Wartenfels: Wandern und Baugeschichte entdecken
Unterkünfte in Wartenfels
Wenn Sie eine Unterkunft in Wartenfels planen, stehen zwei klar erkennbare Themen im Mittelpunkt: Wandern und die historische Bausubstanz des Ortes. Wartenfels bietet dafür ein betreutes Wegenetz sowie mehrere konkrete Zeugnisse der Bau- und Siedlungsgeschichte. Je nach Schwerpunkt lässt sich der Aufenthalt dadurch mit Bewegung im Freien, mit Ortsgeschichte oder mit einer Verbindung aus beidem ausrichten.
Wandern auf fünf verschiedenen Wegen
Der Frankenwaldverein Wartenfels betreut 62 Kilometer auf fünf verschiedenen Wanderwegen. Die Markierung erfolgt nach den strengen Richtlinien des Deutschen Wanderverbandes. Für Ihre Planung sind damit sowohl der Umfang des gesamten Wegenetzes als auch die Aufteilung auf mehrere Wege greifbare Orientierungspunkte. Die Zahl der Wege macht zudem deutlich, dass sich das Wanderangebot nicht auf eine einzige Strecke beschränkt.
Mit dem Qualitätswanderweg FrankenwaldSteigla „Rund um die Gaaßleitn“ ist außerdem ein konkreter Wegname mit Wartenfels verbunden. Die Betreuung durch die Ortsgruppe Wartenfels ist seit etwa 2015 nachweisbar und steht im Rahmen des Projekts „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland: Der Frankenwald“.
Die Burg Wartenfels und ihre Geschichte
Die Burg Wartenfels wurde 1327 von Ritter Reiwin von Waldenfels und seinen Söhnen Heinrich und Friedrich errichtet. Im Februar 1444 nahmen Nürnberger Truppen die unzureichend gesicherte Burg Wartenfels ein, schleiften sie und plünderten sie. Diese beiden Daten markieren zentrale Stationen der überlieferten Burggeschichte: die Errichtung im 14. Jahrhundert und die Zerstörung im 15. Jahrhundert.
St. Bartholomäus am Marktplatz
Die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus liegt zentral am Marktplatz von Wartenfels. Sie wurde 1867 geweiht und größtenteils aus Sandsteinen der abgetragenen Schlossruine Wartenfels wiederaufgebaut. Dadurch stehen die Pfarrkirche und die Geschichte der Schlossruine in einer ausdrücklich beschriebenen baulichen Beziehung. Der Marktplatz bildet zugleich einen klaren Ortsbezug für die Kirche.
Bau- und Bodendenkmäler in Wartenfels
Zu den Bau- und Bodendenkmälern in Wartenfels gehört eine katholische Friedhofskapelle aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie besitzt einen verputzten Bau, ein verschiefertes Satteldach und einen Dachreiter. Ebenfalls dazu zählt ein neugotischer Putzbau mit Sandsteingliederung am Anwesen Wartenfels 7, der aus den Jahren 1859 bis 1864 stammt.
Das sogenannte Schlossbauerhaus wird als zweigeschossiger Halbwalmdachbau mit Sandsteingliederungen und der Jahreszahl 1850 geführt. Zum Bestand der Bau- und Bodendenkmäler gehören außerdem der mittelalterliche Burgstall Wartenfels, die Fundamente mittelalterlicher Vorgängerbauten der Pfarrkirche St. Bartholomäus sowie Körpergräber des Mittelalters und der Neuzeit. Der Begriff Burgstall bezeichnet dabei allgemein einen früheren Burgstandort und nicht automatisch eine vollständig erhaltene Burganlage.
Aufenthalt zwischen Wegen und Ortsgeschichte
Für die Wahl einer Unterkunft in Wartenfels ergeben sich aus diesen Themen zwei unterschiedliche Schwerpunkte. Das betreute Wegenetz und der FrankenwaldSteigla-Weg „Rund um die Gaaßleitn“ sprechen vor allem Besucher an, die ihre Tage mit Wandern strukturieren möchten. Die Burg Wartenfels, die Pfarrkirche St. Bartholomäus und die verschiedenen Bau- und Bodendenkmäler richten den Blick dagegen auf historische Zusammenhänge, unterschiedliche Bauformen und die Entwicklung des Ortes. So können Sie Ihren Aufenthalt anhand konkreter Interessen planen, ohne Wanderangebot und Ortsgeschichte gleichzusetzen.
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