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Plungė: Park und Kulturgeschichte

Unterkünfte in Plungė

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Plungė bietet konkrete Anknüpfungspunkte für eine Reise, die Parklandschaft und Kulturgeschichte verbindet. Im Park des Guts Plungė treffen Wasseranlagen und alte Bäume auf das Palais von Mykolas Oginskis; in der Stadt prägen unter anderem eine neoromanische Kirche und ein ungewöhnlicher Uhrturm das historische Bild. Bei der Suche nach einer Unterkunft in Plungė können Sie überlegen, ob Sie Ihren Aufenthalt vor allem an Landschaft, Architektur oder dem kulturellen Erbe ausrichten möchten.

Plungė St John the Baptist church building complex and Lourdes replica with a sculpture of the Holy Virgin Mary 34-P Plungė St John the Baptist church building complex and Lourdes replica with a sculpture of the Holy Virgin Mary 34-P Foto: Žemaitijos kelias via Source, CC BY-SA 4.0

Parkroute, Teiche und Palais

Die Besucherroute durch den Park von Plungė beginnt am Haupteingang des Parks nahe dem Tourismusinformationszentrum des Bezirks Plungė. Unterwegs bieten sich Ausblicke auf Kaskadenteiche, alte Bäume und Sträucher sowie auf das neorenaissance Palais, das durch die Bäume zu sehen ist. Der Park ist damit nicht nur durch sein Gebäudeensemble, sondern auch durch die gestaltete Wasserlandschaft geprägt.

Auf Anordnung von Herzog M. Oginskis wurden im Park sieben Kaskadenteiche angelegt. Steinerne Brücken beziehungsweise Schleusen verbinden die Teiche; außerdem fließt der Babrungas durch den Park. Im zentralen Parkteil steht nahe dem Oginskis-Palais die Perkūnas-Eiche. Sie wurde 1960 zum Naturdenkmal erklärt. Diese Einzelheiten geben der Parklandschaft eigene Bezugspunkte: Wasseranlagen, Fluss, alte Bäume und das Palais lassen sich jeweils als Teil des Besuchs betrachten.

Oginskis-Traditionen und Čiurlionis

Im Palais von Mykolas Oginskis befindet sich das Žemaičiai-Kunstmuseum. Es bewahrt und pflegt die Traditionen des Guts von Mykolas Oginskis. Für Gruppen werden Führungen auf Englisch oder Russisch für höchstens 25 Personen angeboten. Das Denkmal für Mikalojus Konstantinas Čiurlionis steht im Park neben dem Palais und symbolisiert die Verbindung der beiden Persönlichkeiten.

Auch Čiurlionis’ Lebensbezüge zu Plungė geben dem kulturellen Erbe einen persönlichen Schwerpunkt. M. K. Čiurlionis und Sof. Čiurlionienė-Kymantaitė lebten 1909 im alten Pfarrhaus der Stadt. Von 1889 bis 1892 studierte Čiurlionis an der Orchesterschule des Guts von M. M. Oginskis in Plungė; außerdem spielte er im Orchester Flöte. Museum, Denkmal, Pfarrhaus und Musikgeschichte stehen so für unterschiedliche Aspekte der kulturellen Erinnerung.

Kirche und historische Bauwerke

Die Gebäude der Kirche des heiligen Johannes des Täufers gelten als Hauptattraktion der Altstadt von Plungė. Die heutige steinerne Kirche wurde von 1902 bis 1933 errichtet. Ihr Entwurf stammt vom Ingenieur Steponas Stulginskis und überarbeitete Karl Strandmans ursprünglichen Entwurf. Die Kirche ist neoromanisch gestaltet, hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes und zwei Türme. Der Glockenturm ist ein integraler Bestandteil des Kirchenkomplexes und wurde 1850 von Graf P. Zubov errichtet.

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Eine weitere religiöse Sehenswürdigkeit ist die steinerne katholische Kapelle des heiligen Johannes des Täufers auf dem alten Friedhof. Sie ist auch als Allerheiligenkapelle oder Zubov-Kapelle bekannt und wurde 1858 im Stil des romantischen Klassizismus errichtet. Die restaurierte Lourdes-Grotte von Plungė mit einer Kopie der Marienstatue wurde am 20. Oktober 1990 feierlich geweiht. Die Daten und Bezeichnungen helfen, die verschiedenen historischen Orte auseinanderzuhalten.

Der Uhrturm von Plungė verbindet markante Architektur mit ungewöhnlichen Details: Er ist zwölf Meter hoch, hat eine Uhr mit nur einem Zeiger und eine stündlich ausgelöste Glocke. Als ältestes rotes Backsteingebäude der Stadt ähnelt er einer kleinen Version des Palazzo Vecchio in Florenz. Nach Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten im Jahr 2012 zog die Plungė Clock Tower Library in das Schloss ein.

Erinnerungsorte der Stadt

Auch die jüngere Geschichte ist im Stadtbild präsent. Das Freiheitsdenkmal wurde 1928 zum Gedenken an ein Jahrzehnt litauischer Unabhängigkeit errichtet, nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen und 1992 wiederaufgebaut. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit verschiedene thematische Schwerpunkte: Park und Palais, Kunst und Musik, sakrale Architektur oder die Erinnerung an Litauens Unabhängigkeit. Diese Orientierung kann Ihnen helfen, Plungė als Reiseziel einzuordnen, bevor Sie eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt auswählen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Telšiai.

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