Habach
Unterkünfte in Habach
Habach lässt sich über konkrete Anhaltspunkte seiner Ortsgeschichte und über die Weiher im Gemeindegebiet erschließen. Im Kernbereich des ehemaligen Kollegiats-Stiftsdorfs liegen die Hauptstraße und die Pfarrkirche St. Ulrich, ergänzt durch historische Bauzeugnisse. Hinzu kommen wiederkehrende Feste und naturnahe Feuchtgebiete. So können Sie Kultur und Landschaft anhand benannter Orte und klar datierter Details einordnen.
Historischer Ortskern und Pfarrkirche
Das geschützte Ensemble Ortskern Habach umfasst den an der Hauptstraße gelegenen Kernbereich des ehemaligen Kollegiats-Stiftsdorfs. Entlang der Habacher Hauptstraße sind sechs größere Häuser als ehemalige Stiftshäuser der Kanoniker erkennbar. Die frühere Funktion als Stiftsdorf gehört damit zur Geschichte des Ortskerns und seiner Gebäude.
Die heutige barocke Pfarrkirche St. Ulrich entstand zwischen 1662 und 1668; am 14. Oktober 1668 wurde sie vom Augsburger Weihbischof Kaspar Zeiler geweiht. Der Hochaltar stammt vom Weilheimer Künstler Ambros Degler. Das Altarbild schuf 1681 der Murnauer Maler Simon Bernhard: Es zeigt den heiligen Ulrich und die Schlacht auf dem Lechfeld. Südwestlich der Kirche liegt der Ulrichsbrunnen, der als einer der ältesten Ulrichsbrunnen im Bistum Augsburg gilt.
Weitere Baugeschichte im Gemeindegebiet
Auch an anderen Gebäuden lassen sich unterschiedliche historische Nutzungen und Bauformen ablesen. Der denkmalgeschützte ehemalige Altwirt an der Hauptstraße 5 war ein Gasthof mit Herberge aus dem Jahr 1626. Das Gebäude wurde Anfang des 18. Jahrhunderts und erneut in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erneuert. Das denkmalgeschützte Mesnerhaus am Hofbichlweg 2, früher Moserhaus genannt, ist ein Werdenfelser Bauernhaus des Typs Mittertenn. Sein Wohnteil liegt links, die Stallung rechts.
Im Gemeindegebiet, in Dürnhausen, steht die katholische Filialkirche St. Martin. Ihr romanisches Langhaus stammt aus dem Jahr 1063; Chor und Turm sind dem 15. Jahrhundert zuzuordnen, die Barockisierung erfolgte um 1670. Die historische Ortsführung durch Habach führt über andere benannte Stationen: durch die Hauptstraße, entlang des Heubachs und über den Kirchhofbichl.
Feste im Jahreslauf
Zwei Habacher Festzüge haben einen Fünfjahresrhythmus: Der Faschingszug zieht am Faschingsdienstag durch die Straßen, und auch das traditionelle Erntedankfest wird alle fünf Jahre mit einem Festzug gefeiert. Das Osterfeuer findet dagegen jährlich am Abend des Ostersonntags auf dem Hinterfeld statt. Wenn Sie Ihre Reise mit einem dieser Termine verbinden möchten, prüfen Sie vorab das konkrete Veranstaltungsdatum.
Weiher und Feuchtgebiete
In der Habacher Feldflur gehört der Wiesleitenweiher zu den besonders naturnahen und artenreichen Weihern. Im Habacher Gemeindegebiet gibt es außerdem naturnahe Feuchtgebiete mit Mooren, Streuwiesen, Weihern und Uferzonen. Diese Landschaftselemente geben einen anderen Blick auf die Gemeinde als die historischen Gebäude im Ortskern.
Der Koppenbergweiher ist von der Ortsmitte aus zu Fuß erreichbar. Im Sommer gibt es in Habach Bademöglichkeiten. Wasserqualität und örtliche Bedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor dem Baden.
Anreise und Einkehr
Habach ist über die A95 und die B472 sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Verbindungen des öffentlichen Verkehrs. Für eine Einkehr bietet das Eichbichl-Stüberl traditionelle bayerische Küche, zünftige Brotzeiten und einen Biergarten. Betrieb und Öffnungsdetails können sich ändern; informieren Sie sich deshalb vor dem Besuch.
Weitere Reiseziele entdecken: Sindelsdorf, Antdorf, Obersöchering, Huglfing, Steingaden, Altenstadt, Seeshaupt, Schongau.
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