Šentrupert zwischen Gotik, Wegen und ländlichem Erbe
Unterkünfte in Šentrupert
Šentrupert erschließt sich über eindrucksvolle Kirchen, historische Anlagen, begehbare Wege und Zeugnisse des ländlichen Lebens. Zwischen gotischer Sakralarchitektur, barocken Bauformen und dem Freilichtmuseum Dežela kozolcev entsteht ein vielseitiges Bild der Gegend, das sich durch konkrete Orte und gut erhaltene Details vermittelt.
Kultur und Geschichte
Die Cerkev sv. Ruperta zählt zu den herausragenden Beispielen der gotischen Baugeschichte der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Inneren bewahrt sie Reste mittelalterlicher Fresken sowie eine gotisch-sezessionistische Ornamentik von Koželj aus dem Jahr 1897. Eine weitere historische Station ist die Cerkev sv. Frančiška Ksaverija auf der Vesela Gora. Sie wurde 1735 geweiht, besitzt einen achteckigen Zentralbau und diagonal gedrehte Glockentürme. Im Jahr 1760 wurde sie von Anton Tušek aus Škofja Loka mit Fresken ausgemalt.
Zum geistlich geprägten Kulturerbe gehört außerdem der 1730 errichtete Kreuzweg in Šentrupert. Bestandteil der Anlage ist eine 1749 nach dem Vorbild des Heiligen Grabes in Palästina errichtete Kapelle des Heiligen Grabes. In Viher ist die Cerkev sv. Duha seit 1275 urkundlich belegt; sie bewahrt ein halbrundes romanisches Portal. Das Sanktuarium und der Triumphbogen dieser Kirche sind mit Fresken aus der Zeit von 1500 bis 1510 geschmückt.
Auch Grad Škrljevo reicht weit in die Geschichte zurück und wurde erstmals 1043 erwähnt. Die Anlage besitzt einen romanischen Kern, der später in der Gotik teilweise umgebaut und im Barock ergänzt wurde. Damit stehen an mehreren Orten unterschiedliche Bauphasen nebeneinander, ohne dass ihre jeweiligen Merkmale ineinanderfallen.
Wege und Freilichtmuseum
Dežela kozolcev ist ein Freilichtmuseum mit 19 verschiedenen Trockengestellen. Diese stammen aus dem Mirna-Tal, mit Ausnahme eines Gestells aus der Umgebung von Ivančna Gorica. Das Museum Dežela kozolcev erstreckt sich über 2,5 ha gestaltete Flächen und verfügt über ein 1 km langes Netz an Spazierwegen. Fachkundige Führungen und Präsentationen widmen sich der historischen Entwicklung und der Herstellung von Heuracks.
Ein anderes Verhältnis von Strecke und Landschaft zeigt der Steklasova-Wanderweg. Er ist 20 km lang und kann in zwei Abschnitten in beide Richtungen begangen werden. Der Weg führt vom Platz vor der Cerkev sv. Ruperta zur Vesela Gora auf 324 m. Dort befinden sich die barocke Cerkev sv. Frančiška Ksaverija und die Barbova graščina. Die Kirchen- und Wegestationen verbinden dabei die genannten Bauwerke mit einer klar nachvollziehbaren Route.
Ländliches Erbe
In der Umgebung von Šentrupert zeigt die Kurent-Familiensammlung auf dem Gehöft Janezkova landwirtschaftliche Geräte, die die Feldarbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts veranschaulichen. Besucher können die von der Kurent-Familiensammlung ausgestellten Geräte besichtigen, studieren und auch ausprobieren. Im Weinkeller der Familie Kurent bewahrt außerdem eine schwarze Küche ein weiteres Element der historischen Hofkultur.
Nachtwanderung und Wein
Oberhalb des Dorfes Šentrupert führt eine Vollmond-Nachtwanderung zum Nebesa. Oberhalb von Šentrupert werden bei dieser Nebesa-Wanderung lokale Speisen und Getränke serviert. Einen eigenen Termin setzt die für den 5. Juni 2026 angekündigte traditionelle Veranstaltung Cviček Šentrupert. Dort werden Weine örtlicher Winzer verkostet.
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