Abfaltersbach: Kirchen, Aigner Badl und Pustertaler Höhenstraße
Unterkünfte in Abfaltersbach
Abfaltersbach bietet mit historischen Sakralbauten, dem Aigner Badl und der Pustertaler Höhenstraße drei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt. Kirchen und Kapellen stehen für Baugeschichte und Kunst, das Bad für eine lange Tiroler Bauernbad-Tradition und die Straße für eine klar definierte Panoramaroute. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise zwischen Kultur, Badegeschichte und einer Fahrt wählen.
Kirchen und Kunstgeschichte
Die Pfarrkirche St. Andrä wurde zwischen 1765 und 1775 umfassend barockisiert. In diese Zeit fällt auch die Arbeit von Josef Anton Zoller: Von 1768 bis 1770 schuf er in der Kirche eines seiner besten Werke. Die beiden Zeitangaben lassen sich klar einordnen: Zollers Schaffenszeit liegt innerhalb des Zeitraums der Barockisierung. Damit erhalten Sie für die Baugeschichte des 18. Jahrhunderts sowohl eine längere Phase als auch eine enger begrenzte künstlerische Zeitspanne. Die Kirche ist dadurch mit einem konkreten Künstler und einer präzisen Chronologie verbunden.
Die Filialkirche Maria Heimsuchung wurde 1783 geweiht. Bei ihrer Renovierung 2001 wurde eine barocke „Ewig-Licht-Ampel“ aus dem Jahr 1699 wiederentdeckt. Die drei Jahreszahlen markieren unterschiedliche Vorgänge: 1699 datiert die Ampel, 1783 die Weihe und 2001 die Wiederentdeckung während der Renovierung. Damit ist das Objekt älter als die Kirchweihe; die Wiederentdeckung gehört zu einem deutlich späteren Kapitel. Die zeitliche Einordnung unterscheidet also die Geschichte des Gegenstands von der Weihe der Kirche.
Kapellen und ihre Besonderheiten
Die gotische Friedhofskapelle wurde um 1440 erbaut und birgt ein qualitätsvolles gotisches Fresko. Die ungefähre Datierung verortet den Bau im 15. Jahrhundert; das Fresko ergänzt den baulichen Bezug um ein ausdrücklich gotisches Kunstwerk. Bei der Totenrastkapelle steht eine andere Form im Vordergrund: Sie ist eine offene, bildstockartige Wegkapelle mit reizvoller Architektur und einem neuen Madonnenbild. Im Vergleich unterscheiden sich die Kapellen durch ihren Typ und den hervorgehobenen Kunstbezug: hier das Fresko in der Friedhofskapelle, dort die offene Bauform und das Madonnenbild.
Aigner Badl und Panoramastraße
Das Aigner Badl setzt einen anderen Akzent als die Kirchen. Es liegt in Abfaltersbach am südlichen Ufer der Drau und ist ein historisches Tiroler Bauernbad, das seit 1772 in Betrieb ist. Gäste können dort ein wohltuendes Schwefelbad nehmen. Das Jahr 1772 liegt innerhalb des Zeitraums der Barockisierung von St. Andrä, bezeichnet beim Bad jedoch den Beginn der Betriebsgeschichte. So lassen sich zwei unterschiedliche lokale Geschichten derselben Epoche nebeneinander einordnen: die Veränderung einer Kirche und die Betriebsgeschichte des Bauernbads.
Die Pustertaler Höhenstraße ergänzt die Kultur- und Badethemen um eine Panoramastraße: Sie führt auf knapp 30 Kilometern von Abfaltersbach nach Leisach. Richtung und ungefähre Länge geben der Fahrt einen klaren Rahmen. Anders als die ortsbezogenen Kulturthemen lässt sich die Straße über ihren Verlauf zwischen zwei genannten Orten einordnen. Wenn eine Panoramafahrt zu Ihrem Reiseplan gehört, bietet sie damit einen eigenen Schwerpunkt neben Kirchen und Bad.
So lässt sich der Reiseplan auf die Themen ausrichten, die Sie in Abfaltersbach besonders interessieren, bevor Sie nach einem Hotel oder einer Unterkunft suchen.
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