Premia zwischen Quellwasser, Naturformen und Geschichte
Premia eröffnet unterschiedliche Zugänge zu Natur, Ortsgeschichte und besonderen geologischen Themen. Für Ihre Wahl einer Unterkunft können dabei die Interessen den Ausschlag geben: Der Orrido di Uriezzo und die Marmitte dei Giganti zeigen markante Formen im Fels, während Salecchio, der Torre di Cristo und das Mineralogische Museum historische und wissenschaftliche Anknüpfungspunkte schaffen. Hinzu kommt das 44 °C warme Quellwasser von Premia.
Naturformen rund um Uriezzo
Der Orrido di Uriezzo Sud besteht aus großen, annähernd kreisförmigen Hohlräumen, die durch enge Durchgänge miteinander verbunden sind. Die beiden Formationen des Orrido di Uriezzo sind zusammen etwa 300 Meter lang. Damit steht nicht nur ein einzelner Felsraum im Mittelpunkt, sondern ein zusammenhängendes Naturmotiv aus Hohlräumen und schmalen Verbindungen.
Auch die Marmitte dei Giganti machen die Wirkung von Wasser und Eis am Gestein sichtbar. Sie bestehen aus halbkugelförmigen oder zylindrischen Hohlräumen, die durch die Wucht des Schmelzwassers eines Gletschers in den Fels gegraben wurden. Wer bei der Reiseplanung geologische Formen und Landschaftsbeobachtung stärker gewichtet als ein einzelnes Ausflugsziel, findet in Premia damit zwei klar unterscheidbare Themen.
Walsergeschichte und Mineralien
Salecchio ist eine alte Walserkolonie, die im 13. Jahrhundert von aus dem Wallis eingewanderten deutschen Siedlern gegründet wurde. Der Ort steht damit für eine Siedlungsgeschichte, die sich über viele Jahrhunderte zurückverfolgen lässt und Premia um eine kulturgeschichtliche Perspektive ergänzt.
Das Museo Mineralogico Don Giovanni Bonomo wurde am 3. August 2002 eröffnet. Die Sammlung umfasst 3.333 Mineralien, die nach Namen und Fundort klassifiziert sind. Fast alle wurden im Valle Antigorio und in der Formazza gewonnen. Zu den besonders wertvollen Exemplaren zählen Cervandonit, Gasparit, Fetiasit, Asbecait, Cafarsit, Chernovit und Agardit.
Das Museum setzt dabei einen anderen Schwerpunkt als die Felsformationen von Uriezzo: Hier geht es um Mineralien, ihre Fundorte und ausgewählte besonders wertvolle Exemplare.
Quellwasser und Torre di Cristo
Das Quellwasser von Premia tritt mit 44 °C aus und ist als hyperthermales Kalziumsulfatwasser klassifiziert.
Die Torre di Cristo wurde aus örtlichem Stein auf Veranlassung des Herzogtums Mailand errichtet, um vor der Gefahr durch Feinde zu warnen. Ihre strategische Lage ermöglichte die Beobachtung des Verkehrs, der durch den Ortsteil Uriezzo führte. Der Turm verbindet dadurch Baugeschichte mit der früheren Funktion eines beobachtenden und warnenden Standorts.
Wege und Orientierung vor Ort
Südlich des Kirchenplatzes führt ein kleiner Durchgang auf einen alten Saumpfad, der nach etwa 15 Minuten nach Verampio führt. Von der Fraktion Uriezzo aus führt der Zugang zu Fuß über eine unbefestigte Straße. In der Fraktion Cristo befindet sich in unmittelbarer Nähe ein Parkplatz.
Wenn Sie eine Unterkunft in Premia auswählen, können Sie deshalb vorab festlegen, welches Thema Ihre Reise prägt. Naturinteressierte richten den Blick auf den Orrido di Uriezzo Sud und die Marmitte dei Giganti. Kultur- und Geschichtsinteressierte finden mit Salecchio und der Torre di Cristo andere Schwerpunkte. Das Museum und das klassifizierte Quellwasser ergänzen diese Auswahl um Mineralogie und Geologie.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung sind Scareno, Quarna Sopra, Omegna, Mergozzo, Pollino, Cesara, Vignone und Villadossola.
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