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Gomaringen im Wiesaztal: Schlossgeschichte und Wege

Unterkünfte in Gomaringen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Gomaringen liegt eingebettet im Wiesaztal und verbindet Ortsgeschichte mit Wegen zu Fuß und mit dem Rad. Im Schloss- und Gustav-Schwab-Museum geht es um das Schloss, das Leben und Arbeiten in Gomaringen im 18. und 19. Jahrhundert sowie um Gustav Schwab. Eine Wald- und Aussichtsrunde und eine Bachwanderung zur früheren Mühlennutzung der Wiesaz ergänzen diesen historischen Schwerpunkt um unterschiedliche Wege durch den Ort und seine Umgebung.

File:Wiesaz-Wasserfall Gomaringen.jpg File:Wiesaz-Wasserfall Gomaringen.jpg Foto: Friedi13 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schloss Gomaringen und Gustav Schwab

Das Schloss- und Gustav-Schwab-Museum wird seit 1998 von Mitgliedern des Geschichts- und Altertumsvereins Gomaringen e.V. im Schloss betrieben. Die Ausstellungsräume befinden sich im ältesten Teil des Schlosses, der aus dem 14. Jahrhundert stammt. Eine Dauerausstellung zeigt viele Details über das Leben und Arbeiten in Gomaringen im 18. und 19. Jahrhundert. Die Führung durch die Ausstellung „Lebenswelt in Gomaringen im 18. und 19. Jahrhundert“ vermittelt Wissenswertes über den beruflichen Alltag der Gomaringer.

Auch Gustav Schwabs Biografie ist eng mit dem Schloss verbunden: Er lebte und arbeitete während seiner Zeit in Gomaringen dort und war von 1837 bis 1841 Pfarrer und Seelsorger in Gomaringen. Das Schloss wurde noch bis 1993 als Pfarrhaus genutzt. Historische Schlossführungen behandeln die Geschichte des Gebäudes und seiner Schlossherren. In der Ausstellung zu Schwab können Besucher auf einer Karte Württembergs seinen Wanderungen folgen. Ein Touchscreen erschließt Reisebeschreibungen, Verse und historische Bilder zu seinen Reisestationen. So begegnen Ortsgeschichte, Schlossnutzung und Schwabs Reisen im Museum aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Geschichtsangebote für Kinder und Erwachsene

Das museumspädagogische Programm umfasst verschiedene Zugänge zur Vergangenheit. Die „Dorf-Ralley für Geschichtsdetektive“ richtet sich an Grundschüler der Klassen 2 bis 4 und führt durch Gomaringen auf der Suche nach Spuren der Vergangenheit. Zu den Aufgaben gehören Rätsel, Geheimcodes und versteckte Zeichen. Eine Bachwanderung widmet sich dagegen der früheren Nutzung der Wiesaz. Sie führt zu Überbleibseln früherer Mühlen; erläutert werden alte Mühlen, Mühlkanäle und die Anfänge der Stromgewinnung. Das eine Angebot setzt auf Spurensuche im Ort, das andere auf die Geschichte der Mühlennutzung.

Wald- und Aussichtsrunde und weitere Wege

Die Wald- und Aussichtsrunde ist ein gut 5 km langer, ausführlich ausgeschilderter Rundweg, der hauptsächlich durch schattigen Wald führt. Ihr geschlungener Pfad verläuft am mäandernden Erdmannsbach entlang. Die moderate Höhendifferenz beträgt 130 m. Als Startpunkte dienen der Parkplatz bei der Freizeitanlage Buchbach und der Parkplatz Kohlgrube. Länge, Höhenunterschied, Waldanteil und Verlauf geben konkrete Anhaltspunkte für die eigene Routenplanung. Das Gomaringer Rundwegenetz umfasst sechs Themenrundwege.

Die Bachwanderung und die Wald- und Aussichtsrunde unterscheiden sich vor allem durch ihren Schwerpunkt: Bei der Bachwanderung geht es um historische Mühlen und die Nutzung der Wiesaz, bei der ausgeschilderten Runde um den geschlungenen Weg durch den Wald und am Erdmannsbach. Wer die Wege einordnet, kann damit zwischen einem historisch ausgerichteten Thema und einer Runde mit beschriebenem Verlauf, Länge und Höhenunterschied unterscheiden.

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Radfahren und regionale Einordnung

Gomaringen ist eine Station am Literarischen Radweg Nr. 6. Die etwa 50 km lange Rundstrecke führt von Tübingen über Reutlingen und Pfullingen nach Gomaringen und zurück nach Tübingen. Damit steht neben den lokalen Rundwegen auch eine längere, über Gomaringen hinausführende Radroute im Blick. Ihre ungefähre Länge und die genannten Stationen geben eine regionale Orientierung; die Wald- und Aussichtsrunde ist demgegenüber als gut 5 km langer Rundweg beschrieben.

Im übergeordneten Reiseziel Tübingen

Der Landkreis Tübingen erstreckt sich zwischen dem wald- und tälerreichen Naturpark Schönbuch im Norden und dem Albtrauf im Süden. Neckar, Ammer und Steinlach haben das Schichtstufenland durchbrochen und einen vielfältig strukturierten Raum geschaffen. Zum Landschaftsbild des Landkreises gehören die bewaldeten Gebiete des Rammert und des Naturparks Schönbuch, Hochflächen mit weiten Ausblicken, Streuobstwiesen und Weinberge.

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