Vararo: Bergdorf, Rundweg und lokale Besonderheiten
Unterkünfte in Vararo
File:Monti Nudo La Teggia Pizzoni da Poggio Vararo.png
Foto: Pampuco via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Vararo ist ein auf 750 m Höhe gelegener Bergweiler von Cittiglio. Der Rundweg beginnt auf 725 m und führt von dort in die Höhenfolge der Tour.
Bergdorf und Val Buseggia
Der alte Ortskern bewahrt weitgehend seine ursprüngliche Architektur eines Bergdorfs. Cort di Ratt vermittelt eine alte Atmosphäre. In den Wiesen der Val Buseggia gibt es mehrere Vorkommen der seltenen Orchidee Ophrys apifera. Dieser Pflanzenfund ist an die Wiesen der Val Buseggia gebunden und nicht an den Ortskern. Bei der Ortsbesichtigung stehen damit sowohl die baulichen Formen des Bergdorfs als auch der eigenständige Wiesenbereich der Val Buseggia im Blick.
Route Pizzoni di Laveno
Die Route Pizzoni di Laveno führt zum Passo Barbè, der als panoramischer Gratpunkt gilt. Entlang dieser Route liegt der Rosengarten von Vararo, der dort einen Besuch wert ist. Ein Gratpunkt liegt am Verlauf eines Berggrats und bezeichnet damit eine bestimmte Lage innerhalb des Geländes. Für Wandernde lassen sich der Passo Barbè und der Rosengarten als zwei unterschiedliche Punkte der Route betrachten.
Rundweg mit Höhenpunkten
Der Rundweg von Vararo beginnt auf 725 m Höhe und führt zunächst in Richtung Monte Crocetta auf 1117 m. Anschließend verläuft er über eine Startzone für Gleitschirmflüge weiter zum Monte Nudo auf 1235 m. Die Gehzeit beträgt etwa 2 Stunden und 15 Minuten. Für Ihre Zeitplanung bildet diese ungefähre Dauer den Rahmen der Runde. Die Höhenfolge bringt den ersten Anstieg zum Monte Crocetta vor den weiteren Anstieg zum Monte Nudo; die Startzone für Gleitschirmflüge liegt dazwischen. Wer die Strecke einteilt, kann die Dauer gemeinsam mit den beiden Bergzielen und diesem Zwischenpunkt betrachten. Der Weg verbindet so einen niedrigeren Ausgangspunkt mit zwei aufeinanderfolgenden Höhenpunkten.
San Bernardo und die Ortsgeschichte
San Bernardo war 1755 noch eine Filialkirche von Cittiglio und wurde 1769 als Pfarrei eingerichtet. 1796 wurde die Kirche neu errichtet, nachdem die ältere Kapelle in schlechtem und verfallenem Zustand gewesen war. Für Kulturinteressierte stehen an San Bernardo damit die frühere Verbindung zu Cittiglio, die Einrichtung als Pfarrei und der Neubau im Mittelpunkt. Die Bezeichnungen Filialkirche und Pfarrei gehören dabei zu unterschiedlichen Stationen der Kirchengeschichte von San Bernardo.
Glockenturm und Fresko
Der kurze Glockenturm beherbergt die Glocken der abgerissenen Kirche San Giulio in Cittiglio. Über dem Portal ist ein etwa auf 1870 datiertes Fresko des heiligen Bernhard sichtbar. Die beiden Details befinden sich an unterschiedlichen Teilen des Kirchenbaus: die Glocken im kurzen Glockenturm und das Fresko über dem Portal.
Käse aus Vararos Senke
In der Senke von Vararo liegt das 2002 gegründete Unternehmen Capre e Cavoli. Es produziert und verkauft frische sowie gereifte Käsesorten ausschließlich aus verarbeiteter Rohmilch von Ziegen. Zum Sortiment gehören unter anderem der Bacio di Vararo und die Caciotta del Sasso del Ferro. Frische und gereifte Käse bilden dabei zwei unterschiedliche Formen des Sortiments, die beide auf verarbeiteter Ziegenrohmilch beruhen. Die Käsespezialitäten setzen neben Ortskern, Wegen und Kirche einen eigenen kulinarischen Schwerpunkt in Vararo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Laveno-Mombello.