Čakanovce – Naturdenkmal, Geologie und Geschichte
Unterkünfte in Čakanovce
File:Čakanovce - Kostol sv. Alžbety (1).jpg
Foto: Ladislav Luppa via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Čakanovce liegt im westlichen Teil der Cerová vrchovina im Tal eines Zuflusses der Belina. Die Gemeinde verbindet eine vielschichtige Landschaft mit geologischen Aufschlüssen, einem Lehrpfad und historischen Zeugnissen, die bis ins Mittelalter zurückreichen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Čakanovský profil, an dem Naturgeschichte und Landschaft unmittelbar zusammengehören.
Natur
Das Naturdenkmal Čakanovský profil steht seit 1990 unter Schutz und umfasst 0,69 Hektar. Der Aufschluss zeigt Sedimente eines sich zurückziehenden Meeres des Untermiözäns. Danach entstanden terrestrische See- und Flusssedimente, sodass sich an dieser Stelle verschiedene Abschnitte der geologischen Entwicklung ablesen lassen. Im oberen Teil des Čakanovský profil befindet sich außerdem ein Braunkohleflöz, das in einem Sumpfmilieu entstand.
Auch der geologische Untergrund des Gemeindegebiets ist abwechslungsreich. Jungtertiäre tufitische Sandsteine, die durch Erosionsrinnen gegliedert sind, bilden seine Grundlage. Stellenweise treten erodierte Reste von Basalt und Andesit zutage. Am Čakanovský profil wurden bedeutende paläontologische Funde gemacht, darunter marine Muscheln. Die geologischen Formen und Fossilien verweisen damit auf unterschiedliche Landschaften und Lebensräume, die in der Vergangenheit an diesem Ort bestanden.
Die Landschaft im Gemeindegebiet ist weitgehend entwaldet und reicht vom Hügelland bis zum Bergland. Erhaltene Bestände aus Eichen und Akazien sind vorhanden und ergänzen das offene Landschaftsbild um bewaldete Bereiche.
Wege und Aufschlüsse
Zum Čakanovský profil gehört ein 1,3 km langer Lehrpfad. Von Čakanovce aus ist der Profilbereich über einen Feldweg erreichbar. Die ersten Abschnitte – die untere Sandgrube, der Straßeneinschnitt und die Kiesgrube – sind gut aufgeschlossen und damit deutlich freigelegt. Das Umfeld des Stollens Iboľa am Čakanovský profil ist dagegen stark überwachsen und schwer zugänglich. Innerhalb des Profils wechseln somit gut aufgeschlossene Bereiche mit einem Abschnitt, dessen Umgebung durch dichte Vegetation und erschwerten Zugang gekennzeichnet ist.
Kultur und Geschichte
In Čakanovce steht die römisch-katholische barocke Kirche der heiligen Elisabeth aus dem Jahr 1778. Eine klassizistische Wegkapelle aus dem frühen 19. Jahrhundert befindet sich ebenfalls in der Gemeinde. Die Ortsgeschichte ist bereits seit 1439 schriftlich belegt; damals wurde Čakanovce unter dem Namen Chakanbaza erwähnt.
Während der Kriege im 17. Jahrhundert verfiel Čakanovce. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Ort als Adelssiedlung wiederhergestellt. Von 1554 bis 1594 war Čakanovce von den Türken besetzt und dem Sandschak Sečany eingegliedert. Diese zeitlich unterschiedlichen Stationen geben der Ortsgeschichte eine klar erkennbare Abfolge zwischen mittelalterlicher Erwähnung, Besatzungszeit, Verfall und späterer Wiederherstellung.
Im Außenbereich der Gemeinde Čakanovce ist außerdem eine archäologische Fundstelle mit einem Bronzedepot verzeichnet. Zusammen mit der barocken Kirche, der klassizistischen Wegkapelle und den historischen Ortsnamen ergänzt dieser Fund die naturkundlichen Zeugnisse des Čakanovský profil um eine archäologische Dimension.
Wenn Sie von Čakanovce aus weitere Ortsseiten aufrufen möchten, finden Sie hier Dobroč, Šiatorská Bukovinka, Píla, Kotmanová.
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