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Mödling zwischen Wienerwald, Kultur und Weinlandschaft

Unterkünfte in Mödling

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Weintrauben im Bezirk Mödling.jpg File:Weintrauben im Bezirk Mödling.jpg Foto: DrTrumpet via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wenn Sie eine Unterkunft in Mödling suchen, finden Sie eine Stadt mit kurzen thematischen Wegen zwischen Natur, Geschichte, Musik und regionaler Weinkultur. Für Ihre Reiseentscheidung lohnt sich besonders der Blick darauf, welche Interessen Sie verbinden möchten: Der Mödlinger Stadtwald eröffnet ausgewiesene Wege und Waldbadeplätze, während Museen, historische Bauwerke, Audioguides und Kulturveranstaltungen eigene Schwerpunkte setzen. Auch die Verbindung des zentral gelegenen Bahnhofs nach Wien und Baden gehört zur Orientierung für Ihren Aufenthalt.

Naturraum und Weinlandschaft

Der gesamte Mödlinger Stadtwald liegt im Landschaftsschutzgebiet Wienerwald und vollständig im Naturpark Föhrenberge. Er umfasst rund 350 Hektar. Damit reicht der Naturraum unmittelbar in die Stadtgeschichte und Freizeitgestaltung hinein, ohne dass seine Schutzgebietsbezeichnungen mit einer bestimmten Nutzung gleichgesetzt werden sollten.

Auch der Wein gehört zur örtlichen Prägung. Die Weingärten rund um Mödling liefern Trauben für regionstypische Weine. In den Mödlinger Heurigen lässt sich die Vielfalt dieser regionalen Weine unmittelbar erleben. Im Stadtwald gibt es außerdem ausgewiesene Waldbadeplätze mit Liegen, darunter einen Platz beim Waldklassenzimmer oberhalb der Meiereiwiese.

Wandern und Radfahren in Mödling

Mehrere dokumentierte Wege machen Mödling für unterschiedliche Wanderinteressen überschaubar vergleichbar. Der Husarentempel ist einer von acht Türmen der Themenwanderung „Die Türme des Wienerwaldes“. Eine Etappe dieser Themenwanderung führt von der Meiereiwiese in Mödling über den Husarentempel nach Gumpoldskirchen. Das Mödlinger „Tut gut!“-Wandernetz umfasst drei Routen, die alle beim Föhrenhof beginnen.

Die kurze Route des „Tut gut!“-Wandernetzes ist barrierefrei und führt am Mödlinger Waldklassenzimmer sowie am Salamanderbiotop vorbei. Die längste und anstrengendste Route erschließt die meisten Staffagenbauten des Fürsten Liechtenstein, darunter den Schwarzen Turm, die Augengläser und den Johannessteig. Diese Unterschiede helfen Ihnen, die Wege nach gewünschtem Anspruch und thematischem Interesse zu vergleichen. Der Mödlinger Rundwanderweg 448 erreicht am Ende der Wanderung über die Goldene Stiege Mödling.

Für eine Radtour steht die Mödlingbach-Radroute zur Verfügung. Sie verläuft entlang des Mödlingbachs durch Biedermannsdorf, Wiener Neudorf, Mödling und Hinterbrühl und ist durchgehend ausgeschildert. Eine Unterkunft in Mödling kann für Sie daher besonders dann als Ausgangspunkt interessant sein, wenn Sie zwischen Stadtbesichtigung, Wanderwegen und einer ausgeschilderten Radtour abwechseln möchten.

Geschichte, Bauwerke und Musik

Die Burg Mödling ist mit der Geschichte der Babenberger verbunden: Eine Nebenlinie lebte ab 1177 auf der Burg. Während der ersten Wiener Türkenbelagerung brannte sie 1529 nieder. Der heutige Husarentempel wurde 1813 von Joseph Kornhäusel als „Tempel des Kriegsruhms“ errichtet. Er steht auf 496 Metern Höhe im Naturpark Föhrenberge und ist zugleich Teil der Themenwanderung „Die Türme des Wienerwaldes“.

Auch Beethoven ist in Mödling an mehreren Stationen präsent. Im Mödlinger Hafnerhaus arbeitete er an der Hammerklaviersonate in B-Dur op. 106, den Diabelli-Variationen op. 120, den Mödlinger Tänzen und der „Missa solemnis“ op. 123. Ludwig van Beethoven verbrachte dort die Sommermonate 1819; ein Aufenthalt im Jahr 1818 ist nicht eindeutig erwiesen. Die Beethoven-Entdeckungsreise beginnt am Freiheitsplatz und führt über das Bezirksmuseum, die Beethovenstätten in der Achsenaugasse und der Hauptstraße bis zur St.-Othmar-Kirche.

Die Pfarrkirche St. Othmar steht an einem Ort, an dem seit mehr als 1.000 Jahren Kirchen bestehen. Der heutige Bau ist die siebente Kirche in ununterbrochener Folge an diesem Ort. Im Schönberg-Haus lebte Arnold Schönberg von 1918 bis 1925. Das Haus wird aufgrund der dort entwickelten Kompositionsmethode oftmals als „Geburtsstätte der 12-Ton-Musik“ bezeichnet; diese Bezeichnung beschreibt seine kulturelle Einordnung und ist keine Aussage über eine andere Funktion des Ortes. Die Dauerausstellung umfasst Originalmobiliar und Originalinstrumente.

Weitere Museen vertiefen den Blick auf die Region. Die Dauerausstellung im Stadtverkehrsmuseum Mödling behandelt die Elektrische Bahn Mödling–Hinterbrühl. Das Museum Mödling widmet sich der Entstehung der Landschaft, den Gesteinen und der Urgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Das Volkskundemuseum mit Hausgarten behandelt Wald- und Landwirtschaft, Handwerk und Weinbau. Seine Sammlung ist seit 1984 in einem Weinhauerhaus aus dem 16. bis 17. Jahrhundert zu sehen. Eine rekonstruierte Küche des 19. Jahrhunderts mit einem „Sparherd“ gehört ebenfalls zur Ausstellung.

Winterliche Ergänzungen und praktische Orientierung

Das Stadtbad Mödling bietet im Winter Eislaufen; auch das Hallenbad ist im Winter geöffnet. Der Mödlinger Kultursommer bietet jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm und setzt einen weiteren kulturellen Akzent im Jahreslauf.

Für die Orientierung vor Ort verkauft die Tourismus-Informationsstelle in Mödling Eintrittskarten und betreibt einen Shop für regionale Produkte. Der zentral gelegene Bahnhof Mödling verbindet Mödling mit Wien und Baden. Für eine Besichtigung der Beethoven-Gedenkstätte ist eine Voranmeldung oder Terminvereinbarung erforderlich. Prüfen Sie diesen Punkt daher bei Ihrer konkreten Planung, bevor Sie den Besuch fest einplanen.

Weitere Ortsseiten: Gruberau, Maria Enzersdorf, Breitenfurt, Hinterbrühl, Gaaden, Brunn Am Gebirge, Perchtoldsdorf, Vösendorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niederösterreich.

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