Taio zwischen Obstgärten und Geschichte
Landschaft am Noce und in Santa Giustina
Taio liegt zwischen Obstgärten auf einer breiten Terrasse gegenüber einer tiefen Schlucht des Flusses Noce. Unter Taio bilden Felsspalten kühle Wasserbecken, die zu den landschaftlichen Besonderheiten des Ortes zählen. Eine Schlucht ist ein tief eingeschnittener Geländeraum. Der Sentiero dell’Eremo di Santa Giustina verläuft zwischen den Ortsteilen Taio und Dermulo in der Gemeinde Predaia. Der Sentiero dell’Eremo di Santa Giustina führt durch die tiefe Schlucht von Santa Giustina, die als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung (SIC) anerkannt ist.
Kirchen und römische Vergangenheit
Die Chiesa della Madonna del Rosario in Taio besitzt ein romanisches Portal aus dem 13. Jahrhundert. Als romanisches Portal wird ein Kircheneingang in romanischen Formen bezeichnet. An der Westfassade der Chiesa della Madonna del Rosario in Taio sind Fragmente von Fresken aus dem 14. Jahrhundert mit der Madonna mit Kind, dem heiligen Martin mit dem Armen und dem Kopf eines Heiligen erhalten. Fresken sind Wandmalereien, die unmittelbar auf einen Untergrund aufgetragen werden. Die Pfarrkirche S. Vittore in Taio hat einen Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche Beata Vergine Maria in Taio stammt aus dem 12. Jahrhundert. Archäologische Funde von Gräbern, Gegenständen und Münzen weisen darauf hin, dass Taio früher eine römische Siedlung war.
Architektur und Handwerk in Taio
Taio weist mit zahlreichen ländlichen und repräsentativen Landhäusern, großen Lauben und Holzbrücken einen typischen Baustil des 16. und 17. Jahrhunderts auf. Das Museo delle antiche attrezzature in der Feuerwache von Taio vermittelt anhand historischer Feuerwehrausrüstung die Geschichte und Identität der freiwilligen Feuerwehr von Predaia. Das Museo delle fruste in Taio ist eine Rekonstruktion einer Werkstatt für Peitschenstiele. Das Museo delle fruste veranschaulicht anhand von Werkzeugen sowie Video-, Postkarten- und Fotobeiträgen die Geschichte der Herstellung von Peitschenstielen und allgemein das Leben früherer Zeiten. Die Herstellung von Peitschenstielen ist eine für Taio typische Handwerkstradition, die 1830 begann.
Apfelanbau und Wandern im unteren Val di Non
Im Gebiet von Taio befindet sich im Ortsteil Segno das Besucherzentrum Mondo Melinda. Mondo Melinda bietet geführte Besichtigungen und Workshops mit Obstverkostungen zum Apfelanbau an. Die VII. Etappe des Cammino Jacopeo d'Anaunia ist eine Wanderung mittlerer Länge mit geringen Höhenunterschieden und Landschaften im unteren Val di Non. Bei dieser Wanderung sind mittlere Länge und geringe Höhenunterschiede für die Planung wichtig. Geringe Höhenunterschiede beziehen sich auf den Höhenverlauf der Etappe, während die Landschaften im unteren Val di Non den räumlichen Rahmen dieses Abschnitts bilden.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung: Breguzzo, Chiesa, Dermulo, Alba, Castello-Molina Di Fiemme, San Martino Di Castrozza, Cogolo, Fiavè.
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