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Manoppello: Wallfahrt, Kultur und Wege

Unterkünfte in Manoppello

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Manoppello verbindet sakrale Ziele, historische Bauwerke, Wege am Nordhang der Maiella, Natur und regionale Handwerkstraditionen. Wenn Sie eine Unterkunft in Manoppello auswählen, können Sie Ihren Aufenthalt deshalb nach unterschiedlichen Schwerpunkten planen: Wallfahrt und Kunst, Ortsgeschichte, Spazier- und Wanderthemen oder regionale Produkte. Die wichtigsten Ziele liegen dabei nicht in einem einzigen Themenbereich, sondern ergeben ein vielseitiges Bild des Ortes.

File:Manoppello, basilica del Volto Santo - Interno 02.jpg File:Manoppello, basilica del Volto Santo - Interno 02.jpg Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wallfahrt und sakrale Orte

Das Santuario del Volto Santo wurde 1620 zusammen mit dem Kapuzinerkloster gegründet und zunächst dem heiligen Erzengel Michael geweiht. Das Volto Santo gilt als sehr dünnes, nahezu durchsichtiges Stück Stoff mit den Maßen 17 × 24 Zentimeter und dem Abdruck eines männlichen Gesichts. Das Bild ist von beiden Seiten sichtbar. Diese Besonderheit macht das Volto Santo zu einem zentralen Bezugspunkt für Besucher, die sich für religiöse Kunst und Wallfahrt interessieren.

Eine ausgeprägte religiöse Tradition zeigt sich auch bei der feierlichen Processione del Volto Santo. Sie findet am dritten Sonntag im Mai statt; dabei wird das in der Basilica aufbewahrte heilige Bild durch die Straßen des Ortes getragen. Die Überreste des antiken Klosters San Pietro stehen auf einer Anhöhe über dem Vallebona-Tal im Gemeindegebiet von Manoppello. Sie sind weiterhin ein Ziel der Wallfahrten von Gläubigen aus Carovilli.

Kunst und Baugeschichte in Manoppello

Die Abtei Santa Maria Arabona liegt im gleichnamigen Ortsteil von Manoppello. Sie stammt aus dem späten 12. Jahrhundert und ist die erste in den Abruzzen errichtete Zisterzienserkirche. An ihrer Chorwand befinden sich drei von Antonio Martini di Atri signierte und auf 1377 datierte Gemälde. Mit der Chiesa di San Pancrazio kommt eine einschiffige Kirche im romanischen Stil hinzu.

Auch das historische Zentrum bewahrt markante Zeugnisse der Ortsgeschichte. Dort stehen zahlreiche kleine Adelspaläste aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Sie wurden aus dem örtlichen Stein errichtet, der als „pietra di Manoppello“ bekannt ist. Manoppello liegt außerdem auf den Ruinen des antiken samnitischen und römischen Pollitium. Dieses wurde im 6. Jahrhundert zerstört und im 8. Jahrhundert von den Langobarden wiederaufgebaut.

Zur überlieferten Handwerkstradition gehören das Schmieden von Eisen und Kupfer sowie die Herstellung von Haushaltsgegenständen wie Töpfen, conche und Pizzelle-Formen. In Manoppello gibt es außerdem zwei Kunsthandwerkswerkstätten, die Keramik und Objekte aus Majella-Stein herstellen. Die Casa di Terra Cruda di Santa Maria Arabona ist ein einzigartiges Beispiel für eine Lehmkonstruktion in der charakteristischen Massone-Bauweise. Eine restaurierte römische Patriziervilla mit noch intakten Mosaiken wurde wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Natur, Wege und gemächliche Tagesplanung

Manoppello gehört zum Nationalpark Majella. Einen eigenen naturkundlichen Akzent setzt das Arboreto Giancarlo Cipressi mit 90 Bäumen und Sträuchern, die jeweils verschiedenen Arten angehören. Für eine Unterkunft in Manoppello eröffnet diese Verbindung von Ortsgeschichte und Landschaft unterschiedliche Möglichkeiten für die Tagesgestaltung, ohne dass kulturelle Besichtigungen und Wegeerlebnisse in Konkurrenz zueinander stehen müssen.

Das Wegenetz Sentieri delle Capanne in Pietra umfasst auch Manoppello und ermöglicht den Besuch zahlreicher bedeutender agro-pastoraler Komplexe aus Trockenmauerwerk am Nordhang der Maiella. Der 90 Kilometer lange Cammino di Celestino führt ebenfalls durch Manoppello. Er ist vollständig markiert und georeferenziert. Die beiden Angebote unterscheiden sich damit bereits in ihrer dokumentierten Ausrichtung: Hier stehen traditionelle Trockenmauer-Komplexe im Mittelpunkt, dort ein längerer, durchgehend markierter und georeferenzierter Weg.

Ein konkreter Ausgangspunkt für einen Ausflug ist die Piana del Legname. Dort gibt es einen ausgestatteten Picknickbereich. Von hier aus geht ein Fußweg zu den Überresten des Klosters San Pietro aus. Wer einen Aufenthalt mit Kultur, Wallfahrt und Bewegung verbinden möchte, findet damit eine klare Abfolge aus Landschaft, Weg und historischem Ziel. Aussagen zu Dauer, Schwierigkeitsgrad oder aktueller Nutzung der Wege sind damit nicht verbunden.

Regionale Produkte und Feste

Natives Olivenöl extra und Wein gelten als typische Produkte von Manoppello. Das Olivenöl wird von kleinen und mittleren Betrieben des Gemeindegebiets in örtlichen Ölmühlen hergestellt. Ergänzt wird dieser kulinarische Bezug durch die Asta dei Majtelli. Sie findet am vierten Sonntag im September anlässlich des Festes San Rocco e Sant’Emidio statt. Dabei werden kegelstumpfförmige Holzkonstruktionen versteigert, die mit gastronomischen Geschenken geschmückt sind.

Für Ihre Reiseplanung lässt sich Manoppello somit nach Jahreszeit und Interesse unterschiedlich lesen: Der dritte Sonntag im Mai steht mit der Processione del Volto Santo im Zeichen der Wallfahrt, während der vierte Sonntag im September mit der Asta dei Majtelli einen besonderen Bezug zu Festkultur und regionalen Erzeugnissen hat. Historische Gebäude, sakrale Kunst, markierte Wege, Natur und Handwerk bleiben davon unabhängig als weitere Themen des Ortes bestehen.

Weitere Reiseziele zum Vergleich sind Roccamorice, Sant'eufemia A Maiella, Abbateggio, Caramanico Terme, San Valentino In Abruzzo Citeriore und Turrivalignani.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pescara.

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