Veringenstadt – Geschichte und Wege an der Lauchert
Unterkünfte in Veringenstadt
Veringenstadt verbindet historische Orte mit Wegen entlang der Lauchert und Angeboten, die sich mit der Stadtgeschichte beschäftigen. Rathaus, Burgruine und Uferpfad eröffnen dabei unterschiedliche Blickwinkel auf den Ort.
Rathaus und Heimatmuseum
Das Rathaus wurde 1415 erbaut, gilt als ältestes Rathaus Hohenzollerns und wird ununterbrochen kommunal genutzt. Im Rathaus befindet sich das Heimatmuseum. Seine Ausstellung vereint Themen aus verschiedenen Epochen: Zu sehen sind altsteinzeitliche Funde des Neandertalers sowie ein Hexenhemd und Folterinstrumente aus dem Hexenprozess von 1680 gegen Anna Kramer, genannt Bader-Ann. So stehen frühe Funde und ein konkret benannter Prozess der Stadtgeschichte nebeneinander.
Für die Planung ist die Unterscheidung zwischen Ausstellungsinhalt und Besuchsform hilfreich: Die genannten Stücke geben einen Einblick in die Themen des Heimatmuseums; eine Stadt- und Museumsführung umfasst ausdrücklich auch dessen Besichtigung. Solche Führungen sind auf Anfrage möglich.
Strübhaus, Burgruine und Höhlen
Das Strübhaus war Wohnhaus und Werkstatt der Malerfamilie Strüb. Dort werden originalgetreue Bildreproduktionen der Familie und mittelalterliche Malkunst vorgestellt. Die Themen reichen von der Herstellung der Farben bis zum Auftrag auf Bildtafeln. Das ehemalige Wohnhaus bietet damit einen anderen Zugang zur örtlichen Geschichte als Rathaus und Heimatmuseum: Im Mittelpunkt stehen Malerfamilie, Werkstatt und handwerkliche Schritte der Bildgestaltung.
Die Burg Veringen ist eine Ruine auf einem hohen Bergrücken, den die Lauchert umfließt. Sie liegt oberhalb der Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Höhenburg wurde vermutlich zwischen 1100 und 1130 von Graf Marquard aus dem Grafengeschlecht derer von Veringen erbaut und 1134 erwähnt. Die Datierung der Entstehung bleibt dabei eine Vermutung; die Erwähnung im Jahr 1134 ist davon zeitlich zu unterscheiden.
Ein anderes Thema greift der Höhlenrundweg auf: Er führt zu fünf großen Schauhöhlen und behandelt die Vorstellung, Neandertaler und Höhlenbären hätten dort einst gemeinsam ihren Lebensraum gehabt. Diese Vorstellung ist ein Deutungsrahmen des Weges, nicht als gesicherte gemeinsame Besiedlung zu verstehen.
Wege an der Lauchert
Der Uferpfad „Lebendige Lauchert“ folgt dem Fluss in einem halbkreisförmigen Bogen um die historische Altstadt. Er verläuft zwischen der oberen und der unteren Lauchertbrücke. Schautafeln behandeln Themen zur Entstehung und Nutzung des Gewässers. Der Weg verbindet damit eine klare Orientierung am Flusslauf mit Informationen zu dessen Geschichte und Nutzung. Der Zillenbiller-Rundweg setzt einen anderen Schwerpunkt und führt an historischen Sehenswürdigkeiten von Veringenstadt vorbei.
Für die weitere Tourenplanung umfasst die Rad- und Wanderkarte „Im Tal der Lauchert“ 26 Wanderrouten und 10 Radtouren. Die Wege sind sehr gut ausgeschildert und werden vom Schwäbischen Albverein gewartet. Da die Routenauswahl in der Karte überarbeitet werden kann, prüfen Sie bei der Planung die verwendete Kartenausgabe. So bleiben die Angaben zu den Touren an den tatsächlichen Planungsstand gebunden.
Führungen und kulturelle Räume
Die Stadt- und Museumsführung ist auf Anfrage möglich. Sie umfasst die Besichtigung des Heimatmuseums, der Bergschule und des Strübhauses, Informationen zu den Höhlen Veringenstadts sowie einen Gang über den Uferpfad „Lebendige Lauchert“.
Der Grafensaal und der Blaue Saal bieten Raum für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen aller Art. Die frühere Bergschule Veringenstadts wurde umfassend renoviert und nach Ideen der Künstlerinnen Ilse Wolf und ihrer Tochter Katja Morrison gestaltet. Bei der Planung eines konkreten Veranstaltungsbesuchs empfiehlt es sich, die Termine für den eigenen Reisezeitraum zu prüfen.
Ob der Schwerpunkt auf den historischen Stationen, dem Uferpfad oder den Höhlen liegt: Die beschriebenen Angebote unterscheiden sich nach Thema und Form.
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