Magyarpolány – Kalvarienberg, Kirche und Passionsspiel
Unterkünfte in Magyarpolány
Im übergeordneten Reiseziel Plattensee - Nord verfügt die SkiArena Vibe Park in Eplény über 16 Pisten und ein Pistensystem von insgesamt 7.984 Metern. Magyarpolány hat ein anderes, kulturell-architektonisches Profil: Kalvarienberg, Szent László-Kirche und historische Petőfi-Straße sind markante Orientierungspunkte des Ortes. Wenn Sie eine Unterkunft wählen, können Sie das konkrete Ortsprofil und die regionale Skioption als getrennte Gesichtspunkte betrachten.
File:Tájház, 2013-ban. - Veszprém megye, Magyarpolány.jpg
Foto: Erikpapa via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kalvarienberg und Via Calvaria
Auf dem Hügel neben der Kirche zeigt die Kalvarienberg-Skulpturengruppe annähernd lebensgroße Figuren an fünf Stationen. Die schwäbischen Brüder Listner schufen sie 1780. Auf dem Gipfel des Kalvarienbergs steht eine Kapelle, die der Schmerzensmutter gewidmet ist. Der Kalvarienberg gehört zum kulturellen, natürlichen und architektonischen Erbe der Via Calvaria.
Die Via Calvaria ist ein sich entwickelnder Wanderweg, der die Kalvarienberge von 14 Städten und Dörfern verbindet; ein Standort befindet sich in Magyarpolány. So stehen die Skulpturengruppe und die Kapelle für konkrete Elemente des Ortes, während der Wanderweg einen Zusammenhang über mehrere Orte hinweg herstellt. Diese beiden Ebenen lassen sich bei der Orientierung auseinanderhalten, ohne die lokale Geschichte mit dem größeren Wegverlauf gleichzusetzen.
Szent László-Kirche: Baugeschichte und Altäre
Die Szent László-Kirche in Magyarpolány wurde zwischen 1761 und 1773 erbaut. Auftraggeber war Abt Konstantin Haschke aus Heinrichau, gemeinsam mit dem Meister János Hoffpaur aus Zirc. Die Kirche ist ein besonders geschütztes Baudenkmal und eine Barockkirche. Sie besitzt einen Hauptaltar sowie zwei Seitenaltäre im Copf-Stil. Bauzeit und Ausstattung bieten unterschiedliche Anhaltspunkte: Die Jahreszahlen ordnen die Errichtung ein, während der Copf-Stil die beiden Seitenaltäre kennzeichnet.
Petőfi-Straße und Tájház
Die historische Petőfi-Straße ist für ihre Bauernhäuser mit Veranden bekannt. Dort befindet sich das Magyarpolányi Tájház in einem traditionellen Steinhaus. Für die Einordnung der örtlichen Architektur sind das Haus des Tájház und die für die Straße charakteristischen Verandenhäuser zwei eigene Bezugspunkte. Im Tájház umfasst die Sammlung Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände aus dem traditionellen bäuerlichen Leben sowie typische Stücke der Volkstracht. Klären Sie vor einem Besuch die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
In den übrigen Räumen desselben Gebäudes befinden sich außerdem ein Künstlerhaus und eine Kunstschule. Für traditionelle Häuser allgemein wird die Küche als zentraler Raum beschrieben: Der Rauch des Ofens zog durch einen offenen Rauchabzug ab; von der Küche gingen Speisekammer und gute Stube ab. Diese Raumfolge macht die zentrale Stellung der Küche in der beschriebenen Hausordnung nachvollziehbar, ohne sie allein dem Gebäude des Tájház zuzuschreiben.
Passionsspiel und saisonale Kunst
Das Magyarpolányer Passionsspiel wird seit 1993 als Freiluftaufführung von Einwohnern des Dorfes und Mitgliedern der örtlichen Gemeinschaft inszeniert. Damit verbindet die Tradition ihre Aufführungsform im Freien mit der Beteiligung der örtlichen Gemeinschaft.
In den Sommermonaten können Interessierte mit Unterstützung fachkundiger Meister verschiedene Kunstformen kennenlernen. Das Angebot ist saisonal; erkundigen Sie sich vorab nach der aktuellen Verfügbarkeit.
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