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Dietramszell: Klosterkirchen und Kapellen

Unterkünfte in Dietramszell

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Dietramszell lässt sich über seine Kloster-, Wallfahrts- und Kirchenkunst entdecken. Fresken, Altäre und Kapellen erzählen von unterschiedlichen Zeiten und Gestaltungen. Zwei Rundwege eröffnen weitere Perspektiven auf die zugehörige Gemeinde. Dabei lohnt es sich, die Ortsangaben zu unterscheiden: Maria Elend liegt rund einen Kilometer südlich von Dietramszell, während andere beschriebene Stationen Teil von Rundwegen im Gemeindegebiet sind.

Kogel (Dietramszell) Kogel (Dietramszell) Foto: Wasquewhat via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Kirchenkunst und Klostergeschichte

In der Wallfahrtskirche St. Leonhard stammt das Kuppelfresko von Christian Wink. Auch die Altäre und die Kanzel gehen auf Philipp Rämpl zurück; nach der überlieferten Charakterisierung schuf er dort sein größtes und schönstes Werk. Fresko, Altäre und Kanzel setzen verschiedene Akzente innerhalb derselben Kirche: Das Kuppelbild ist Wink zugeordnet, die Ausstattung am Altar und an der Kanzel Rämpl. Wer sich für die Namen und Beiträge der Künstler interessiert, findet so mehrere konkrete Anhaltspunkte.

Die frühere Klosterkirche Maria Himmelfahrt ist heute Pfarrkirche in Dietramszell. An ihrer Innenausstattung wirkten Johann Baptist Zimmermann, Franz Xaver Schmädl und Philipp Jakob Rämpl mit. Zusammen mit St. Leonhard ergibt sich ein Überblick über verschiedene künstlerische Beiträge: Hier sind drei Mitwirkende an der Innenausstattung benannt, dort die Urheber eines Freskos sowie von Altären und Kanzel. Die Kirche St. Martin verbindet ebenfalls verschiedene Funktionen im Lauf der Zeit: Sie war früher Pfarrkirche, ist heute Klosterkirche und wurde 1717 erbaut.

Kapellen und die Wallfahrtskirche Maria Elend

Maria Elend liegt im näheren Umfeld von Dietramszell, rund einen Kilometer südlich des Ortes an einem Feldweg im Wald. Im Osten der Wallfahrtskirche befindet sich eine barocke hölzerne Empore, unter der heute fast alle erhaltenen Votivbilder vereint sind. Im Westen erhebt sich über dem Altar ein Rokokoretabel. Die beiden Details geben eine klare Orientierung im Innenraum: Empore und Votivbilder auf der einen, Retabel über dem Altar auf der anderen Seite.

Auch der Name Elend hat eine lokale Erklärung: Mundartlich wird er „illat“ ausgesprochen. Die Herleitung führt über die Formen „alilanti“ und „elilanti“; die Bedeutung wird ungefähr mit „anderes Land“, „fremdes Land“, „Grenzland“ oder Land außerhalb der Gemarkung wiedergegeben.

An der Friedhofskirche Kreuzbichl unterscheiden sich die beiden Kapellen in Lage, Bauzeit und Zweck. Probst Georg Wagner ließ 1641 an der Westseite der spätgotischen Kirche eine Kapelle mit Turm zu Ehren der Mutter Gottes von Einsiedel in der Schweiz anbauen. Die Totenkerker-Kapelle an der Südseite wurde 1666 errichtet, 1826 an die Familie von Schilcher verkauft und dient als Familiengruft.

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Rundwege in der zugehörigen Gemeinde

Der Rundweg vom Kloster Dietramszell führt über die Wallfahrtskirche Maria Elend und den Zeller Wald bis zur Grünen Marter. Danach verläuft er über einen Waldweg an einer großen Kiesgrube vorbei zur Pelletsmühler Schotterstraße; der Rückweg führt von dort bergab in Richtung Kloster. Die Abfolge hilft bei der Orientierung: Kirche und Wald liegen auf dem Hinweg, Kiesgrube und Schotterstraße auf dem späteren Teil der Runde. Die Runde führt durch das Gemeindegebiet von Dietramszell und zu Stationen außerhalb des gleichnamigen Ortes.

Ein weiterer Rundweg, die Peretshofener Höhe, führt von St. Leonhard über Großegelsee, Humbach und Steinsberg über die Höhe nach Peretshofen. Von der Höhe bietet sich ein weiter Blick auf Gebirge und Alpenvorland. Die beiden Routen unterscheiden sich damit vor allem durch ihre beschriebenen Wegpunkte und den ausdrücklich genannten Aussichtspunkt. Wenn Sie eine Route für Ihren Aufenthalt auswählen, können Sie diese Stationen und den jeweiligen Verlauf als Orientierung nutzen; Wegverhältnisse können sich ändern.

Weitere Wege im übergeordneten Reiseziel

Im übergeordneten Reiseziel Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst der Heilklimapark Tölzer Land 37 Routen auf einem Wegenetz von über 340 Kilometern zwischen Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Kochel am See, Wackersberg und Lenggries. Das ist ein regionales Angebot und nicht mit den Rundwegen in der zugehörigen Gemeinde gleichzusetzen. Ebenfalls auf Ebene von Bad Tölz-Wolfratshausen gehören sechs ausgeschilderte Nordic-Walking-Strecken zum Wanderangebot; ihre Längen reichen von 2 bis 8,6 Kilometern. Routezahlen und Netzangaben können sich ändern und sollten für die aktuelle Planung erneut geprüft werden.

Weitere Reiseziele entdecken: Hechenberg, Linden, Benediktbeuern, Schlehdorf, Eurasburg, Icking, Münsing und Lenggries.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bad Tölz-Wolfratshausen.

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