Verbano-Cusio-Ossola: Skihotels und Langlauf in der Valle Formazza
File:Arrampicatore sale su sasso attrezzato a Foppiano di Crodo (Verbano-Cusio-Ossola) - 2017-04-24.jpg
Foto: Mænsard vokser via Source, CC BY-SA 4.0
Verbano-Cusio-Ossola bietet mit der Valle Formazza einen konkreten Winterakzent: Dort gibt es mehr als 30 Kilometer Loipen für den Skilanglauf, verteilt auf die Runden von San Michele und Riale. Die vierte Etappe der Via del Gries beginnt in Riale, führt an der Staumauer von Morasco und am Bettelmatt-Plateau vorbei und steigt zum Griespass hinauf. Die Route in der Valle Formazza ist über den internationalen Bahnhof Domodossola und die Busverbindung ins Valle Formazza bis zur Cascata del Toce erreichbar.
Winterwege und Bergtouren
Auch der Parco Nazionale della Val Grande bietet Tageswanderungen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade an. Der Giro della Val Toggia ist eine mittelschwere Höhenwanderung über 19,5 Kilometer mit 731 Höhenmetern und einer Gesamtdauer von 5 Stunden und 50 Minuten.
Der Parco Naturale Alpe Veglia-Devero umfasst 86 Quadratkilometer alpines Gelände in Höhenlagen von 1.600 bis 3.500 Metern. Bei Alpe Devero führt eine Route bis zur Staumauer von Codelago auf 1.856 Metern und zum türkisfarbenen Lago Devero im Parco Naturale Alpe Veglia-Devero.
Natur und Landschaft
Der Parco Nazionale della Val Grande erstreckt sich im Herzen der Provincia Verbano-Cusio-Ossola und ist Teil des Sesia-Val Grande Geoparks. Er gilt als das größte Wildnisgebiet Italiens und ist von ausgedehnten Wäldern und klaren Gewässern geprägt.
Die Cascata del Toce ist ein Wasserfall mit einem 143 Meter hohen Wassersturz und zählt zu den höchsten Wasserfällen Europas. Sie kann von ihrem Fuß aus oder von einer hölzernen Aussichtsbrücke oberhalb der Felsen betrachtet werden.
Die Giardini Botanici di Villa Taranto erstrecken sich über 16 Hektar und umfassen 20.000 botanisch bedeutende Pflanzen, mehr als 80.000 blühende Zwiebelpflanzen und mehr als 15.000 Beetpflanzen. Seit 1952 sind die Gärten von April bis Oktober für die Öffentlichkeit geöffnet.
Isola Bella besitzt einen barocken Garten im italienischen Stil mit Terrassen, Statuen, Obelisken, Springbrunnen und Ausblicken über den Lago Maggiore. Die Insel verfügt außerdem über einen Palast mit mehr als 20 Räumen, darunter die Sala del Trono, die Sala delle Regine, die Sala di Napoleone und die Galleria Berthier. Der acht Hektar große englische Garten von Isola Madre ist der größte der Borromäischen Inseln und beherbergt Pflanzen und Blumen aus fernen Regionen der Welt.
Kultur und Geschichte
Der Sacro Monte di Domodossola wurde 1656 begonnen, um die Passion und den Tod Christi mit lebensgroßen Darstellungen zu veranschaulichen. Der Sacro Monte Calvario di Domodossola ist als Sonderreservat ausgewiesen.
Der Sacro Monte di Ghiffa umfasst drei Kapellen, die der Incoronata, Johannes dem Täufer und Abraham gewidmet sind, außerdem ein Heiligtum sowie eine Arkade des Kreuzwegs aus dem 18. Jahrhundert. Über einen alten Fußweg von Ronco aus ist der Sacro Monte di Ghiffa in etwa 40 Minuten erreichbar.
Das Museo dell'Arte del Cappello in Ghiffa ist in Räumen der ehemaligen Hutfabrik Panizza eingerichtet und vermittelt deren Industriegeschichte anhand zeitgenössischer Dokumente, Bilder, Werkzeuge und Maschinen. Das Museum bietet außerdem einen Workshop zur Herstellung einfacher Filzobjekte an.
Das Centro Visita di Intragna beherbergt eine Ausstellung über die Versorgung in den Bergen, die Landschaft sowie die lokale Bergkultur.
Die restaurierten Castelli di Cannero bieten heute ein immersives Museum, das ihre Geschichte vermittelt. Die Restaurierung durch die Familie Borromeo dauerte zehn Jahre und wurde 2025 abgeschlossen. Das Castello Visconteo in Vogogna beherbergt Bereiche zur mittelalterlichen Archäologie und weitere thematische Ausstellungen. Es ist über den historischen Ortskern von Vogogna zu Fuß erreichbar und kann auch im Inneren besichtigt werden.
Die Strada Cadorna ist eine Militärstraße des zwischen 1899 und 1918 geplanten Verteidigungssystems. Sie umfasst Schützengräben, kleine Lazarette, Kasernen, offene Geschützstellungen, Unterstände und Bunker; die verschiedenen Abschnitte sind zu Fuß und mit dem Mountainbike begehbar beziehungsweise befahrbar.
Regionale Traditionen
Das Walser-Erbe der Valle Formazza zeigt sich in den Häusern ihrer kleinen Weiler, in den Siedlungsstrukturen, in erhaltenen Traditionen, in handwerklichen Erzeugnissen und in der typischen lokalen Küche. Bettelmatt-Käse wird im Sommer ausschließlich auf sieben Almen auf 1.500 bis 2.500 Metern Höhe in den Gemeinden Baceno, Formazza und Premia hergestellt.
Weitere Orte: Trarego Viggiona, Verbania, Arizzano, Cannero Riviera, Traffiume, Fondotoce, Gurrone, Cresseglio, Miazzina, Oggebbio, San Bernardino Verbano, Stresa, Vignone, Gurro, Ghiffa, Someraro, Beé, Varzo, Baveno, Premeno, Mergozzo, Omegna, Macugnaga, San Domenico, Feriolo Di Baveno, Brovello-Carpugnino, Belgirate, Aurano, Premia, Cavaglio-Spoccia, Cesara, Pollino, Gravellona Toce, Casale Corte Cerro, Cambiasca, Bracchio, Scareno, Crodo, Bognanco, Domodossola, Gignese, Villadossola, Valstrona, Baceno, Masera, Barbè Superiore, Quarna Sopra, Cursolo-Orasso, Formazza
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