Hesseneck zwischen Wanderwegen und Odenwaldgeschichte
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Wanderwege rund um Hesselbach
In der Ortsmitte von Hesselbach steht am Brandweiher eine Wandertafel des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald. Sie bietet mehrere Vorschläge für Wanderungen rund um Hesselbach, ohne eine bestimmte Tour vorzugeben. Ein weiteres Wanderziel ist der Dreiländerstein im Stadtteil Hesselbach. Er ist vom Ort aus über einen markierten Wanderweg erreichbar.
Der Dreiländerstein liegt in der Gemarkung von Oberzent-Hesselbach. Dort treffen die Grenzen von Hessen, Bayern und Baden-Württemberg sowie die drei zugehörigen Landkreise zusammen. Der Grenzpunkt ist damit sowohl über seine Lage in der Gemarkung als auch über den markierten Zugang aus dem Stadtteil Hesselbach beschrieben.
Römische Spuren am Odenwaldlimes
In der Umgebung von Hesselbach verlief der Odenwaldlimes über den Höhenrücken. Dort sind verschiedene Fundstellen und Überreste der Grenzanlage auffindbar. Das Kastell Hesselbach am Odenwaldlimes ist gut sichtbar und beschildert. Der Höhenrücken ist damit sowohl durch den Verlauf der römischen Grenzanlage als auch durch einzelne Fundstellen, Überreste und das Kastell geprägt.
Auch der Nibelungensteig bietet eine überregionale Wanderdimension. Eine Etappe umfasst die Strecke von Oberzent-Hesselbach über Amorbach bis nach Freudenberg am Main.
Die Schöllenbacher Quellkirche
Bei der Schöllenbacher Quellkirche steht die Baugeschichte eng mit ihrer besonderen Funktion als Quellkirche in Verbindung. Das Langhaus wurde im 18. Jahrhundert bis auf das Portal abgetragen. Im Jahr 1782 wurde der Chor verschlossen; seitdem bildet er den Kirchenraum.
Unter der südlichen Kirchhofsmauer tritt an der Schöllenbacher Quellkirche eine starke Quelle hervor. Sie speist einen ehemaligen Waschplatz und fließt in den unmittelbar vorbeifließenden Euterbach. Quelle, Waschplatz und Bach sind dadurch an der Kirche in einer direkten Abfolge angeordnet.
Die Schöllenbacher Quellkirche wurde unter dem Erbacher Schenken Philipp IV. erbaut und 1465 geweiht. Als Quellkirche entwickelte sie sich zu einer vielbesuchten Marien-Wallfahrtsstätte. Mit der Weihe von 1465 und der späteren Wallfahrtsnutzung reicht ihre Geschichte über die bauliche Veränderung von 1782 hinaus.
Museum der Oberzent und ländliche Geschichte
Das Museum der Oberzent befindet sich in einem nach dem Stadtbrand von 1810 errichteten Haus. Wegen seiner gut erhaltenen ursprünglichen Bausubstanz ist das Gebäude denkmalgeschützt. Im Museum werden historische Zeugnisse der Region und ihrer Bürger gezeigt. Hinzu kommen Darstellungen der ländlichen Nebenerwerbstätigkeit und der historischen Textilherstellung. Die zeitlichen Bezüge reichen dabei vom römischen Odenwaldlimes über die 1465 geweihte Quellkirche bis zum nach 1810 errichteten Museumshaus.
Ein kleiner Blick auf Bauformen
In Kailbach befindet sich eine Brücke, deren Bauweise eine verkleinerte Kopie des Himbächel-Viadukts darstellt. Die kleinere Konstruktion übernimmt dabei die Bauweise des größeren Vorbilds.
Weitere regionale Orte: Sensbachtal, Mossautal, Beerfelden und Rothenberg.
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