Kolsass – Ortsgeschichte und Rundwanderweg
Unterkünfte in Kolsass
Kolsass lässt sich für die Reiseplanung über zwei konkrete Themen einordnen: den Rundwanderweg zwischen Wattens und Kolsass und eine Ortsgeschichte, die von kirchlicher Entwicklung und Bergbau geprägt ist. Wenn Sie eine Unterkunft in Kolsass suchen, können diese Schwerpunkte dabei helfen, den Aufenthalt nach den eigenen Interessen auszurichten. Der Ort verbindet eine beschriebene Wegstrecke mit einer Geschichte, deren Stationen sich über viele Jahrhunderte erstrecken.
Wandern zwischen Wattens und Kolsass
Der Rundwanderweg zwischen Wattens und Kolsass führt durch Wiesen und Wald zur Lourdeskapelle in Merans; zurück verläuft die Strecke über den Archenwald. Die Abfolge gibt der Tour ein klar benanntes Ziel und einen eigenen Rückweg. Für Ihre Planung lohnt es sich, beide Abschnitte mitzudenken, statt nur die Kapelle als Endpunkt zu betrachten. Da sich Streckendetails ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Verlauf.
Kirchliche Geschichte und Bauentwicklung
Die katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung am Kirchplatz 3 ist per Verordnung denkmalgeschützt. Die Pfarre Kolsass wurde 788 zur Mutterpfarre erhoben; ein Pfarrer in Kolsass ist erstmals 1233 urkundlich erwähnt. Die Jahreszahlen bezeichnen verschiedene Schritte: 788 steht für die Erhebung der Pfarre, 1233 für die erste urkundliche Erwähnung eines Pfarrers.
Der romanische Kirchenbau wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Stil umgebaut. Im 17. Jahrhundert wurde das Langhaus vergrößert. So lässt sich die Baugeschichte als Folge unterschiedlicher Veränderungen einordnen: Zuerst änderte sich der Stil des Kirchenbaus, später wurde ein bestimmter Gebäudeteil erweitert. Zusammen mit den frühen Daten zur Pfarre entsteht eine Chronologie, die kirchliche Entwicklung und Baugeschichte unterscheidet.
Bergbau in der Geschichte von Kolsass
Über mehrere Jahrhunderte war der Bergbau neben der Landwirtschaft eine wichtige Erwerbsquelle in Kolsass, besonders im Weiler Mühlbach. In Schmelzhütten wurde vom 14. bis ins 16. Jahrhundert Eisenerz verarbeitet; Gold wurde im 16. und 18. Jahrhundert gewaschen. Die zeitlichen Angaben unterscheiden länger andauernde Erzverarbeitung von den zwei genannten Jahrhunderten des Goldwaschens. Gemeinsam ordnen sie den Bergbau als wichtigen Teil der historischen Erwerbsquellen des Ortes ein.
Denkmalgeschützte Objekte im Gemeindegebiet
Im Gemeindegebiet gibt es derzeit sechs denkmalgeschützte Objekte. Dazu gehören die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung, das Wandbild am Verbindungsgang zwischen Volksschule und Kindergarten, der Friedhof und die Friedhofskapelle am Kirchplatz 3, ein Bildstock am Fiechterweg 4 sowie ein Wegkreuz in der Nähe des Kirchplatzes 3. Die genannten Objekte sind per Verordnung geschützt.
Die geschützten Zeugnisse umfassen damit nicht allein die Pfarrkirche: Auch Friedhof und Kapelle, ein Wandbild, ein Bildstock und ein Wegkreuz gehören dazu. Für die Orientierung in der Ortsgeschichte bietet sich so mehr als ein einzelner Blickwinkel. Kirchliche Baugeschichte, Erinnerungsorte und weitere denkmalgeschützte Objekte lassen sich als unterschiedliche Aspekte des kulturellen Erbes von Kolsass einordnen.
Der Innradweg im Sommer
Eine weitere Möglichkeit, Kolsass in die Tagesplanung einzubeziehen, bietet der Innradweg Tiroler Unterland. Er verläuft am Dorf Kolsass vorbei; im Sommer führt die Route von Kolsass bis nach Innsbruck, das 20 km entfernt liegt. Im Unterschied zum Rundwanderweg mit der Lourdeskapelle als benanntem Ziel stehen hier die sommerliche Radroute und die Richtung nach Innsbruck im Vordergrund. So lassen sich Wandern und Radfahren als zwei verschiedene Wegthemen für einen Aufenthalt unterscheiden.
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