Dachau zwischen Landschaft und Kultur
Unterkünfte in Landkreis Dachau
Im Landkreis Dachau treffen Wege durch die Landschaft, Naturbeobachtungen und unterschiedliche Kulturziele aufeinander. Für die Wahl einer Unterkunft kann deshalb der Schwerpunkt Ihres Aufenthalts Orientierung geben: Möchten Sie vor allem spazieren oder Rad fahren, Museen besuchen oder Kloster- und Stadtgeschichte kennenlernen? Die Ziele liegen an verschiedenen Orten, darunter Karlsfeld, Bergkirchen und Günding, der Petersberg bei Erdweg, Altomünster, Mariabrunn in der Gemeinde Röhrmoos sowie Dachau und Markt Indersdorf. Richten Sie Ihre Suche nach den Orten aus, die für Ihre Reise besonders wichtig sind, und planen Sie die Anreise zu diesen Zielen jeweils passend.
Dachau concentration camp memorial buildings and location 08
Foto: Netha Hussain via Wikimedia Commons, CC0
Wege und Landschaft im Landkreis Dachau
Das Erholungsgebiet Karlsfelder See liegt unmittelbar an der Bebauung von Karlsfeld-Nord. Es ist 58,2 Hektar groß und befindet sich im Landkreis Dachau. Der See wird ganzjährig zum Spazieren, Joggen, Radfahren und zur Erholung genutzt. Damit bietet sich ein anderes Landschaftsthema als bei den Routen, die entlang von Fluss oder Kloster führen.
Die etwa 2,5 Kilometer lange „Lebensader Maisach“ verläuft am Fluss Maisach entlang. Von Bergkirchen oder Günding aus ist der Weg barrierefrei begehbar; diese Ortsangabe gehört zur beschriebenen Zugänglichkeit. In den Amperauen richtet sich der Blick auf ein anderes Naturmotiv: Mit Geduld und etwas Glück lassen sich bei einem Spaziergang die außergewöhnlichen Fraßspuren des dort wieder heimisch gewordenen Bibers beobachten. Das ist eine mögliche Beobachtung, keine feste Sichtung.
Auch die Kulturwege unterscheiden sich in ihrer Ausrichtung. Der Spazierweg „Kunst und Kultur um den Klosterberg“ führt rund um das Kloster in Altomünster und an wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Für Radfahrende führt der mittlere Kurs des Radwegs „Der 7-Klöster-Weg“ nach Altomünster und zum Petersberg bei Erdweg. Altomünster war jahrhundertelang Standort eines Birgittenklosters.
Klostergeschichte, Kunst und Museen
Auf dem Petersberg bei Erdweg befindet sich eine 1104 errichtete, bis heute erhaltene romanische Basilika. Der dortige Skulpturenweg ist 200 Meter lang und führt durch den Petersbergwald. An acht Stationen stehen insgesamt zehn Kunstwerke. Basilika und Weg bieten damit zwei unterschiedliche Zugänge zum Petersberg: romanische Baugeschichte und Kunst im Wald.
Die Dauerausstellung des Museum Altomünster behandelt die Geschichte des Birgittenordens in Europa und seiner Gründerin, der heiligen Birgitta von Schweden. Ein Beispiel ist das inzwischen geschlossene, 500 Jahre bestehende Kloster Altomünster. Mariabrunn wiederum entwickelte sich nach einer Wunderheilung durch das Wasser einer Quelle ab 1662 zu einem bedeutenden Wallfahrtsort im Bistum Freising und gehört heute zur Gemeinde Röhrmoos.
In Dachau widmet sich das Bezirksmuseum auf drei Stockwerken unter anderem Siedlungsformen, Stadtgeschichte, Zunft- und Marktrecht, Handwerk und Handel, Alltagsgeschichte, Festtagsbräuchen und religiöser Volkskunde. Es stellt die Kulturgeschichte der Stadt und des Landkreises dar. Die ständige Sammlung der Gemäldegalerie Dachau zeigt Landschafts- und Genrebilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Galerie steht im Zusammenhang mit der Künstlerkolonie Dachau, die als eine der kunsthistorisch wichtigsten Künstlerkolonien Deutschlands gilt und die Entwicklung der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts stark beeinflusste.
Der historische Altstadtkern von Dachau steht unter Ensembleschutz und lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Das Wittelsbacher Schloss war einst eine beliebte Sommerresidenz der Wittelsbacher. Der Aufstieg zum Schloss bietet einen Ausblick über die Münchner Schotterebene, die Landeshauptstadt München und bis zu den Alpen. Dort finden regelmäßig Führungen statt; die aktuellen Termine werden jeweils bekanntgegeben. Wenn eine Führung zu Ihrem Aufenthalt passt, prüfen Sie die Termine vorab.
Erinnerungsorte und praktische Orientierung
Der Weg des Erinnerns thematisiert das Schicksal von Kindern als Opfern des Nationalsozialismus. Er erinnert außerdem an Markt Indersdorf als Zufluchtsort nach dem Zweiten Weltkrieg für mehr als 1.000 junge Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung. Dieser historische Schwerpunkt unterscheidet sich von den Kunst- und Klosterthemen und kann für die Planung eines Besuchs in Markt Indersdorf ausschlaggebend sein.
Zur KZ-Gedenkstätte Dachau fährt die Buslinie 726 vom Bahnhof Dachau in Richtung „Saubachsiedlung“. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Abfahrtszeiten.
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