Böckstein: Bergbaugeschichte und Langlauf
Unterkünfte in Böckstein
Wenn Sie eine Unterkunft in Böckstein suchen, verbinden sich dort die Geschichte des Bergbaus und eine Möglichkeit zum abendlichen Langlaufen. Zu den kulturellen Anlaufpunkten gehören die Pfarr- und Wallfahrtskirche, ein Freilichtmuseum, historische Bergbaurelikte und das Bauernhaus Ullmannlehen mit einer Geschichte bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die winterliche Ergänzung ist die Böcksteiner Nachtloipe in Bad Gastein.
Bergbaugeschichte und sakrale Kunst
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Maria, Mutter vom Guten Rat“ wurde von 1764 bis 1766 als Seelsorgskirche für die Bergarbeiter errichtet. Der Bau verbindet damit die religiöse Nutzung mit dem historischen Arbeitsumfeld der Bergleute. Als Pfarr- und Wallfahrtskirche steht sie zugleich für die örtliche Seelsorge und die Verehrung des Gnadenbildes. Auf ihrem Hochaltar befindet sich das von Rosa Hagenauer gemalte Gnadenbild „Mutter vom Guten Rat“, eine Kopie des berühmten Gnadenbildes von Genazzano. Ein Gnadenbild ist ein religiös verehrtes Bild. In der Kirche steht dieses Kunstwerk auf dem Hochaltar und ist mit der Geschichte des Ortes verbunden.
Das Freilichtmuseum mit dem Salzstadl präsentiert Exponate zum Goldbergbau von 1342 bis 1945. Am Standort des Hieronymushauses sind noch Reste von Knappenhäusern, Aufbereitungsstätten und Aufzugsmaschinen zu erkennen. Knappenhäuser waren Wohnhäuser der Bergleute. Aufbereitungsstätten dienten der Verarbeitung des geförderten Materials; Aufzugsmaschinen gehörten zur technischen Infrastruktur des Bergbaus und dienten zum Heben. Die baulichen und technischen Reste machen am Hieronymushaus verschiedene Seiten der früheren Bergarbeit sichtbar.
Der Weg zum Hieronymushaus führt durch den Haitzingwald in mäßig steilen Serpentinen. Serpentinen sind dabei kurvige Wegabschnitte mit wiederholten Richtungswechseln; der Zugang ist also als Waldweg und nicht als geradlinige Verbindung beschrieben. Zusätzlich beginnt der Wanderweg zum Hieronymushaus unterhalb des Gasteiner Heilstollens in Böckstein. Der Gasteiner Heilstollen ist ein Radonthermalstollen tief im Herzen des Radhausberges, eingebettet in die Landschaft der österreichischen Hohen Tauern. Damit liegen der Waldweg, der Startpunkt unterhalb des Stollens und die historischen Bergbaustätten in derselben örtlichen Umgebung.
Zum historischen Umfeld gehört außerdem das Bauernhaus Ullmannlehen; seine Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Neben den Bergbaurelikten und der Kirche begegnet Ihnen dort somit auch ein Bauernhaus mit eigenständiger historischer Entwicklung.
Unterschiedliche Formen, Böckstein zu erkunden
Die Orte rund um Böckstein bieten unterschiedliche Besuchsformen. Führungen durch das Montanmuseum Altböckstein schließen die Golderzaufbereitungsanlage ein. Hinter dem Hotel Evianquelle in Böckstein steht seit 1998 an der Goldwäscherhütte die Möglichkeit zum Goldwaschen. Bei der Führung gehört die historische Aufbereitungsanlage zum Museumsbesuch; an der Goldwäscherhütte besteht dagegen die Möglichkeit, selbst Gold zu waschen.
Langlauf bei sanftem Flutlicht
Wenn Sie neben den Kultur- und Bergbauthemen eine Wintersportmöglichkeit suchen, wird die Böcksteiner Nachtloipe in Bad Gastein zum abendlichen Langlaufen bei sanftem Flutlicht genutzt. Die Loipe ergänzt die historischen Ziele um ein winterliches Angebot, das ausdrücklich auf die Abendstunden ausgerichtet ist.
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