Avellino: Skihotel zwischen Monti Picentini und Kulturerbe

File:Palazzo Caracciolo Avellino.jpg File:Palazzo Caracciolo Avellino.jpg Foto: Franciscus3008 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Avellino liegt in einem Becken, das von den Monti Picentini gesäumt wird. Zu den markanten Naturbezügen gehört das Geosito della Mefite in der Valle d'Ansanto: Dort sorgen Gasaustritte dafür, dass das schwefelhaltige Wasser des Sees aufwallt. Die Emissionen der Mefite beeinflussen die Vegetation in einem Umkreis von drei Kilometern.

Natur

In der Umgebung von Avellino befinden sich der Monte Vergine und der Monte Vallatrone, beide Berge. Der Parco Regionale dei Monti Picentini schützt ein Ökosystem mit Buchenwäldern, seltenen Orchideen und Steinadlern. Durch dieses Gebiet führen Wege durch Buchenwälder, an Quellen entlang und zu Aussichtspunkten. Eine konkrete Bergroute ist der CAI-Weg 101, die „L'alta via dei Monti Picentini“: Er führt bis zum 1.806 Meter hohen Gipfel des Monte Terminio.

Im weiteren regionalen Umfeld von Avellino liegt das Santuario di Montevergine. Der 1126 erbaute Klosterkomplex befindet sich auf 1.270 Metern Höhe. Er ist zu Fuß von Ospedaletto d'Alpinolo oder mit der Standseilbahn von Mercogliano erreichbar.

Kultur

In der näheren Umgebung von Avellino befinden sich mehrere Museen und historische Orte. Das Carcere Borbonico ist ein Museum und diente bis 1987 als Gefängnis. Das Museo Irpino ist ebenfalls ein Museum; seine archäologischen Materialien sind chronologisch von der Vorgeschichte bis zur späten römischen Zeit geordnet und bewahren ihren ursprünglichen Herkunftskontext. Zum näheren Umfeld gehören außerdem das Museo Diocesano Avellino, ein Museum, sowie der antike Ort Parco Villa Romana Avellino.

Das Museo Civico di Villa Amendola präsentiert in fünf miteinander verbundenen Sälen eine dauerhaft eingerichtete, erzählerisch-chronologische Ausstellung zur Geschichte Avellinos. Sie reicht von der feudalen Herrschaft der Fürstenfamilie Caracciolo in den Jahren 1589 bis 1806 bis zum Erdbeben vom 23. November 1980. Zum Bestand gehört eines von weltweit nur zwei bekannten Selbstporträts von Cosimo Fanzago. Dauerhaft gezeigt werden außerdem drei bronzene Rosetten und drei bronzene Lilien aus einer barocken Turmspitze.

Die Kathedrale von Avellino wurde 1132 auf Veranlassung des Bischofs Roberto errichtet. Ihre romanische Krypta entstand um das 6. Jahrhundert n. Chr. Sie besitzt drei Schiffe, die durch 14 unterschiedliche Steinsäulen gegliedert sind. In der Provinz Avellino befindet sich auch die Abbazia del Goleto. Sie wurde 1133 auf Veranlassung des heiligen Wilhelm von Vercelli für eine Gemeinschaft von Mönchen und Nonnen erbaut. Der Komplex bewahrt übereinanderliegende mittelalterliche Räume in romanischem und gotischem Stil.

Geschichte

Der Archäologische Park von Aeclanum in der Provinz Avellino erstreckt sich über etwa 18 Hektar. Er bewahrt die Überreste einer Stadt, die von den samnitischen Irpinern gegründet und später von Rom erobert wurde. In den Ruinen des Castello di Avella wurde der Cippus Abellanus gefunden, eine auf etwa 150 v. datierte Inschrift in oskischer Sprache. Ebenfalls im Archäologischen Gebiet von Avella steht ein römisches Amphitheater, das in der spätrepublikanischen Zeit im 1. Jahrhundert v. errichtet wurde.

Regionale Produkte

Im weiteren regionalen Umfeld von Avellino wird in Carmasciano in der Provinz Avellino der handwerklich hergestellte Pecorino di Carmasciano produziert. Der Käse wird aus Schafsmilch von Weiden nahe der Mefite della Valle d'Ansanto hergestellt.

Umgebung

In der näheren Umgebung von Avellino befinden sich außerdem die Villa Comunale Avellino, ein Park, und die Piazza Kennedy, ebenfalls ein Park. Ergänzende Ortsseiten führen zu Montella, Caposele.

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