Skispringerinnen wollen sich zu Olympia klagen
Skispringerinnen wollen sich zu Olympia klagen
Skispringen zählt zwar zu den ältesten Wintersportdisziplinen bei Olympia, jedoch nur für die Herren der Schöpfung. Nachdem sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) unlängst gegen die Aufnahme des Frauen-Skispringens in das olympische Programm für die Winterspiele 2010 in Vancouver (Kanada) entschieden hat, versuchen insgesamt 15 Athletinnen nun, ihren Start im kommenden Winter vor Gericht zu erzwingen. Statt dem Skispringen für Frauen erklärte das IOC den Ski Cross zur neuen Olympia-Disziplin, die in Vancouver erstmals zur Austragung kommen soll.
Die Entscheidung eines kanadischen Gerichts in der Provinz British Columbia wurde eigentlich bereits in diesen Tagen erwartet. Nachdem die zuständige Richterin nun jedoch erklärt hat, dass der Fall um einiges komplexer sei als ursprünglich angenommen, wird sich die Hängepartie um den Start von Skispringerinnen bei Olympia 2010 in Vancouver noch um mindestens drei weitere Monate in die Länge ziehen. Die Sportlerinnen stützen ihre Klage gegen die Entscheidung des IOC auf ein kanadisches Gesetz, das die Gleichberechtigung beider Geschlechter garantieren soll.
Das IOC wollte sich mit der Aufnahme des Frauen-Skispringens ins olympische Programm ursprünglich erst im Vorfeld der nächsten Winterspiele befassen, die im Jahr 2014 in Sotschi (Russland) stattfinden. Einen ersten Teilerfolg auf dem Weg zu größerer Anerkennung erreichte das Frauen-Skispringen in diesem Jahr, als der Wettbewerb erstmals im Rahmen der Nordischen Ski-WM im tschechischen Liberec zur Austragung gekommen war.
Datum: 27.04.2009