Dornbirn zwischen Schluchten, Museen und historischen Routen
Unterkünfte in Bezirk Dornbirn
Sie können Dornbirn sehr unterschiedlich entdecken: auf einem Weg durch die Rappenlochschlucht, entlang von Stationen zur Stadt- und Industriegeschichte oder mit Ausflügen zu Museen in Hohenems und Lustenau. Für die Planung Ihres Aufenthalts ist vor allem der Unterschied zwischen alpinem Naturraum, flachen Radrouten und dicht erzählten Kulturangeboten interessant. So lässt sich eine Unterkunft in Dornbirn mit verschiedenen Tagesplänen verbinden, ohne die Region auf nur eine Erlebnisart zu reduzieren.
File:Karrenseilbahn Bergstation-Restaurant Dornbirn 1.JPG
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Naturraum und Wanderwege
Die Rappenlochschlucht bietet einen deutlich alpinen Charakter. Der Steig ist stellenweise direkt an der Felswand befestigt. Sichtbare Gesteinsfaltungen und Versteinerungen machen dabei die geologische Geschichte des Naturraums erlebbar. Die Wanderung führt durch die Rappenlochschlucht bis zum Staufensee, umrundet den See und kehrt anschließend auf demselben Weg zum Ausgangspunkt zurück. Dadurch bleibt der Rückweg Teil derselben Tour und sollte bei der Tagesplanung berücksichtigt werden.
Entlang der Runde durch die Rappenlochschlucht liegt am Südufer des Staufensees das historische Laufkraftwerk Ebensand. Es ist seit 1899 in Betrieb. Wer den Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln beginnen möchte, kann die Landbus-Linie 177 vom Bahnhof Dornbirn zur Haltestelle Dornbirn Gütle nehmen. Von dort ist der Einstieg in die Rappenlochschlucht zu Fuß in etwa zehn Minuten erreichbar. Die Angabe ist als ungefähre Gehzeit zu verstehen.
Wichtig für die saisonale Planung: Die Rappen- und Alplochschluchten sind in den Wintermonaten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Schluchtenroute ist daher kein ganzjährig gleicher Ausflugspunkt. Als naturräumliche Ergänzung stehen in Hohenems die Gebiete Schlossberg und Glopper. Sie stehen wegen ihrer weitgehenden Natürlichkeit sowie ihres hohen landschaftlichen und naturräumlichen Werts unter Schutz.
Stadtgeschichte zum Gehen
Dornbirns Geschichte lässt sich auch in Etappen erkunden. Der Rundweg „Stadtspuren. Industrie und Wandel“ erzählt an 15 Stationen vom industriellen Aufstieg und Niedergang sowie von Kontinuitäten und Brüchen in Dornbirn. Die Route kann auch in einzelnen begehbaren Abschnitten erkundet werden, darunter zwischen inatura und Sägen sowie zwischen Karrenseilbahn und Gütle. Damit können Sie die historische Perspektive mit unterschiedlichen Wegabschnitten verbinden, statt den gesamten Rundweg an einem Stück einzuplanen.
Das Stadtmuseum Dornbirn ist in einem 200 Jahre alten Patrizierhaus direkt am Marktplatz untergebracht. Auf drei Stockwerken zeigen ausgewählte Objekte und Kunstwerke wichtige Kapitel der Stadtgeschichte sowie das Alltagsleben Dornbirns als zentralem Wirtschaftsstandort im Rheintal. Einen anderen Zugang zur regionalen Natur bietet die inatura – Erlebnis Naturschau Dornbirn. Interaktive Experimente, Anschauungsobjekte, Filme und Bilder vermitteln die für Vorarlberg typischen Lebensräume Gebirge, Wald und Wasser sowie den menschlichen Körper.
Am Berg gehört die Karren-Kante zu den markanten Aussichtselementen: Der gläserne Steg ist 12 Meter lang, bietet Rundumblick und liegt an der Bergstation der Karrenseilbahn. Die Route „Stadtspuren. Industrie und Wandel“ umfasst außerdem den begehbaren Abschnitt zwischen Karrenseilbahn und Gütle.
Museen in Dornbirn und Hohenems
Das FLATZ Museum – Zentrum für Photographie zeigt wechselnde Ausstellungen mit dem Schwerpunkt Fotokunst, die von internationalen Gastkuratoren konzipiert werden. Zum Programm gehören außerdem Lesungen, Vortragsreihen, Diskussionen und Performances. Das Angebot richtet sich damit nicht nur an Besucher, die eine Ausstellung betrachten möchten, sondern auch an Interessierte an Gesprächen und Veranstaltungen rund um Fotografie.
In Hohenems erinnert das Jüdische Museum Hohenems an die Jüdische Gemeinde Hohenems. Das Museum zeigt eine Dauer- sowie eine wechselnde Ausstellung zur jüdischen Gegenwart. Ebenfalls in Hohenems befindet sich das Schubertiade-Museum. Es ist in einem Haus aus dem Jahr 1659 untergebracht und zeigt, wie die Nachwelt das Werk Schuberts bewahrt.
Im österreichisch-schweizerischen Museum Rhein-Schauen wird die Geschichte des Rheins mit seinen Hochwässern und Überschwemmungen vermittelt. In Dornbirn widmet sich die Museum Mohrenbräu Biererlebniswelt auf mehr als 700 Quadratmetern und vier Etagen der Geschichte des Brauhandwerks. Das interaktive und multimediale Erlebnis wird durch eine vollständig erhaltene historische Brauanlage der Satteinser Gasthausbrauerei Schäfle aus dem 19. Jahrhundert geprägt. Diese Anlage war bis 1917 in Betrieb.
Flache Radrouten und regionale Geschichte
Für Fahrradtage bietet die Strecke von Gaißau am Alten Rhein über Lustenau nach Dornbirn eine andere topografische Erfahrung als die Schluchtenwege. Sie ist überwiegend flach und technisch leicht. Die Strecke eignet sich für Trekkingräder, Gravelbikes, alltagstaugliche Fahrräder und E-Bikes. Diese Einordnung erleichtert die Auswahl des eigenen Rads, sagt aber nichts über aktuelle Bedingungen oder einzelne Öffnungen entlang der Strecke aus.
In Lustenau verbindet der Historische Radrundweg 13 Stationen, die verschiedene Aspekte der Geschichte Lustenaus behandeln. Ergänzend führen 17 Schautafeln von den Anfängen der Besiedelung bis ins 20. Jahrhundert. Sie machen auf erhaltene historische Bauten sowie auf Veränderungen in den Gemeindestrukturen aufmerksam. Wer beim Radfahren einen klaren historischen Schwerpunkt sucht, kann dadurch Landschaft und Ortsgeschichte miteinander verbinden.
Für die weitere Ortsorientierung können Sie die Ziele Dornbirn, Lustenau und Hohenems einzeln aufrufen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vorarlberg.
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