Fiavè: Pfahlbaugeschichte, Natur und Kultur entdecken

Naturraum und Lehrweg rund um Fiavè

Die Torbiera di Fiavé hat den Status eines provinziellen Naturschutzgebiets und einer Special Area of Conservation. Das Feuchtgebiet entstand durch die Verlandung eines zuvor bestehenden Sees. Der See hatte sich am Ende der Würm-Eiszeit infolge einer Moränensperre gebildet. Die Riserva naturale di Fiavé ist Teil des Parco Fluviale della Sarca und umfasst vielfältige Pflanzengesellschaften, darunter einige sehr seltene.

Der Weg Torbiera e delle Palafitte di Fiavè ist ein etwa drei Kilometer langer, mit Informationstafeln ausgestatteter Lehr-Rundweg. Die archäologische Pfahlbaustätte von Fiavé erreichen Sie vom Ort Fiavè aus über einen bequemen Weg in etwa 30 Minuten zu Fuß. Der Rundweg und die Verbindung zur Pfahlbaustätte geben der Landschaft einen klaren naturkundlichen und archäologischen Schwerpunkt.

Pfahlbaugeschichte im Museum

Das Museo delle Palafitte di Fiavé befindet sich in der Antica Casa Carli in Fiavè. Eine Sammlung von etwa 300 Holzobjekten gehört zum Museum. Ein ganzer Stock des Museo delle Palafitte di Fiavé in der antiken Casa Carli im Zentrum von Fiavè ist der Rekonstruktion des Alltagslebens in einem 3.500 Jahre alten Pfahlbaudorf gewidmet.

Das Museo delle Palafitte di Fiavé erzählt die Geschichte von Dörfern, die vom späten Neolithikum bis zur Bronzezeit an den Ufern und auf dem Wasser des antiken Lago Carera entstanden. Am archäologischen Fundort von Fiavé sind unter Wasser die Reste des dichten Pfahlwaldes erhalten, der die alte Pfahlbausiedlung trug. Castel Campo wird erstmals in einem Dokument aus dem Jahr 1163 erwähnt. Castel Campo wird nur bei besonderen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit geöffnet. In Castel Campo finden insbesondere Theateraufführungen sowie Konzerte großer Musiker und Orchester statt.

Archäologie zum Mitmachen für Kinder

Das Museo delle Palafitte di Fiavé bietet den Besuchern den Virtual-Reality-Kurzfilm „Antiche tracce. La vita in palafitta“. Im Parco Archeo Natura Fiavè umfasst das Angebot fünf lebensgroß rekonstruierte Hütten. Bei drei der fünf Hütten ist eine Besichtigung möglich.

Bei der Aktivität „L'archeologo cercastorie“ im Parco Archeo Natura Fiavè helfen Kinder dabei, Funde, Pläne und Grabungszeichnungen zu deuten, um das Leben im Pfahlbaudorf zu rekonstruieren. Bei der Aktivität „L'orto preistorico“ mahlen Kinder Getreide und säen, während sie alte Methoden des Anbaus und der Pflanzenkultivierung erproben. Die Aktivitäten greifen unterschiedliche Seiten der Pfahlbaugeschichte auf: „L'archeologo cercastorie“ arbeitet mit archäologischen Spuren, während „L'orto preistorico“ alte Anbaumethoden praktisch aufgreift.

Ortsverbindungen

Die überörtliche Buslinie 211 verbindet Fiavé mit Riva del Garda, Tenno und Ponte Arche. Weitere Orte zur ergänzenden Orientierung: Nanno, Ischia Di Pergine, Ronzone, Palai Im Fersental, Monte Mezza, Selva Di Levico, Vigolo Vattaro und Novaledo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trentino-Südtirol.

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