Fígols: Dinosaurierspuren, Romanik und Bergbaugeschichte

File:Torre del Comte de Fígols, Cercs, Berguedà.jpg File:Torre del Comte de Fígols, Cercs, Berguedà.jpg Foto: Angela Llop via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Fígols verbindet drei Themen, die hier in unterschiedlichen Formen zusammenkommen: Paläontologie, romanische Bauwerke und Bergbaugeschichte. Die paläontologische Fundstätte Fígols-Vallcebre de Fumanya ist 65 Millionen Jahre alt, umfasst mehr als 38.000 m² und weist 3.500 Dinosaurierspuren auf.

Paläontologie

Die Ausstellung „Dinosaures Fumanya“ zeigt Dinosaurierknochen, Dinosauriereier und einen außergewöhnlichen fossilen Hautabdruck. Ergänzt wird die Darstellung durch Informationen zur Geologie und zum Tagebau. Die Ruta del Cretaci durchquert das Gelände von Fumanya über einen Steg, der Besucher zu zwei lebensgroßen Reproduktionen von Sauropoden führt. Ausstellung und Weg über das Gelände setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Hier stehen Fundstücke und Darstellungen im Mittelpunkt, dort die Wegführung durch den Fundort und die Reproduktionen.

Routen und Bergbaugeschichte

Die Route „Fígols i la vall de Fumanya“ verlässt den GR 270 und folgt dem PR-C 73 in Richtung Fígols. Auf ihrem Verlauf führt sie an der Mundöffnung der Curro-Mine vorbei, die die Bergbaugeschichte der Gegend veranschaulicht. In Fígols hebt die Route außerdem die romanische Kirche Santa Cecília hervor, die aus dem 11. bis 12. Jahrhundert stammt.

In der Umgebung von Fígols ermöglicht ein wiederhergestellter Abschnitt der Tramvia de Sang einen Spaziergang zwischen Sant Jordi de Cercs und Berga durch Waldgebiete, Tunnel und Fußgängerstege. Die Tramvia de Sang war die erste Grubenbahn im Berguedà und transportierte Kohle aus den Fígols-Minen nach Berga. Die verschiedenen Wegtypen machen einen Vergleich zwischen einer thematisch geführten Route und einem Spaziergang entlang eines wiederhergestellten Bahnabschnitts möglich.

Kultur und Bauwerke

Das Castell de Peguera ist als Kulturgut von nationalem Interesse (BCIN) durch das Schutzdekret vom 22. April 1949 geschützt. Die Kirche Sant Miquel de Peguera zählt zu den ältesten religiösen Bauwerken in Fígols und bewahrt trotz ihres ruinösen Zustands den Charakter einer einschiffigen romanischen Hochgebirgskirche. Sant Mateu de Fumanya ist eine romanische Kirche im Weiler Fumanya.

Eine Verbindung zur industriellen Vergangenheit bildet der Transformatorenturm in Peguera. Er war Teil der Infrastruktur, die die Bergarbeiterkolonie und die Anlagen zur Kohlegewinnung mit elektrischer Energie versorgte. Schutzstatus, sakrale Architektur und technische Infrastruktur stehen damit als unterschiedliche Facetten der Ortsgeschichte nebeneinander.

Überlieferung und Ortsbezüge

Die Cançó del Pegaire ist ein außergewöhnliches Beispiel katalanischer mündlicher Folklore und bewahrt die Erinnerung an den heute verschwundenen Beruf des pegaire. Der Text schildert, wie ein pegaire früh aufsteht, eine Axt nimmt und in den Wald geht, um Pech zum Abdichten von Gefäßen aus Ton oder Holz herzustellen.

Die Font del Bullidor, auch Font de la Llet genannt, liegt nahe dem Weg zu den paläontologischen Fundstätten von Fumanya und diente Wanderern und Ausflüglern im Lauf der Jahre als Rastplatz.

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