Řasnice: Naturraum und historisches Ortsbild
Řasnice liegt im Tal der Řasnice zwischen Horní Vltavice und Strážný, etwa 3 km östlich von Strážný. Die Siedlung liegt im unteren Hangbereich eines verengten Tals der Řasnice. Durch Řasnice verläuft entlang des Flusses Řasnice die Grenze des Nationalparks Šumava.
Weitere Ziele: Zdíkov, Vrbice, Lenóra, Volary, Horní Vltavice, Stachy, Račov, Nová Pec
Natur
In der Nähe von Strážný und des Flusses Řasnice liegt das Naturdenkmal Splavské rašeliniště. Es schützt ein Talmoor mit typischer Vegetation. Von der ehemaligen Salzer-Mühle bis Hliniště zeigt die Řasnice wilde, nahezu vom Menschen unberührte Landschaftsszenen.
Die Route Řasnatá Vltava führt über Lenora, Vlčí Jámy, Řasnice, das Splavské rašeliniště und den Radvanovický hřbet zurück nach Lenora. Sie weist mittlere, örtlich steile An- und Abstiege, abschnittsweise aufgeweichten Untergrund, rutschige Steine, hohes Gras und Waldwege auf; außerdem gehört das Übersteigen umgestürzter Bäume zu ihren Merkmalen. Diese unterschiedlichen Wegcharaktere geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte für die persönliche Planung der Strecke.
Bei der persönlichen Planung der Řasnatá Vltava können Sie den Verlauf der genannten Orte sowie Gelände und Bodenverhältnisse getrennt einordnen. Die Beschreibung verbindet diese Ebenen, ohne sie zu einem einheitlichen Wegtyp zusammenzufassen. So bleiben die Angaben zur Strecke übersichtlich und sachlich vergleichbar.
Für eine Unterkunft in Řasnice lassen sich Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen in die persönliche Reiseplanung einbeziehen. So bleiben die organisatorischen Rahmenbedingungen des Aufenthalts neben den Natur-, Weg- und Geschichtsthemen des Ortes als eigener Aspekt überschaubar.
Geschichte
Řasnice entstand wahrscheinlich um 1720; erstmals erwähnt wurde der Ort 1790. Die Bebauung von Řasnice entstand entlang der Linie des Goldenen Steigs zwischen Vimperk und Strážný. Historisch gilt Řasnice als locker angelegte kurze Waldhufensiedlung. Der frühere Name Pumperle leitete sich von einer Wasserpumpstation („pumpe“) ab.
Das erhaltene Ensemble der ehemaligen Salzer-Mühle in Řasnice umfasst die Mühle und zwei zugehörige Häuser. Die ehemalige Salzer-Mühle an der Řasnice bewahrt ihre ursprüngliche Bausubstanz und zahlreiche charakteristische Details. In der Nähe von Strážný befindet sich außerdem ein nahezu 1 km langes System erhaltener Wegerelikte des Vimperker Zweigs des Goldenen Steigs; sein Ende liegt etwa 100 m nördlich des Bachs Řasnice.
Zu den am besten erhaltenen Bauwerken in Řasnice gehören die Häuser Nr. 20 und 24. Südlich von Řasnice wurde am rechten Ufer der Řasnice in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Mühle errichtet. Die ursprüngliche Wohnbebauung in Řasnice gehörte zum Typ des Šumava-Blockhauses; Schindeln wurden als Dachdeckung und zur Verkleidung der senkrechten Wetterseiten verwendet. Der Bauernhof der Tomaschkových gehört zum historischen Ortsbild von Řasnice.
Für das historische Ortsbild stehen mehrere unterschiedliche Bezugspunkte nebeneinander: die lockere Siedlungsform, einzelne gut erhaltene Häuser, die Mühlenanlagen und die Bauweise der Šumava-Blockhäuser. Ihre Betrachtung verbindet Ortsstruktur, erhaltene Einzelgebäude und traditionelle Materialien, ohne diese Merkmale gleichzusetzen.
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