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Mittersill: Natur und Geschichte

Unterkünfte in Mittersill

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Mittersill liegt direkt an der Salzach zwischen Pass Thurn und Felbertauern. Für die Wahl einer Unterkunft können Sie überlegen, ob Naturthemen, historische Bauwerke oder die Nationalparkwelten den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen. Dazu gehören unterschiedliche Anknüpfungspunkte: ein See mit einer durch ein Erdbeben geprägten Entstehungsgeschichte, ein Themenwanderweg im Wasenmoos sowie Zeugnisse der Bau- und Kirchengeschichte. Für Besuche der Nationalparkwelten helfen die saisonalen Öffnungszeiten und die genannten Wegezeiten bei der Planung.

File:Mittersill annakirche.jpg File:Mittersill annakirche.jpg Foto: Sorens ( talk ) via Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Naturdenkmale und geologische Geschichte

Der Hintersee und sein Umfeld wurden 1933 von der Salzburger Landesregierung zum Naturdenkmal erklärt und unter rechtlichen Schutz gestellt. Seine Entstehung geht auf das Erdbeben in den Hohen Tauern von 1495 zurück: Ein dadurch ausgelöster Bergsturz riegelte das Tal ab und staute den See auf. Beim Hintersee gehören damit sowohl die geologische Entstehung als auch der Schutzstatus zum Naturthema. Die Schösswendklamm wurde 1983 wegen ihrer Eigenart und Schönheit zum Naturdenkmal erklärt und gesetzlich geschützt. Bei der Klamm nennt die überlieferte Begründung also ihre Eigenart und Schönheit, während sich die Entstehungsgeschichte des Hintersees auf das Erdbeben und den Bergsturz bezieht.

Ein anderes geologisches Merkmal ist die Heidnische Kirche: Der Name bezeichnet einen etwa 10 m hohen Zentralgneisblock, der aus einem Bergsturz-Trümmerfeld herausragt. Die ungefähre Höhe und das Gestein geben diesem Naturmerkmal ein anderes Profil als den geschützten Landschaften Hintersee und Schösswendklamm. So lassen sich beim Naturthema geologische Entstehung, markante Gesteinsformen und rechtlicher Schutz voneinander unterscheiden.

Wasenmoos: Themenweg und Pflanzenwelt

Im Wasenmoos gibt es einen 2 km langen Themenwanderweg und einen Aussichtspavillon mit Informationsmaterial. Beide wurden 2006 nach Abschluss der ersten Renaturierungsphase eröffnet. Der Weg und der Pavillon bieten unterschiedliche Zugänge zum Gebiet: Der eine führt als Themenweg durch die Landschaft, der andere bündelt Information an einem Aussichtspunkt.

Auch die Pflanzenwelt ist ein besonderes Thema: Im Wasenmoos kommen Sonnentau, Fettkraut und Wasserschlauch vor – alle drei in Österreich heimischen fleischfressenden Pflanzen. Wer sich für Naturbeobachtung und Landschaft interessiert, findet hier somit neben dem Themenweg eine konkrete botanische Besonderheit.

Türme, Kirchen und Baugeschichte

Der Felberturm wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet und diente den edelfreien Herren von Velm als Wohn- und Wehrturm. Das neu gestaltete Felberturm Museum wurde am 7. Juli 2021 wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Im Erdgeschoss des Museums befindet sich eine Ausstellung zum historischen Saumhandel. Damit stehen neben der frühen Funktion des Turms auch Handelsgeschichte und Museumsthema im Mittelpunkt. Da sich Besuchsmodalitäten ändern können, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Angaben.

Die Annakirche wurde 1751 von Kassian Singer im Tiroler Rokokostil an der Stelle der früheren Pfarrkirche erbaut, die beim Marktbrand von 1746 schwer beschädigt worden war. Ihre Deckenmalereien über das Leben der heiligen Anna stammen von Christoph Anton Mayr und datieren auf 1753. Die Pfarrkirche Mittersill wurde von Johann Kleber nach dem großen Marktbrand von 1746 in den Jahren 1747 bis 1749 erbaut; ihre Kanzel schuf 1765 der einheimische Bildhauer Peter Schmid. An diesen beiden Kirchen lassen sich Bau- und Kunstgeschichte an unterschiedlichen Daten und Arbeiten ablesen.

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Die Felberkirche ist die älteste Kirche Mittersills. Ursprünglich wurde sie als Schlosskapelle der Herren von Felben neben deren Wohnturm erbaut. Ihre ursprüngliche Funktion unterscheidet sich damit von den Baugeschichten der Annakirche und der Pfarrkirche, deren Entstehung mit dem Marktbrand von 1746 verbunden ist.

Nationalparkwelten und praktische Besuchsplanung

Die Nationalparkwelten Hohe Tauern in Mittersill ermöglichen es Besucherinnen und Besuchern, mit allen Sinnen an Orte, in Epochen und in Bereiche zu reisen, die Menschen sonst verschlossen bleiben. Das macht sie zu einem eigenen Besuchsthema neben Naturdenkmalen und historischer Architektur. Für 2026 sind sie täglich geöffnet: von Mai bis Oktober von 9:00 bis 17:00 Uhr und von November bis April von 10:00 bis 17:00 Uhr. Letzter Einlass ist um 16:30 Uhr. Da sich saisonale Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie die Angaben vor Ihrem Besuch.

Die Nationalparkwelten sind mit Bus und Bahn erreichbar. Vom Bahnhof beträgt die Gehzeit etwa 10 Minuten, von der Bushaltestelle „Mittersill Stadtplatz“ etwa 5 Minuten. Beide Zeiten sind Näherungswerte und beziehen sich auf unterschiedliche Ausgangspunkte. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Verbindungen; so können Sie die Besuchsplanung an Ihre gewählte Anfahrt anpassen.

Weitere Reiseziele entdecken: Hütten, Saalbach-Hinterglemm, Wald Im Pinzgau, Saalfelden am Steinernen Meer, Embach, Igelsberg, Rain, Aufhausen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Zell am See (Pinzgau).

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