Centa San Nicolò: Wege, Wasser und Geschichte

File:Centa San Nicolò, chiesa di San Nicolò nuova.jpg File:Centa San Nicolò, chiesa di San Nicolò nuova.jpg Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Lage und Siedlungsgeschichte

Centa San Nicolò liegt auf der Westseite der Vigolana auf 833 m Höhe. Die frühe Entwicklung der Siedlung lässt sich bis zu einem Dokument aus dem Jahr 1216 zurückverfolgen. Der Fürstbischof von Trient, Federico Vanga, wies Urico und Enrico aus Bozen den Berg zwischen Folgaria und Centa zu, damit auf dem Berg Gehöfte errichtet und das Gebiet fruchtbar und besiedelt gemacht werden konnte. Die Gemeinschaft von Centa soll bereits 1315 mit einer carta di regola ausgestattet worden sein.

Die historische Gemeinschaft von Centa umfasste zahlreiche als masi oder frazioni bezeichnete Siedlungen: Tonezzeri, Strada, Conci, Wolfi, Paldaofi, Chiesa, Lambri, Martinelli, Rossi, Uezi, Valle, Doss, Fontani, Sàdleri, Cioli, Pàcheri, Macani, Menegòi, Tiecheri, Frisanchi, Campregheri, Girardi, Gremesi, Pradi, Rauteri und Stauderi.

Wanderwege und Ausgangspunkte

Das Trekking del Gusto verbindet eine 4 km lange, teilweise unbefestigte Wanderung durch Kastanienhaine mit Verkostungen von Produkten aus der Vigolana. Der SAT-Weg 442 beginnt an der S.P. 349 della Fricca nahe dem Bar Ristorante Sindech und führt über eine bewaldete, steil ansteigende Strecke zum Rifugio Casarota. Vom Rifugio Casarota führt der SAT-Weg 442 weiter zum Gratrücken zwischen dem Bècco di Filadonna und der Terza Cima.

Das Rifugio Paludei ist über die asphaltierte SS della Fricca etwas oberhalb des Ortszentrums von Centa San Nicolò erreichbar. Eine weitere Möglichkeit bietet ein etwa 3 km langer Forstweg von der Malga Doss del Bue auf 1027 m; dieser Forstweg ist für Autos gesperrt. Das Rifugio Paludei dient als Ausgangs- und Rastpunkt für Wanderungen in tieferen Lagen, Spaziergänge und Radrouten sowie für anspruchsvollere Touren zum Rifugio Casarota, zum Monte Spilech, zum Becco di Filadonna und zum Bivacco „alla Madonnina“ mit seiner charakteristischen Felsnadel.

Von Frisanchi, dem höchstgelegenen Weiler der früheren Gemeinde Centa San Nicolò, führt eine Forststraße zum SAT-Weg 444. Das Bivacco Vigolana wurde 2016 mit einem innovativen Design in Form eines umgekehrten Pyramidenstumpfs wiederaufgebaut.

Wasserlandschaft und Naturerlebnisse

Der Parco fluviale del Torrente Centa bewahrt und erschließt bauliche Überreste, an denen die Kraft des Centa-Bachs einst Mühlen- und Sägewerksräder antrieb. Im Parco fluviale del Torrente Centa verlaufen ausgebaute Wege entlang des Centa-Bachs, die sich zum Wandern, Mountainbiken und Reiten eignen. Der Torrente Centa bildet kleine weiße Kiesstrände. Am Torrente Centa befindet sich außerdem der spektakuläre Wasserfall von Valimpach.

Historische Spuren und Kastanientradition

In der Ortschaft Campregheri gibt es kleine Befestigungen aus dem Ersten Weltkrieg.

Im Valle del Centa war der Kastanienanbau über Jahre eine wertvolle und einträgliche Tätigkeit. Ein Kilogramm Kastanien wurde gegen ein Kilogramm Mehl getauscht; im Valle del Centa sind bis heute 800 Obstbäume erfasst. Die Festa della Castagna della Valle del Centa ist für den 24. und 25. Oktober 2026 in Centa San Nicolò vorgesehen und wird von der Pro Loco Centa San Nicolò organisiert.

Weitere Reiseziele: Vigo Rendena, Molveno, Lago, Panchià, Vigolo Vattaro, Sporminore, Denno, Lomaso

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino-Südtirol.

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