Hohenpeißenberg: Langlauf, Moorweg und Wallfahrtsensemble
Unterkünfte in Hohenpeißenberg
Hohenpeißenberg liegt am Fuß des 988 m hohen Hohen Peißenbergs. Ein Aufenthalt lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Schwerpunkte planen: die Filzloipe für Langlauf, Wege zu Moor- und Bergbauthemen sowie das historische Wallfahrtsensemble auf dem Berg. So können Sie eine winterliche Aktivität mit Landschaft und Ortsgeschichte verbinden.
Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf dem Hohen Peißenberg.
Foto: Renardo la vulpo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Langlauf auf der Filzloipe
Eine konkrete winterliche Aktivität ist die Filzloipe in Hohenpeißenberg. Sie ist etwa 7 km lang und wird für Skating und klassisches Langlaufen gespurt. Die beiden Techniken bieten Langläufern unterschiedliche Arten, sich auf der Loipe fortzubewegen. Die ungefähre Länge gibt eine Orientierung für den Streckenaufwand; da die Loipe saisonal ist und sich die Spurbedingungen ändern können, prüfen Sie den aktuellen Zustand am besten vor dem Start.
Wege zwischen Moor, Pilgerspuren und Bergbau
Auch die Wege unterscheiden sich nach ihrem Zweck. Der König-Ludwig-Wander- und Radweg sowie der Jakobsweg kreuzen Hohenpeißenberg. Der mehrtägige Pilger-Wanderweg Heilige Landschaft Pfaffenwinkel beginnt dagegen auf dem Hohen Peißenberg. Damit stehen Routen, die den Ort kreuzen, neben einem Pilgerweg mit Ausgangspunkt auf dem Berg. Bei der Auswahl können Sie sich daran orientieren, ob Sie eine durchführende Route oder den Beginn einer mehrtägigen Wanderung suchen.
Der Stollenweg ist ein Lehrpfad zu Bergbau, Geologie und Landschaft. Er führt von Peißenberg nach Hohenpeißenberg zu ehemaligen Stollen des Kohlebergbaus aus den Jahren 1837 bis 1971; 15 Informationstafeln begleiten den Weg. Hier stehen Bergbaugeschichte und geologische Themen im Mittelpunkt. Eine andere Landschaftsperspektive bietet der 6 km lange Themenweg Schwarzlaichmoor. Schautafeln führen durch das angrenzende Moorgebiet, und der Weg beginnt am Gasthof Hetten. Die beiden Themenwege setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: ehemalige Bergbaustollen auf der einen, Moorlandschaft auf der anderen Seite.
Wallfahrtskirche und historische Kunst
Das historische Wallfahrtsensemble auf dem Hohen Peißenberg umfasst die Wallfahrtskirche, die Gnadenkapelle und das Chorherrenhaus. In der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt sind eine Kanzel von 1619 und geschnitzte Emporenbrüstungen erhalten. Deren Schnitzarbeit gilt als Seltenheit der bayerischen Kirchenkunst.
Die Gnadenkapelle Unserer Lieben Frau besitzt ein spätgotisches Gnadenbild und eine Rokokoausstattung mit Goldverzierungen. Die geschnitzte Muttergottesfigur stammte aus einer Schlosskapelle in Schongau. Zusammen mit der Kanzel und den Emporenarbeiten geben die unterschiedlichen Kunstformen dem Ensemble mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung mit der örtlichen Wallfahrtsgeschichte.
Berglage und Wettergeschichte
Der Hohe Peißenberg ist mit 988 m der Berg, an dessen Fuß der Ort liegt. Auf dem Berg befindet sich außerdem das meteorologische Observatorium. Dort reichen die ununterbrochenen Wetteraufzeichnungen bis ins Jahr 1781 zurück. Das verbindet die Landschaft mit einer langen Geschichte der Wetterbeobachtung und ergänzt die religiösen und bergbaulichen Themen um einen wissenschaftlichen Aspekt.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.