Kiental zwischen Skipisten, Sagenwegen und Bergwanderungen
Unterkünfte in Kiental
Kiental BE ist ein Dorf im Berner Oberland in der Gemeinde Reichenbach im Kandertal, im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern.
Wanderwege und Natur
Der gut ausgebaute Wanderweg von der Griesalp nach Kiental folgt zunächst dem Gornerewasser durch die Griesschlucht und führt anschließend als Uferweg am Flüsschen entlang durch den breiten Talboden.
Der Tschingelsee entstand 1972 durch einen Murgang und ist heute ein Auengebiet von nationaler Bedeutung. Die Wasserarme zwischen den Kiesbänken bieten zahlreichen Wasservögeln Lebensraum und einen reizvollen Anblick.
Die Route Alpenruh–Bärenpfad–Wildwasserweg–Tschingel ist ein leichter Themenweg über 6,6 km mit einer Dauer von etwa 2 Stunden 15 Minuten. Eine leichte Wanderung von der Sesselbahn Ramslauenen nach Kiental ist 5,3 km lang, dauert 1 Stunde 20 Minuten und weist 18 Höhenmeter im Aufstieg sowie 478 Höhenmeter im Abstieg auf.
Die Kientaler Sagenwege umfassen mehrere Wanderungen von Alp zu Alp. Tafeln erzählen Geschichten über den Grüenmatti-Wirt, die Bundalp-Geister und den Hexenkessel; hinzu kommen große bunte Sagenfiguren. Ein Sagenwanderführer für die Kientaler Sagenwege ist bei den Verkehrsbüros erhältlich.
Die unterschiedlichen Streckenlängen und Gehzeiten helfen Ihnen, Wege nach dem gewünschten Zeitrahmen zu vergleichen.
Wintersport und längere Bergwege
Im Skigebiet Kiental–Ramslauenen liegen unterhalb des Gehrihorns Skipisten, die mit der Sesselbahn von Ramslauenen erreichbar sind. Der Ramslauenen Trail ist ein Schneeschuhtrail; sein Ausgangspunkt an der Bergstation ist mit der Sesselbahn Kiental–Ramslauenen erreichbar.
Der Lötschberg-Panoramaweg führt von Kiental nach Kandersteg, ist 20 km lang, dauert 6 Stunden 30 Minuten und weist 1.150 Höhenmeter im Aufstieg auf. Er beginnt an der Talstation der Sesselbahn in Kiental; der erste Abschnitt führt auf einer Strecke von gut eineinhalb Stunden über 500 Höhenmeter bergauf.
Von der Griesalp im hinteren Kiental führt eine Bergwanderung über den Hohtürli-Pass zum Oeschinensee.
Geschichte und Landschaftsraum
Die Kapelle in Kiental wurde 1929 nach Plänen des Basler Architekten Vischer-Sarasin erbaut; die Kirchgemeinde hatte den Bau im Vorjahr beschlossen.
Das heutige Hotel Bären in Kiental entstand 1912 durch den Umbau eines bereits bestehenden Hotels und ist ein eindrücklicher Zeitzeuge der Bedeutung des Bergtourismus im Kiental vor dem Ersten Weltkrieg. Seine historische Bedeutung steht mit der dort Ende April 1916 abgehaltenen zweiten geheimen Konferenz der sozialistischen Zimmerwalder Bewegung in Verbindung.
Die Kientaler Konferenz wurde zum Höhepunkt der Zimmerwalder Bewegung, nachdem das Manifest breitere Unterstützung und größere Resonanz gefunden hatte.
In der Gemeinde Reichenbach im Kandertal prägen Landwirtschaft, Alpwirtschaft und ein dörflicher Charakter die Umgebung bis heute. Das Talende des Kientals gehört zum UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch.
Anreise
Kiental ist mit dem Zug bis zum Bahnhof Reichenbach und anschließend mit dem Postauto erreichbar.
Weitere Ziele: Aeschiried, Frutigen-Ried, Adelboden, Krattigen, Kandersteg, Aeschi Bei Spiez, Frutigen, Reichenbach Im Kandertal
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