Lonsee entdecken
Unterkünfte in Lonsee
Lonsee liegt auf der Schwäbischen Alb, zwischen Wacholderheiden und Waldflächen, am Beginn des Lonetals. Der Lonesee, Aussichtspunkte und Zeugnisse aus verschiedenen Epochen geben dem Ort unterschiedliche Seiten. Wenn Sie eine Unterkunft in Lonsee suchen, können diese Themen eine Orientierung dafür bieten, was Sie während Ihres Aufenthalts näher kennenlernen möchten.
File:Lonsee Ansicht vom Hörnenweg II 2020 03 08.jpg
Foto: Andreas F. Borchert via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Lonesee und Landschaft
Den Lonesee gibt es seit 1978. Solche Wasserflächen sind auf der Schwäbischen Alb selten; besonders Wasservögel nutzen den See. Auch eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt hat sich hier angesiedelt. Ein Erlebnispfad am Lonesee macht das Element Wasser zum Thema und sensibilisiert für den empfindlichen Lebensraum. Die Uferlandschaft lässt sich so nicht nur als Aussicht, sondern auch als Lebensraum betrachten.
Der See wurde 2014 mit einem Damm und einer Insel umfassend saniert, um den Wasserhaushalt zu schützen. Der Zulauf der Lone in den Lonesee wird über ein Wasserrad geleitet. Diese baulichen Elemente geben dem Wasserlauf eine sichtbare Form. Wer sich für die Landschaft interessiert, kann den Blick damit vom See selbst auf seine Gestaltung und den Zufluss richten.
Zur Umgebung gehören Wacholderheiden und Waldflächen. Auf den Wacholderheiden bei Lonsee blühen Küchenschellen im April bei Sonnenschein in voller Blüte; die Blüte ist also an Jahreszeit und Wetter gebunden. Der Salachberg ist ein Aussichtspunkt mit Blick auf Lonsee und die Umgebung. Für Ihre Auswahl der Reisezeit sind diese Naturbezüge ein anderer Anknüpfungspunkt als die Ortsgeschichte.
Quellgebiet und Spuren der Vergangenheit
In Urspring entspringt die Lone auf 562 Metern über NN aus einem Quelltopf. Er ist sechs Meter tief und hat einen Durchmesser von zehn Metern. Die Angaben machen die Quelle zu einem konkreten Bezugspunkt für das Tal, an dessen Beginn Lonsee liegt. So verbindet der Fluss die Landschaftsbeschreibung des Ortes mit einem benannten Ursprung.
Auch der Römerweg erschließt einen Blick in die Vergangenheit. Er beginnt am Rathaus im Ortskern von Lonsee. Das Römerkastell „Ad Lunam“ ist in der Landschaft nur noch an der viereckigen Anordnung der Heckenstreifen zu erkennen; ein Hinweisschild beschreibt die römische Anlage. Datiert wird das Kastell auf die Zeit von 81 bis 160 n. Chr. Der heutige Eindruck entsteht damit aus den noch erkennbaren Heckenformen und der Erläuterung vor Ort.
Zur Ortsgeschichte gehört außerdem die evangelische Chorturmkirche St. Maria, die Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. An ihrer Nord-, Ost- und Südwand hängen Ölgemälde der zwölf Apostel von Christoph Nikolaus Kleemann. Die auf Holz gemalten Bilder messen jeweils 77 × 68 Zentimeter. Ein weiteres markantes Werk ist die Holzskulptur „Steinzeitmensch am Lonesee“: Sie ist 17 Tonnen schwer und sechs Meter hoch.
Weitere Themen im Alb-Donau-Kreis
Im Alb-Donau-Kreis gibt es außerdem weitere Natur- und Kulturangebote. Die 20 Rundwege „Eiszeitpfade“ sind sechs bis 14 Kilometer lang und für Tageswanderungen geeignet. Daneben gibt es die familienfreundlichen „Eiszeitspuren“ mit Längen von einem bis sechs Kilometern sowie den Besinnungsweg für Mehrtagestouren. Als Angebote des Alb-Donau-Kreises helfen diese unterschiedlichen Längen und Tourenformen dabei, die Art des geplanten Ausflugs einzuordnen.
Ebenfalls im Alb-Donau-Kreis liegt der Hohle Fels bei Schelklingen, eine UNESCO-Welterbe-Höhle. Dort wurden die „Venus vom Hohle Fels“ und die „Geierknochenflöte“ gefunden; beide sind etwa 42.500 Jahre alt. Der Fundort ergänzt die regionalen Kulturthemen um einen weit zurückreichenden Blick auf die Menschheitsgeschichte.
Die genannten Orte und Landschaften bieten verschiedene Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung: den See und seine Lebensräume, die Aussicht, die Quelllandschaft oder historische Zeugnisse.
Weitere Reiseziele entdecken: Laichingen, Blaustein, Westerheim, Börslingen, Erbach, Merklingen, Blaubeuren
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.