Champdepraz – Naturpark Mont Avic und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Champdepraz
Champdepraz und der Naturpark Mont Avic
Der Naturpark Mont Avic schützt das obere Einzugsgebiet des Torrente Chalamy in der Gemeinde Champdepraz. Ein Einzugsgebiet bezeichnet den Raum, aus dem Wasser in ein Gewässer abfließt. Im Gebiet von Champdepraz treten ausgedehnte Abfolgen von Grüngesteinen auf: vor allem Peridotite, eklogitische Metagabbros und eklogitisch-glaukophanitische Metabasalte. Die zahlreichen Moore im Naturpark Mont Avic gelten als die wichtigsten Biotope des Schutzgebiets.
Wandern durch den Park
Im Wegenetz des Naturparks Mont Avic sind zu jeder Jahreszeit Wanderungen möglich. Von November bis Mai sind viele Wege gewöhnlich weitgehend verschneit und nur für erfahrene Personen mit geeigneter Ausrüstung begehbar. Wenn Sie zwischen November und Mai wandern, beziehen Sie die verschneite Wegesituation in Ihre Tourenwahl ein.
Wege, Dörfer und Ausblicke
Ein Wanderweg im Naturpark Mont Avic führt durch verschiedene Waldtypen zu den ländlichen Dörfern Boden und Gettaz des Allemands, über die Weiden von Pana und zum gleichnamigen See. Zu den Besonderheiten dieses Weges gehören geomorphologische Erscheinungen, ländliche Architektur, Waldvögel sowie die Flora und Fauna der Feuchtgebiete. Hinzu kommen Ausblicke auf den Monte Rosa und das Matterhorn.
Nächtlicher Weg bei Veulla
Die ländliche Straße von Veulla nach Pont de Leser kann nach Sonnenuntergang mit einer tragbaren Lampe und einem Audioguide genutzt werden. Fünfzehn durch reflektierende Markierungen erkennbare Haltepunkte vermitteln eine besondere nächtliche Perspektive auf das Schutzgebiet.
Giroparchi ab Chevrère
Die Hauptroute des Giroparchi-Wegenetzes verbindet den Naturpark Mont Avic mit dem Nationalpark Gran Paradiso. Ein Ausgangspunkt liegt in Chevrère di Champdepraz am Besucherzentrum von Covarey.
Hérin und die Spuren des Bergbaus
Zu den sichtbaren Spuren der Bergbaugeschichte gehören die außerhalb des Schutzgebiets gelegenen Reste des Kupferbergwerks Hérin entlang des Weges Nr. 8. Dazu zählen Gebäude, unzugängliche Stolleneingänge, eine große Abraumhalde und einige Träger der Seilbahn. Die Eisen-Kupfer-Mineralisierungen von Hérin liegen oberhalb des Hauptorts von Champdepraz und außerhalb des Parks; sie wurden im 18. Jahrhundert intensiv und mit Unterbrechungen bis 1951 ausgebeutet.
Weitere Relikte in Champdepraz
Auch die Mine Lac Gelé ist in Champdepraz auf dem Weg Nr. 6 sichtbar; dazu gehören die Eingänge der Stollen und die Abraumhalden des Bergbaus. Die Ruine des Hochofens von Servaz bewahrt bauliche Details, anhand derer sich seine Funktionsweise nachvollziehen lässt. Im Steinbruch für Mühlsteine von Barma de Rova sind an der Felswand einige nur grob ausgearbeitete Mühlsteine sichtbar.
Val Chalamy und ländliche Bauweise
In den Wäldern des Val Chalamy sind entlang der Wege 3, 5c und 7a zahlreiche Holzkohleplätze sichtbar. Die ländlichen Gebäude in Champdepraz sind aus vor Ort gewonnenem Stein und Holz errichtet.
Weitere Ziele: Saint Jacques, Gressan, Bionaz, Breuil-Cervinia, Lillianes, Doues, Rhêmes-Notre-Dame, Pontboset
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