Zum Inhalt

Siebenbach: Hohe Acht, Turm und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Siebenbach

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Siebenbach lässt sich über zwei Maßstäbe einordnen: Die Hohe Acht erhebt sich an seiner Gemarkungsgrenze, während Kapelle und Basaltbrunnen konkrete historische Bezugspunkte im Ort bilden. Zusammen zeigen sie, wie sich Naturraum und Baugeschichte als unterschiedliche Themen eines Aufenthalts lesen lassen. Für die Orientierung sind dabei die Landschaftshöhe, der Weg zum Turm und die Lage der örtlichen Bauwerke wichtige Anhaltspunkte.

Hohe Acht und Kaiser-Wilhelm-Turm

Die Hohe Acht ist ein 747 Meter hoher tertiärer Vulkan und der höchste Punkt der Eifel. Sie erhebt sich an der Gemarkungsgrenze von Siebenbach. Auf der Hohen Acht wurde der Kaiser-Wilhelm-Turm 1908/09 aus Bruchsteinen errichtet, anlässlich der Silberhochzeit von Kaiser Wilhelm II. und Auguste Viktoria. Der Turm ist etwas mehr als 16 Meter hoch. Damit treffen hier zwei verschiedene Maßstäbe aufeinander: Die Höhenangabe von 747 Metern gehört zur Hohen Acht, die etwas mehr als 16 Meter bezeichnen den Turm selbst. Seine Entstehungsgeschichte verbindet die örtliche Landschaft mit einem konkreten historischen Anlass.

Zum Kaiser-Wilhelm-Turm führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Waldweg mit einem ziemlich steilen Abschnitt. Mit ungefähr 1,5 Kilometern bleibt die Länge eine Näherung; auch der steile Teil gehört zur Einschätzung des Weges. Wer den Turm zu Fuß ansteuert, kann beide Aspekte bei der Zeit- und Kräfteplanung berücksichtigen.

Kapelle und Basaltbrunnen im Ort

Die Kapelle der Jungfrau Maria und Barbara steht in der Kirchstraße in Siebenbach. Der Bau ist ein neubarocker Saalbau mit Krüppelwalmdach und stammt aus dem Jahr 1912. Ein Saalbau ist durch einen als Saal angelegten Hauptraum geprägt; der Begriff Krüppelwalmdach bezeichnet ein Dach mit verkürztem Walm an den Giebelseiten. So stehen Bauform und Dachgestaltung als zwei klar unterscheidbare Merkmale nebeneinander.

In der Brückenstraße befindet sich der Basaltbrunnen neben der Kapelle. Er stammt aus dem Jahr 1860 und ist mit diesem Jahr bezeichnet. Die Jahresangaben 1860 und 1912 ordnen die beiden örtlichen Zeugnisse in unterschiedliche Zeitpunkte ein. Zugleich geben die Straßenangaben eine konkrete Orientierung: Die Kapelle steht in der Kirchstraße, der Brunnen in der Brückenstraße direkt neben ihr. Für die Einordnung Siebenbachs ergeben sich damit zwei verschiedene Blickwinkel: die historische Bauform der Kapelle und die Datierung des Basaltbrunnens.

Anzeige

Kultur im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz

Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz kommen weitere, eigenständige Kulturthemen hinzu. Die Genovevaburg in Mayen wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut. Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden dort moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem bietet die Hütte Führungen und kreative Workshops.

Die Abtei Sayn ergänzt diesen historischen Bogen: Sie wurde um 1200 gegründet, ihre Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien der Abtei aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. So stehen im übergeordneten Reiseziel mittelalterliche Burg- und Klostergeschichte neben dem industriellen Erbe der Sayner Hütte. Die örtlichen Bau- und Landschaftsmerkmale Siebenbachs setzen dazu einen eigenen Schwerpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Vordereifel, Arft, Kürrenberg, Baar, Nitztal, Welschenbach, Nachtsheim, Virneburg

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.