Malá Čausa am Südhang des Žiar-Gebirges
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Foto: Branik P via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Malá Čausa liegt am Südhang des Žiar-Gebirges im Tal des kleinen Bachs Čausanka, der auch Čermel genannt wird. Die Siedlung erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung entlang dieses Bachs. Landschaft und Ortsbild stehen dadurch in engem räumlichem Zusammenhang: Das Gebirge bildet den Rahmen, während sich Malá Čausa längs des schmalen Tals entwickelt hat.
Natur und Siedlungsbild
Zu den besonderen Naturmerkmalen des Ortes gehören zwei geschützte Linden auf einem Friedhof in Malá Čausa. Auch die traditionelle Bauweise ist bis heute an einzelnen Häusern ablesbar. In Malá Čausa gibt es noch traditionelle Häuser mit Lehmfußböden. Die ältesten Häuser der Siedlung wurden aus ungebrannten Ziegeln errichtet. Erst im letzten Jahrzehnt vor 1900 begann man, nach dem Vorbild der deutschen Häuser in Handlová, mit dem Bau aus Stein.
Kultur und Geschichte
Malá Čausa gilt als altslawische Siedlung aus dem 12. Jahrhundert. Unter dem historischen Namen „Kys Chewche“ ist die Siedlung außerdem in einer Schenkungsurkunde König Sigmunds für die Brüder Noffry aus dem Jahr 1430 urkundlich belegt. Zur älteren lokalen Erwerbsgeschichte gehört die häusliche Herstellung von Holzschindeln, die im 18. und 19. Jahrhundert ein lokales Erwerbsgebiet war.
Eine besondere kulturelle Verbindung des Ortes besteht zur Herstellung verzierter Ostereier. Das ÚĽUV führt Margita Šimková als Meisterin des ÚĽUV für die Herstellung von Ostereiern; ihr Wirkungsort ist Malá Čausa im Okres Prievidza in der Region Trenčín. Sie fertigt batikierte, reliefartig mit Wachs verzierte und mit Stroh beklebte Ostereier. Nach 2000 nahm sie außerdem die Perforationstechnik in ihr Sortiment auf. Mária Kršková verziert Ostereier mit der Reliefwachstechnik und beherrscht auch die Madeiro-Technik.
Die Kapelle Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz ist ein einschiffiger neoklassizistischer Bau aus dem Jahr 1902. Im Jahr 2002 wurde sie renoviert. Die Kapelle ist in gutem Zustand und dient weiterhin ihrem religiösen Zweck. An die Geschichte der Slowakei erinnert das SNP-Denkmal in Malá Čausa, das am 27. August 1972 zum 28. Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstands enthüllt wurde.
Radfahren und Freizeit
Der Bojnický-Radfahrkreis umfasst einen 20 km langen Abschnitt auf dem Gebiet der Mikroregion. Er führt über Handlová, Ráztočno, Jalovec, Chrenovec, Malá Čausa und Brezany. In der weiteren Streckenführung nach Malá Čausa führt die Route über weitere 3 km nach Jalovec, dann etwa 2 km in Richtung Ráztočno und endet nach den letzten etwa 2,5 km beim Steinbruch in Remata. Auf der Radroute folgt nach 3,5 km durch den Wald auf befestigtem Weg eine Abzweigung nach Malá Čausa.
Eine 16,3 km lange Radroute weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf, ist auch für ältere Kinder geeignet und verläuft über Asphalt sowie befestigte und unbefestigte Waldwege. Innerhalb der Gemeinde befindet sich außerdem ein Freizeitaktivitätskomplex mit Multifunktionssportplatz. Er gilt als sportlich-kulturelles Zentrum für Einwohner und Besucher der Gemeinde. Auf dem Fußballplatz von Malá Čausa befindet sich eine rekonstruierte Tribüne.
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