Kryštofovy Hamry liegt im Tal des Baches Přísečnický potok auf 670 Metern über dem Meeresspiegel. Eine 11,1 km lange Wanderroute „Von Kryštofovy Hamry zum Aussichtspunkt über dem Stausee“ beginnt im Ort. Für diese Wanderung gibt es einen Parkplatz am Ortsrand; erreichbar ist sie mit dem Bus bis zur Haltestelle Kryštofovy Hamry.
Natur und Wege
Der Stausee Přísečnice speichert Wasser als Trinkwasserquelle für das nordböhmische Braunkohlebecken. Seine Ufer sind nicht zugänglich, weil es sich um einen Trinkwasserstausee handelt. In der Nähe des Stausees liegen das Vogelschutzgebiet Östliches Erzgebirge, das Gebiet Novodomské rašeliniště–Kovářská und das europäische Schutzgebiet Östliches Erzgebirge.
Die Felsformation Jelení hora und die drei Špičáky liegen im Katastergebiet Černý Potok der Gemeinde Kryštofovy Hamry und zeichnen sich durch eine auffällige Steppenvegetation aus. Am Jelení hora tritt tertiärer Vulkanit aus, der als Nephelinit bestimmt wurde. Der Gipfel besteht aus dunkel porphyritischem basaltoidem Gestein mit mächtigen, unregelmäßigen sechseckigen Säulen und unregelmäßiger Querklüftung. In der Umgebung von Kryštofovy Hamry befinden sich mehrere Felsformationen; als bedeutendste gilt der ausladende Grenzturm Hraniční věž, der auch Kryštof genannt wird.
Geschichte und Kultur
Kryštofovy Hamry liegt an der historischen Route, die über Přísečnice und Vejprty weiter nach Sachsen führte. Kryštof Grád aus Grunberg errichtete im Wald nahe Kryštofovy Hamry einen Hammer und nannte ihn Hammer des heiligen Christoph.
Die Kirche des heiligen Christoph in Kryštofovy Hamry wurde zwischen 1829 und 1832 erbaut. Bis heute finden dort Gottesdienste statt. Das Familienhaus von Hilda Bartlová ist ein bedeutendes Baudenkmal in Kryštofovy Hamry. Der kleine Bergfriedhof des Ortes wird gepflegt und bewahrt zahlreiche deutsche Gräber.
Erinnerungswege
Der Rundgang „Geschichten des verschwundenen Přísečnice“ beginnt auf einem Parkplatz in Kryštofovy Hamry. Auf diesem Rundgang begleiten Mitglieder des tschechisch-deutschen Vereins Přísečnice žije – Pressnitz lebt die Teilnehmenden. Der Verein dokumentiert seit 2016 das lokale Erbe der verschwundenen Gemeinde.