Neuenweg am Südhang des Belchen: Wälder, Wege und Geschichte
Unterkünfte in Neuenweg
File:Kleines Wiesental - Neuenweg - Blick auf Neuenweg vom Belchen.jpg
Foto: PantaRhei via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Neuenweg liegt im obersten Talabschnitt der Kleinen Wiese am Südhang des Belchen und ist von ausgedehnten Wäldern umgeben. Zu den konkreten Zielen im Ort und an den Wegen zählen der Belchen Südhang-Rundweg, der Nonnenmattweiher, die Kirche Neuenweg und die Passstraßen ins Umland.
Landschaft am Südhang des Belchen
Die Lage im oberen Talabschnitt der Kleinen Wiese verbindet den Ortskern mit der Waldlandschaft am Südhang. Der Nonnenmattweiher entstand in einem von Gletschern gebildeten Kar. Ein Kar ist eine durch Gletscher geformte, muldenartige Geländeform; der See liegt somit in einer Landschaft, deren heutige Gestalt auf die Eiszeit zurückgeht. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Karsee künstlich aufgestaut. Dabei löste sich ein Teil des vermoorten Karbodens, wodurch eine schwimmende Torfinsel entstand.
In Neuenweg steht eine sehr alte und sehr breit gewachsene Weidbuche.
Wanderziele mit unterschiedlichem Zeitrahmen
Der Belchen Südhang-Rundweg ist 11,2 Kilometer lang und weist 750 Höhenmeter auf. Auf dem Weg zum Belchen ist der Rundweg mit der gelben Raute des Schwarzwaldvereins markiert und führt zunächst zur Sternschanze. Bei 750 Höhenmetern sollten Sie neben der Streckenlänge auch die Anstiege in Ihre Tagesplanung einbeziehen und Pausen einplanen.
Von Neuenweg aus ist der Nonnenmattweiher sowohl über eine kurze Wanderung als auch über eine ganztägige Wanderung erreichbar. Die kurze Wanderung passt in einen begrenzten Zeitrahmen, während die ganztägige Variante den Wandertag stärker bestimmt.
Historische Spuren im Ort und am Weg
Am Belchen Südhang-Rundweg liegt mit der Alten Grenzmauer ein weiterer historischer Bezugspunkt. Der Weg führt an ihren moosbedeckten Resten vorbei. Die Mauer besteht aus übereinandergeschichteten Steinen und ist an dieser Stelle noch knapp 1 Meter hoch erhalten.
Im Ort selbst steht die Kirche Neuenweg. Der Bau begann am 17. Juni 1807, am 2. Dezember 1807 waren die Arbeiten im Wesentlichen beendet, und in der ersten Hälfte des Jahres 1808 wurde die Kirche eingeweiht. Die Kirche verbindet die Baugeschichte des frühen 19. Jahrhunderts mit der älteren Grabtafel von 1692.
In die rechte Außenwand der Kirche ist außerdem eine Grabtafel von 1692 eingelassen. Sie erinnert an einen kaiserlichen Offizier, der in Neuenweg begraben wurde und den Schanzenbau am Hau im Auftrag Österreichs und des „Türkenlouis“ leitete. Während der Ferienzeit war die Kirche tagsüber geöffnet.
Passstraßen und regionale Orientierung
Neuenweg liegt an drei Passstraßen. Die westliche Verbindung ins Rheintal teilt sich am Gasthaus „Haldenhof“: Eine Straße führt über die Sirnitz nach Badenweiler, eine weitere über Münsterhalden und Münstertal nach Staufen. Nach Osten führt die Verbindung über den Hau ins Große Wiesental nach Schönau und weiter über Todtnau zum Feldberg. Westlich liegen die Verbindungen nach Badenweiler und Staufen, östlich die Strecke über Schönau, Todtnau und zum Feldberg.
Weitere Informationen zu Elbenschwand.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kleines Wiesental.