Probstzella: Bauhaus, Grenzgeschichte und Schieferpfad
Unterkünfte in Probstzella
Probstzella verbindet Bauhaus-Architektur und regionale Geschichte mit Wanderwegen und einer Landschaft, die Teil des Grünen Bandes ist. Für Ihre Reiseplanung bietet sich damit ein klarer thematischer Schwerpunkt: Sie können sich mit der Architektur des Hauses des Volkes beschäftigen, in Museen Orts- und Grenzgeschichte kennenlernen oder Wege rund um Probstzella in den Mittelpunkt stellen.
File:Haus des Volkes, Probstzella (Thüringen), Bahnhofstr. 25.jpg
Foto: Matthias Krug-Bamberg via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bauhaus-Architektur im Haus des Volkes
Das Haus des Volkes wurde zwischen 1925 und 1927 als Hotel und Volkshaus errichtet. Als Architekt war der Bauhausschüler Alfred Arndt beteiligt. Das Gebäude von 1927 ist das größte Bauhaus-Ensemble Thüringens. Im Haus befinden sich ein Theater- und ein Konzertsaal. Diese Verbindung von Bauhaus-Architektur und gemeinschaftlich genutzten Räumen macht das Haus zu einem wichtigen Anknüpfungspunkt, wenn Sie sich für Architekturgeschichte interessieren.
Das Haus des Volkes verbindet Baugeschichte mit seiner früheren Funktion als gemeinschaftlicher Ort.
Museen: Bahnhof, Alltag und Schieferbergbau
Das DDR-Grenzbahnhof-Museum Probstzella befindet sich im alten Bahnhofsgebäude von 1885. Der Ort des Museums verweist auf die Geschichte des Bahnhofs als Grenzbahnhof in der DDR. Im Heimatmuseum wiederum stehen die Ortsgeschichte und der Schieferbergbau im Raum Probstzella im Mittelpunkt. Dort können Besucher den Spuren entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze nachgehen.
Das Heimatmuseum rekonstruiert außerdem das frühere Probstzellaer Postamt und einen Kolonialwarenladen. Die Ausstellung umfasst etwa 120 Meter Gleis und rund 2.000 Bäume sowie zahlreiche originalgetreue Nachbildungen von Probstzellaer Häusern. Diese Details geben der Ortsgeschichte eine konkrete, anschauliche Form. Auf Anfrage bietet das Museum Führungen durch die Ausstellung an. Wenn Sie Hintergründe zum Schieferbergbau suchen, vermittelt das Heimatmuseum zudem dessen Geschichte im Raum Probstzella.
Grünes Band und Wege rund um Probstzella
Die Landschaft bei Probstzella ist Teil des Grünen Bandes. Entlang des ehemaligen Grenzstreifens haben sich während der jahrzehntelangen Abriegelung besonders erhaltenswerte Biotope entwickelt. Damit stehen neben den historischen Orten auch die Folgen der früheren Grenzsituation für die Landschaft im Blick. Geführte Grenzwanderungen rund um Probstzella können auf Anfrage mit ausgebildeten Naturführern organisiert werden. Diese Möglichkeit verbindet das Wandern mit der Auseinandersetzung mit der Grenzgeschichte, ohne dass dafür eine bestimmte Route vorausgesetzt werden muss.
Zum Schieferpfad gehört ein kleiner Rundweg um Probstzella, für den etwa zwei bis vier Stunden veranschlagt werden. Daneben ist der Schieferpfad als großer Rundweg von etwa 60 Kilometern angelegt und verbindet Probstzella mit Lehesten, Ludwigsstadt und Gräfenthal. Die unterschiedlichen Angaben beziehen sich auf verschiedene Wegformate: den kleinen Rundweg bei Probstzella und den großen, längeren Rundweg. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen einem überschaubar beschriebenen Weg und einer ausgedehnteren Wandertour unterscheiden, ohne die beiden Strecken gleichzusetzen.
Als weitere Möglichkeit im regionalen Umfeld lässt sich der Loquitz-Radwanderweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzen. Er ist damit eine andere Art, die Region zu erkunden, als der Schieferpfad.
Weitere Ortsseiten: Meura, Oberweißbach/Thüringer Wald, Saalfelder Höhe, Leutenberg, Lichtenhain, Meuselbach-Schwarzmühle, Lichte und Barigau.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saalfeld-Rudolstadt.