Schlitters: Radweg, See und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Schlitters
Schlitters lässt sich über mehrere konkrete Blickwinkel kennenlernen: den Zillertaler Radweg am Schlitterer See, die Geschichte rund um Pfarrkirche und Kapelle sowie Naturziele wie den Schlitterer Wasserfall. Hinzu kommt der historische Abbau von Silber, Kupfer und Mineralfarben. Diese Schwerpunkte helfen Ihnen, den Ort für einen Aufenthalt nach den eigenen Interessen einzuordnen.
Radweg und Schlitterer See
Der Zillertaler Radweg verläuft direkt am Schlitterer See, umfährt jedoch den Ort Schlitters. Die beiden Angaben beschreiben unterschiedliche Beziehungen: Die Strecke liegt unmittelbar am See, führt aber nicht durch den Ort. Wenn Sie Ausflüge planen, ist dieser Unterschied hilfreich, damit Sie den See und einen Besuch in Schlitters nicht automatisch als dieselbe Wegführung verstehen. Der Radweg ist wegen seines nahezu ebenen Verlaufs besonders familienfreundlich. Für Familien, die eine Radtour erwägen, bieten Streckencharakter und Lage am See konkrete Anhaltspunkte.
Der Schlitterer See entstand aus einem im 16. Jahrhundert angelegten Fischteich und hat eine Gesamtfläche von 22.000 m². Seine Entstehung gibt dem Gewässer einen historischen Bezug; die Flächenangabe beschreibt seine Größe. Zusammen mit dem Radweg, der direkt am See verläuft, bildet das Gewässer einen markanten lokalen Bezugspunkt für eine Beschäftigung mit Radfahren und Ortsgeschichte.
Im Zusammenhang mit dem Zillertalradweg bietet die Zillertalbahn Fahrradtransport an. Wenn Sie Rad und Bahn in Ihre Tourenplanung einbeziehen möchten, können Sie diesen Fahrradtransport berücksichtigen. So gehört neben dem Streckenverlauf auch die Möglichkeit des Fahrradtransports zu den konkreten Aspekten des Radfahrens rund um Schlitters.
Pfarrkirche, Kapelle und historische Spuren
Die heutige Pfarrkirche Schlitters wurde 1330 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ist gotisch und wurde 1740 barockisiert. Die beiden Jahreszahlen stehen für unterschiedliche historische Angaben: 1330 bezeichnet die erste urkundliche Erwähnung, 1740 die spätere Barockisierung. So lässt sich die Überlieferung der Kirche von der baulichen Veränderung unterscheiden.
Archäologische Funde belegen eindeutig eine römerzeitliche Besiedlung im unmittelbaren Nahbereich der heutigen Pfarrkirche. Diese Siedlungsspuren ergänzen die spätere urkundliche und kirchliche Geschichte um einen früheren historischen Bezug. Dabei liegen die Funde im unmittelbaren Nahbereich der Kirche; sie sind nicht mit dem Datum ihrer ersten urkundlichen Erwähnung gleichzusetzen.
In Schlitters steht außerdem die denkmalgeschützte Kapelle hl. Maria, auch Margreiterkapelle genannt. Sie ist ein eigener Bezugspunkt neben der Pfarrkirche: Name und Denkmalschutz kennzeichnen ein weiteres Bauwerk der Ortsgeschichte. Wer sich für historische Bauwerke interessiert, findet damit in Schlitters mehr als einen einzelnen kirchlichen Bezug.
Bergbau und Wasserfall
Auch die frühere Rohstoffgewinnung gehört zur Ortsgeschichte. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert wurden in Schlitters Silber, Kupfer sowie Mineralfarben aus Malachit und Azurit abgebaut. Neben den Metallen gehörten also auch Mineralfarben zu den abgebauten Materialien. Dieser wirtschaftliche Aspekt ergänzt die Baugeschichte und die archäologischen Siedlungsspuren um eine weitere Perspektive auf die Vergangenheit des Ortes.
Als Naturziel kommt der Schlitterer Wasserfall hinzu. Er befindet sich am Ende des Öxlbachtales und stürzt in mehreren Stufen über die Felsen. Eine Wanderung zum Wasserfall dauert 45 Minuten. Damit bietet der Wasserfall einen eigenen Schwerpunkt neben dem Radweg am See und den historischen Themen rund um die Pfarrkirche und den Bergbau.
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