Skihase

Skihasen - Opfer Die Beute des Skihasen - Nachtschwärmer unter den Skifahrern
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Der Skihase (auch Skihaserl, Lat.: Lepus skiidus interuptus, österr.: Schihasn) ist eine auf allen Pisten der Welt verbreitete Unterart einer unerfahrenen Skifahrerin. Skihasen treten allein oder in Rudeln auf und mischen sich üblicherweise sehr auffällig in Skikurse belebter Skigebiete wie Ischgl, St. Anton oder Saalbach-Hinterglemm unter die üblichen Skiurlauber. Sehr häufig anzutreffen sind Skihasen auch an den Schirmbars und allen Kneipen vor Ort, wo was los ist und man richtig die Sau rauslassen kann. Skihasen sind überwiegend nachtaktiv. Man findet Skihasen teilweise auch tagsüber ohne Skikurs hilflos und niedlich dreinblicken an den Pisten stehend oder irgendwo in der Sonne dösend. Erfahrene Skiurlauber wissen: Skihasen sind für die Pistensicherheit gefährlich und verlangen nach einer intensiven Betreuung durch geschultes Personal.

Sprachliche Herkunft des Begriffs Skihase

Die Herkunft des Begriffs Skihase knüpft einerseits an den Schneehasen (lat. Lepus timidus, österr.: Hasn) an, dessen Lebensweise ja auch auf winterliche Bergskigebiete ausgerichtet ist. Das Hoppeln des Schneehasen ist allerdings ebenso weit von einem perfekten Slalomcarve entfernt wie die Skifahrt des Skihasen. Noch stärker allerdings verweist das Wort Skihase auf die Playboy-Häschen (engl. Playboy-Bunnys, lat.: Lepus Mamma, österr.: Hasn), mit denen der Skihase das attraktive Äußere und die Anziehungskraft auf die Beute teilt. Skihasen sind eng verwand mit der Gattung der Boxenluder (lat.: Lepus boxluderus, österr.: Hasn) sowie Teilen der weiblichen Studentenschaft (“Wer im vierten Semester noch keinen Doktor hat muss ihn selber machen“), wobei allerdings unterschiedliche Lebensräume besiedelt werden. Skihasen können im Sommer zu Partymäusen (lat.: Mus festum, österr.: Hasn) mutieren oder in andere Verkleidungen schlüpfen. Allerdings wird aus einem Skihasen nie ein wunderschöner Schwan oder ein Schmetterling.

Rein sprachlich ist das Geschlecht des Skihasen zwar männlich ("der" Skihase), tatsächlich jedoch sind sämtliche Skihasen eindeutig weiblich. Deshalb sagt man in der Regel nicht: "da kommt ja der Skihase", sondern weicht dann auf irgendwas Unbestimmtes aus – am Besten in unverständlichen Sprachen. Richtiger Sprachgebrauch wäre dann: "Da kimmt jo a Skihasn/a Skihaserl".

Vereinzelte Versuche, in rosa gekleideter, männlicher Skifahrer, die klare Geschlechterregel für Skihasen zu emanzipieren, machen dieselben nicht zu Skihasen, sondern nur zu rosa gekleideten Skifahrern.

Beuteschema des Skihase und Verhalten in freier Wildbahn

Der Skihase ist trotz dem niedlich klingenden Namens ein gefährliches Raubtier. Die Beute des Skihasen sind knackige Skifahrer und deren Brieftaschen, die meist durch Drinks auf After-Ski-Partys ausgeplündert werden sollen. Dem Opfer wird mit Sorgfalt aufgelauert, es wird umgarnt bevor es im Stile einer Schwarzen Witwe eingewickelt und ausgesaugt wird. Natürlich geht es immer auch um echte Gefühle.

Der Skihase ist zu vielerlei Tricks und dem Vorgaukeln falscher Tatsachen bereit, um zur Beute zu kommen. Üblicherweise tragen Skihasen eng anliegende, sehr modische-bunte und figurbetonte Skianzüge. Damit präsentiert sich der Skihase ganz nach einem intuitiv erahnten Bedürfnisses der Beute. Selbst das Image der Unerfahrenheit beim skifahren ist manchmal nur ein Bluff: Es werden echte Skihasen beobachtet, die mit ihrer Halb-Fähigkeit im Skilauf lediglich kokettieren, obgleich ihre tatsächlichen Fähigkeiten im Skisport beliebig fortgeschritten sein können. Damit soll die Aufmerksamkeit der Beutetiere über das Kindchenschema auf sich gelenkt werden. Dem Skihasen ist jedes Mittel recht, die Beute zu erlangen. Skihasen zeigen sportliche Ausdauer leider nur auf den beliebten Après-Ski-Partys.

Der Skihase geht alleine auf Beutezuge und zeichnet sich hier durch große Ausdauer und Hartnäckigkeit aus. Gemeinsam jagende Gruppen von Skihasen gibt es nicht wirklich. Jedes Rudel zeigt klare Rangstrukturen und Hackordnungen und am Ende ist sich jeder Skihase selbst der Nächste. Die Beute wird nicht geteilt. Nach erfolgreicher Jagd nutzt der Skihase die Beute allein aus.

Jagd auf Skihasen

Die Beute kann selber zum Jäger werden: Skihasen sind nicht geschützt und gelten als Freiwild. Sie können also jederzeit bejagt werden. Allerdings sollte das gleichzeitige Nachstellen eines Exemplars durch verschiedene vermeintliche Skilehrer vermieden werden („Wer zuerst kommt, malt zuerst“). Das gibt sonst nur Ärger.

Skihasen kann man auch außerhalb des eigenen Reviers nachstellen. Besondere Lizenzen oder Genehmigungen durch einen Revierinhaber sind hierfür nicht erforderlich – auch wenn die Eigentümer von Revieren („Platzhirsch“) das manchmal anders sehen. So etwas klärt man dann unter Männern. Nach erfolgreicher Jagd muss der Skihase unbedingt wieder in die freie Wildbahn entlassen werden, um anderen Jägern den Spaß nicht zu versauen. Vereinzelte Versuche, den Skihasen zu domestizieren, sind durchweg gescheitert und in Katastrophen geendet.

Foto: Marina Naidion, site

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