno im Zentrum des Val di Non

Nanno liegt im Zentrum des Val di Non zwischen den Schluchten der Wildbäche Noce und Tresenga. Im Gebiet von Nanno gibt es Spaziermöglichkeiten durch das Tal und zwischen den Obstgärten.

Spaziermöglichkeiten, Quattro Ville und Naturpark

Nanno gehört zu den Quattro Ville, einer Gruppe aus vier benachbarten Orten. Quattro Ville bezeichnet keine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern eine Gruppe aus vier Orten. In der Nähe von Nanno liegt der Naturpark Adamello-Brenta. Für Spaziergänge stehen im Gebiet von Nanno das Tal und die Obstgärten als unterschiedliche Landschaftsräume zur Verfügung.

Archäologische Spuren in Nanno

Die ersten Bewohner Nannos lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Im Gebiet Castrum Anagnis, das mit Nanno gleichgesetzt wird, wurden zahlreiche archäologische Funde entdeckt, darunter Münzen, Fibeln und Pfeile. Fibeln sind Gewandspangen, die in der Archäologie als Verschlüsse von Kleidung bekannt sind; Münzen und Pfeile stehen für weitere konkrete Fundarten. Für Sie ergibt sich aus diesen Funden ein Zugang zu Nanno, der weit vor die schriftlich greifbare Ortsgeschichte zurückreicht.

Castel Nanno: Befestigung und Renaissance

In der Mitte des 16. Jahrhunderts wandelte die Familie Madruzzo Castel Nanno von einer Befestigungsanlage in eine quadratische Renaissance-Sommerresidenz mit zentralem Bergfried und vier Ecktürmchen an der Umfassungsmauer um. Eine Renaissance-Sommerresidenz diente dem Aufenthalt in der warmen Jahreszeit. Ein Bergfried ist ein wehrhafter Hauptturm. Mit Castel Nanno sind außerdem Legenden über Hexen und unglückliche Liebesgeschichten verbunden. Die historische Umgestaltung und die überlieferten Erzählmotive gehören zu den unterschiedlichen Seiten dieses Bauwerks.

Kirchen und Gebäude im Ortszentrum

Im Ortszentrum von Nanno wurde die Kirche San Biagio in den 1950er-Jahren erbaut. In der Kirche San Biagio kann ein bemerkenswerter und umstrittener Kreuzweg besichtigt werden. Ein Kreuzweg besteht traditionell aus mehreren Stationen zur Darstellung der Passion Christi. Zur Kirche San Biagio gehört ein historischer Glockenturm. Der Palazzo de Giuliani ist ein barock geprägtes Gebäude im Ortszentrum von Nanno. Die Kirche San Fabiano und San Sebastiano wurde im 13. Jahrhundert als Gelübde im Zusammenhang mit dem Schutz der Dorfbewohner vor Seuchen errichtet. Ein Gelübde bezeichnet ein religiöses Versprechen, das mit einem bestimmten Anliegen verbunden ist.

Ländlicher Baubestand und Landwirtschaft

Zum traditionellen ländlichen Baubestand Nannos gehören Häuser, Höfe und Steinbögen, die als typische Beispiele traditioneller bäuerlicher Architektur gelten. Viele Häuser sind inzwischen renoviert. Die Landwirtschaft in Nanno entwickelte sich von Viehzucht und Weinbau hin zum Apfelanbau.

Besichtigung und Busverbindungen

Castel Nanno war 2026 für selbstständige Besichtigungen sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, vom 5. April bis zum 1. November 2026. Informationen zu Busverbindungen von und nach Nanno sind über Trentino Trasporti verfügbar. Für Ihre Planung lassen sich die Besichtigungszeiten von Castel Nanno und die Busverbindungen getrennt berücksichtigen.

Weitere Ziele: Breguzzo, Pergine Valsugana, Chiesa, Sarnonico, Selva Di Levico, Balbido-Rango, Molveno, Campestrin

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino-Südtirol.

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