Völs zwischen Kultur und Natur
Unterkünfte in Völs
Völs verbindet historische Kirchen und lokale Kultur mit Orten für Freizeit und Natur. Die einzelnen Themen setzen unterschiedliche Akzente: Manche erzählen von Jahrhunderten kirchlicher Geschichte, andere sind durch Becken, eine terrassierte Anlage oder ein Feuchtbiotop geprägt.
Museum und Kirchen mit eigener Geschichte
Das Museum Thurnfels ist im historischen Gemeindehaus untergebracht, dem früheren Ansitz Thurnfels, auch Turm zu Völs genannt. Damit ist das Museum mit einem Bau verbunden, der selbst zur Ortsgeschichte gehört. Die Blasiuskirche wiederum ist heute ein Wahrzeichen von Völs. Sie wurde erstmals 1286 erwähnt und war bereits im 15. Jahrhundert ein beliebter Wallfahrtsort. Ein Kreuzweg, der nahe dem Dorfplatz beginnt, führt zur Kirche.
Auch die übrigen Kirchen setzen eigene historische und künstlerische Schwerpunkte. In der Alten Pfarrkirche sind Fragmente gotischer Freskomalerei erhalten, die das Jüngste Gericht zeigen. Die Emmauskirche entstand 1966/67 als neues Kirchenzentrum für die Gemeinde Völs nach Plänen des Architekten Josef Lackner. Zu ihrer Ausstattung gehört die große Krippe im orientalischen Stil: Der örtliche Verband der Krippenfreunde baute sie 1997 in mehr als 1.000 Arbeitsstunden. Als saisonale Besonderheit steht sie für einen anderen Zugang zur Ortskultur als die Fresken und historischen Kirchen.
In der Kapelle des heiligen Nepomuk befindet sich eine künstlerisch wertvolle Figur des Heiligen in einer spitzbogigen Nische. Sie wird auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts geschätzt. Der Völser Bacchus gilt derzeit als einziges erhaltenes Stück dieser Art auf Tiroler Boden. Eine weitere Verbindung von Ort und Geschichte ist die Kreuzgruppe am Pestfriedhof: Sie liegt nördlich des alten Dorfkerns nahe der Bahn in der Kranebitter Straße, wird auf die Mitte des 17. Jahrhunderts datiert und erinnert an die Pest von 1637, durch die Völs fast völlig entvölkert wurde.
Freizeit am Wasser und Natur am Teich
Das Freischwimmbad „Völser Badl“ liegt unterhalb des Blasiusberges auf einem 12.000 m² großen, terrassierten Hang. Zu den Einrichtungen zählen ein wettkampffähiges Sportbecken, ein angrenzendes Lehrschwimmbecken und ein Kinderbereich mit großzügig angelegtem Spielebach. Das Schwimmbadcafé verfügt über eine Aussichtsterrasse mit Panoramablick. Diese Kombination aus verschiedenen Becken und Terrassen unterscheidet das Badl in seiner Beschreibung deutlich von einem einfachen Gewässer in der Landschaft.
Der Völser Teich ist eine andere Art von Ort: Die 3.700 m² große Erholungslandschaft hat eine maximale Tiefe von 1,3 Metern und ist zugleich ein Feuchtbiotop. Zu den dort vorkommenden schützenswerten Tierarten zählen Erdkröte, Grasfrosch und Laubfrosch sowie die Wechselkröte; außerdem gibt es 11 Libellenarten. Für die Reiseplanung lohnt es sich, diese beiden Themen auseinanderzuhalten: Das Badl ist als Freischwimmbad mit konkreten Becken beschrieben, während beim Teich seine Erholungslandschaft und sein Lebensraum im Vordergrund stehen.
Wanderumgebung und saisonale Besonderheiten
Völs eignet sich aufgrund seiner zentralen Lage als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen in der Umgebung und im nahegelegenen Karwendelgebirge. Damit ergänzt die Wanderumgebung die Ortsgeschichte und die beschriebenen Freizeitorte um eine weitere Möglichkeit, den Aufenthalt zu gestalten. Im Winter wird außerdem ein Teil des Kunstrasenplatzes am Sportplatz von Völs künstlich vereist. Diese saisonale Besonderheit steht neben den ganz anderen, dauerhaft beschriebenen Themen wie Kirchen, Fresken und dem Feuchtbiotop.
Ob Sie bei Ihrer Reise eher Kultur, Wasser und Natur oder eine Mischung daraus gewichten möchten: Die genannten Orte bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Planung. Historische Daten, konkrete Ausstattungsmerkmale und Naturbeschreibungen helfen dabei, die Schwerpunkte zu vergleichen, ohne sie zu einem einzigen Ausflugsziel zusammenzufassen.
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