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Stadtsteinach: Kirchen, Wanderwege und Geschichte

Unterkünfte in Stadtsteinach

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Stadtsteinach verbindet einen markanten Stadthügel mit Kirchen, Stadtgeschichte und einem weitläufigen Rundwanderwegenetz. Für Ihre Reiseplanung können Sie je nach Interesse zwischen Zielen im Ort und Wegen im näheren oder weiteren Umfeld unterscheiden. Die folgenden Eindrücke helfen Ihnen, den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zu wählen und passende Hotels für Ihre Reise zu finden.

File:Stadtsteinach, Forstamtsstraße 1-003.jpg File:Stadtsteinach, Forstamtsstraße 1-003.jpg Foto: Tilman2007 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Stadthügel und Kirchen

Die Stadtpfarrkirche St. Michael steht auf der höchsten Stelle des Stadthügels. Ihr 56 Meter hoher Westturm ist weithin sichtbar und gilt als Wahrzeichen Stadtsteinachs. Wer sich für die Geschichte des Gebäudes interessiert: Nach der Brandkatastrophe von 1903 wurde die Kirche 1904 und 1905 vollständig neu errichtet. Der Marterlrundwanderweg beginnt an der Stadtpfarrkirche – sie ist damit zugleich ein konkreter Ausgangspunkt für diese Route.

Am südlichen Ende des Stadthügels, unmittelbar außerhalb der Stadtmauer, liegt die Marienkapelle. Sie gilt als ältestes Gebäude Stadtsteinachs und vermutlich als eine der ältesten Kirchen in ganz Nordbayern. Gerade diese abgestufte Einordnung ist interessant, wenn Sie historische Aussagen genauer unterscheiden möchten: Das Alter als ältestes Gebäude wird ohne denselben Vorbehalt genannt wie der Vergleich mit den Kirchen Nordbayerns.

Auch der Christophorusbrunnen am Marktplatz gehört zu den markanten Motiven im Ort. Er zeigt den heiligen Christophorus mit dem Jesuskind auf der rechten Schulter. Kirche, Kapelle und Brunnen bieten unterschiedliche Zugänge zu Stadtbild und Geschichte: vom weithin sichtbaren Turm über einen Bau außerhalb der einstigen Stadtmauer bis zu einer Darstellung mitten am Marktplatz.

Wandern rund um Stadtsteinach

Stadtsteinach ist staatlich anerkannter Erholungsort und verfügt über ein gut markiertes und gepflegtes Rundwanderwegenetz. Es ist rund 100 Kilometer lang und wird vom Frankenwaldverein Stadtsteinach betreut und markiert. Wenn Wandern ein Schwerpunkt Ihrer Reise ist, bietet die Größenordnung des Netzes eine andere Orientierung als der einzelne Marterlrundwanderweg, der direkt an der Stadtpfarrkirche beginnt. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die Bedingungen der jeweiligen Strecke.

In der näheren Umgebung führt der Geo-Pfad Steinachtal zum Römersreuther Berg mit zahlreichen Aufschlüssen des „Thüringischen“ Devons und über die Steinachfelsen zurück zum Oberhammer. Eine weitere beschriebene Route verläuft vom Parkplatz an der Waldschänke Oberhammer über die Burgruine Nordeck zum Forstmeistersprung. An beiden Felsformationen sind überregional bekannte Profile des Oberdevons mit Diabas und Flaserkalk aufgeschlossen. Diese geologischen Stationen setzen einen anderen Akzent als die Kirchen und historischen Bauwerke im Ort.

Als Ziel im weiteren regionalen Umfeld bietet der Mühlenweg einen kulturhistorischen Schwerpunkt. Der Rundwanderweg ist mehr als 18 Kilometer lang und wurde 1978 eingeweiht. Er führt an elf Mühlen vorbei, die nicht mehr funktionsfähig sind. Sie entstanden vermutlich im 11. und 12. Jahrhundert und dienten als Getreide- und Schneidmühlen, Hammerwerke sowie später als Papiermühlen. Die ungefähre Datierung und die wechselnden Nutzungen geben dem Weg einen eigenen historischen Fokus.

Geschichte und Besuchsplanung

Das Stadtsteinacher Heimatmuseum umfasst 13 Räume und 250 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Zu den Sammlungen gehören Handwerksgeräte, Exponate aus Land- und Forstwirtschaft, Maschinen, Zeugnisse der Volksfrömmigkeit sowie zur Stadt-, Kirchen- und Schulgeschichte; hinzu kommt eine naturhistorische Sammlung. Das Museum ist vorübergehend wegen der Inventarisierung seiner Exponate geschlossen. Erkundigen Sie sich deshalb vor einem geplanten Besuch nach dem aktuellen Einlassstatus.

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Der Heiß-Schnabrich-Gedenkweg erinnert an Alfred Andreas Heiß aus Triebenreuth und an Michael Schnabrich, der in Stadtsteinach geboren wurde. Beide werden als Schicksalsfiguren der Zeit des Nationalsozialismus beschrieben; Heiß wird ausdrücklich als Opfer des Nationalsozialismus bezeichnet. Der Gedenkweg ergänzt die Bau- und Stadtgeschichte um eine Auseinandersetzung mit dieser Zeit.

Im weiteren Umfeld gilt die Steinachklamm als Wahrzeichen des Steinachtals und zählt seit 2007 zu „Bayerns schönsten Geotopen“. Das Steinachtal wird im Sommer als schattig und kühl sowie im Frühjahr und Herbst als schattig und trocken beschrieben. Wenn Sie diese Landschaft in Ihre Planung aufnehmen, beachten Sie, dass sie einen anderen räumlichen Bezug hat als die Sehenswürdigkeiten direkt in Stadtsteinach.

Auch Kulmbach bietet eigenständige Ziele: Der Naturlehrpfad am Kulmbacher Rehberg ist etwa vier Kilometer lang und hat 21 Lernstationen. Auf der Plassenburg zeigt das Deutsche Zinnfigurenmuseum mehr als 300.000 Einzelfiguren in rund 150 Dioramen. Diese Angebote gehören nach Kulmbach und sind nicht Sehenswürdigkeiten in Stadtsteinach.

Die beschriebenen Orte liegen in unterschiedlichen räumlichen Zusammenhängen; planen Sie Besuche daher anhand der jeweiligen Zielorte und prüfen Sie aktuelle Bedingungen, wo es für Ihre Tour wichtig ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Marktleugast, Presseck, Mainleus, Untersteinach, Kulmbach, Thurnau.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landkreis Kulmbach.

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