Ioannina: Burg, Insel und Kultur
Unterkünfte in Ioannina
Ioannina verbindet historische Orte, Museen und Wege rund um den Pamvotis-See. Für die Reiseplanung können Sie diese unterschiedlichen Schwerpunkte getrennt betrachten: die Burg mit ihren Museen, die bewohnte Insel, das Viertel des Alten Marktes und die längeren Wege außerhalb der Stadt.
Burg und Museen in Ioannina
Die Burg von Ioannina liegt auf einer natürlich befestigten felsigen Halbinsel. Sie zählt zu den ältesten durchgehend bewohnten befestigten Siedlungen Griechenlands; die frühesten durch archäologische Untersuchungen entdeckten Siedlungsspuren reichen in die klassische und hellenistische Zeit zurück. Im innersten Bereich der Burg, im Gebiet Its Kale, liegt das Grab von Ali Pascha von Tepelen, eine der bedeutenden historischen Stätten der Stadt.
Mehrere Museen geben unterschiedliche Einblicke in die Geschichte und das Kunsthandwerk der Stadt. Das Byzantinische Museum befindet sich innerhalb der Burg in der südöstlichen Akropolis Itch Kale. Seine Silberwaren sind in der sogenannten Schatzkammer im Zentrum der Zitadelle zu sehen; die Ausstellung zur Stadtgeschichte befindet sich in der Fethiye-Moschee. Das Silberschmiedemuseum liegt in einem westlichen Bastionsturm der nordöstlichen Akropolis der Burg, Its Kale. Dort können Besucher traditionelle Techniken kennenlernen, mit denen Silbergegenstände geformt und verziert werden.
Auch Gebäude in der Burg beherbergen das Stadtmuseum von Ioannina mit seinen umfangreichen Sammlungen. Wer sich für historische Orte und Sammlungen interessiert, kann diese Museen als unterschiedliche Themen für den Aufenthalt einordnen. Unterirdische Höhlen in der Zitadelle, die früher als Lager und Gefängnisse genutzt wurden, sind von innerhalb der Zitadelle zugänglich.
Insel und Pamvotis-See
Die Insel Ioannina ist eine von nur zwei bewohnten Seeinseln Griechenlands. Das Dorf auf der Insel ist als Siedlung von herausragender natürlicher Schönheit ausgewiesen und stammt wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert. Auf der Insel wurden in byzantinischer Zeit zwei Klöster gegründet: das Kloster des Heiligen Nikolaus Philanthropenon, auch Spanou genannt, und das Kloster des Heiligen Nikolaus Strategopoulou, auch Diliou genannt.
Auf der Insel befindet sich außerdem das Informationszentrum des Pamvotis-Sees in einem traditionellen, denkmalgeschützten Steingebäude. Dort werden Informationen über wichtige Pflanzen des Sees sowie über die dort lebenden Fische, Vögel, Amphibien und Säugetiere präsentiert. Das macht das Zentrum zu einem eigenen thematischen Anlaufpunkt für Interessierte an der Natur des Sees. Eine etablierte Runde um den Pamvotis-See ist 30 Kilometer lang; berücksichtigen Sie diese Streckenlänge, wenn Sie eine längere Unternehmung in Ihre Planung aufnehmen.
Wege, Stadtleben und regionale Orientierung
Ein Fuß- und Radweg verläuft vom Mavili-Platz bis zum Dorf Katsikas. Er bietet eine andere Art, Zeit im Freien einzuplanen, als ein Besuch der historischen Sammlungen. Die Strecke der etablierten Runde um den See ist davon getrennt zu betrachten: Für sie sind 30 Kilometer angegeben, nicht für den Weg vom Mavili-Platz nach Katsikas. So können Sie bei der Tagesplanung zwischen dem benannten Fuß- und Radweg und der längeren Runde unterscheiden, ohne beide als dieselbe Route aufzufassen.
Ioannina ist heute ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt von Epirus. Die südlich der Stadt verlaufenden Autobahnen Egnatia und Ionian haben die regionale Verbindung mit dem übrigen Land deutlich verbessert. Als weiteren Ortsvergleich können Sie auch Métsovon ansehen.
Alter Markt und lokale Traditionen
Das Gebiet des Alten Marktes hat seinen kommerziellen Charakter bewahrt und gehört zu den lebhaftesten Straßen von Ioannina. Seine Ursprünge reichen in die Zeit der osmanischen Herrschaft zurück; später entwickelte es sich zu einem Zentrum des Handels und des gesellschaftlichen Lebens.
Zu den handgefertigten und traditionellen Produkten aus Ioannina und der Region gehören Holzgegenstände, gewebte Stoffe, Stickereien und Erzeugnisse der Volkskunst. Ein weiteres kulturelles Thema sind die Tzamales, ein dreitägiges Karnevalsfest in Ioannina mit Freudenfeuern, Musik, Tanz und Bohnensuppe. Diese Traditionen ergänzen die Museums- und Burgbesuche um Einblicke in Handwerk und Festkultur.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Epirus.