Bélapátfalva: Abtei, Wanderwege und Kultur
Unterkünfte in Bélapátfalva
Bélapátfalva lässt sich über zwei besondere Schwerpunkte kennenlernen: die Zisterzienserabtei am Fuß des Bélkő und den Bél-kő-Lehrpfad, der an der Abtei beginnt. Hinzu kommen örtliche Handwerksgeschichte, Erinnerungsorte und Ausflugsziele in der Umgebung. So lässt sich ein Aufenthalt mit Baugeschichte, Landschaft und lokalen Themen verbinden.
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Foto: Mrcsifkin via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Zisterzienserabtei: Geschichte und Baukunst
Die Bélapátfalvai Ciszterci Apátság wurde 1232 von II. Kilit, dem Bischof von Eger, am Fuß des Bélkő gegründet. Zu ihren spätromanischen Merkmalen gehören kräftiges Mauerwerk, ein basilikaler Aufbau und ein gestuftes Portal. Gotische Rosettenfenster und eine barocke Orgelempore ergänzen das architektonische Bild.
Ein genauer Blick lohnt sich auch auf die Ausstattung: Im südlichen Seitenschiff steht der Sankt-Emerich-Altar, ein 1748 geschaffenes Werk des Kaschauer Bildhauers József Hartmann und ein herausragendes Beispiel ungarischer Rokokokunst. Die Kirchenorgel schuf 1775 der Egerer Orgelbauer Ferenc Szabó; sie ist funktionsfähig. Gründungszeit, Baumerkmale und Ausstattung geben der Abtei mehrere unterschiedliche historische Ebenen, statt sie auf ein einzelnes Bauzeitalter zu reduzieren.
Der Bél-kő-Lehrpfad: Strecke und Themen
Der Bél-kő-Lehrpfad beginnt an der Zisterzienserabtei und führt zu einem Aussichtspunkt auf 816 Metern Höhe. Die fünf Kilometer lange Strecke umfasst sieben Stationen; für die Wanderung sind etwa zwei bis drei Stunden angegeben. Diese Eckdaten geben einen konkreten Rahmen für die Zeitplanung, ohne die Strecke auf eine reine Aussichtswanderung zu verkürzen.
An den Stationen geht es um die Kulturgeschichte der Umgebung, den geologischen Aufbau des Bélkő, die Pflanzengesellschaften sowie die geschützte Pflanzen- und Tierwelt der Felsrasen. Der Weg führt damit vom historischen Ort zu Themen der Landschaft und ihrer Natur. Wer sich für die Geschichte des Berges interessiert, findet hier neben der Kulturgeschichte auch geologische und ökologische Inhalte. Als weiterer Wanderbezug verläuft der Fernwanderweg Országos Kéktúra durch Bélapátfalva.
Kapellen, Erinnerungsorte und Handwerk
Im näheren Umfeld liegt die denkmalgeschützte römisch-katholische Gilitka-Kapelle, auch Sankt-Anna-Kapelle genannt. Sie befindet sich im Tal des Gilitka-Bachs an einem Abschnitt des Országos Kéktúra zwischen Bélapátfalva und Szarvaskő. Erbaut wurde sie 1750 von Miklós Androvics, dem Rektor des Egerer Priesterseminars.
Ein Verein organisiert jährlich im Frühjahr zur Születés Hete sowie im Herbst eine Wanderung zur Bábafa. Prüfen Sie vor der Reise die Termine des laufenden Jahres. Am Rand der Lichtung neben der Bábafa wurde 2010 eine kleine Gedenkstätte in Form einer Schutzhütte eingerichtet. An ihrer Wand befinden sich Informationstafeln mit einer Gedenkbotschaft. In Bélapátfalva erinnert außerdem das Hősök könyve an die Soldaten aus dem Ort, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallen sind.
Auch das örtliche Handwerk erzählt von der Geschichte des Ortes. Die charakteristische volkstümliche Bemalung des Hartsteinguts aus Bélapátfalva entwickelte sich ab 1866 unter der Leitung von Sándor Dubravszky und seiner Familie. Dabei löste Unterglasurmalerei die Überglasurmalerei ab. Die frühere Fabrik schloss 1927; die Entwicklung der Bemalung und der Wechsel der Technik markieren damit unterschiedliche Abschnitte dieser lokalen Handwerkstradition.
See und Erholung
Der Gyári-tó und seine Umgebung sind ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsgebiet für Einheimische und Besucher. Der See ergänzt die Abtei, die Wanderwege und die historischen Themen um einen eigenen Landschaftsbezug. Zusammen ergeben diese Orte unterschiedliche Anlässe, den Aufenthalt zu gestalten: Baukunst und Kunsthandwerk stehen neben Wanderungen, Naturthemen und Erholung am See.
Ergänzende Themen im übergeordneten Reiseziel Hewesch
Im übergeordneten Reiseziel Hewesch liegt das Landschaftsschutzgebiet Hevesi Füves Puszták im südlichen Teil des Komitats Heves. Es umfasst 16.114 Hektar, wurde 1993 ausgewiesen und erhielt nach Erweiterungen 2005 und 2008 seine heutige Ausdehnung.
Auch weitere Natur- und Winterthemen gehören zum übergeordneten Reiseziel Hewesch. Der 6,5 Kilometer lange Ilona-völgyi-Lehrpfad am Ilona-Bach führt an den geologischen Werten des Östlichen Mátra-Gebirges und Zeugnissen des früheren Erzbergbaus entlang. Am Kékestető können Freunde des Aktivtourismus im Winter Wintersport betreiben. Diese regionalen Angaben ergänzen die Orientierung über Bélapátfalva hinaus und beziehen sich auf Hewesch.
Weitere Reiseziele entdecken: Szilvásvárad, Nagyvisnyó, Mikófalva, Bükkszentmárton, Balaton.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bélapátfalvai.