Skigebiet Winterhorn kommt unter den Hammer

Skigebiet Winterhorn kommt unter den Hammer
Skigebiet Winterhorn kommt unter den Hammer

Im Skigebiet Winterhorn in den Schweizer Alpen blieben die Pisten und Lifte im vergangenen Winter während der gesamten Saison geschlossen. Grund für diese ebenso ungewöhnliche wie drastische Maßnahme war die mangelnde Rentabilität eines der kleinsten Skigebiete im Kanton Uri. Das Skigebiet in Winterhorn schreibt seit Jahren rote Zahlen und hat zudem mit sehr starker Konkurrenz in Uri und der gesamten Schweiz zu kämpfen. Die Wende zum Guten soll im Skigebiet Winterhorn nun der Verkauf des Areals an einen Investor bringen, der die Attraktivität nachhaltig steigern kann und will.

Bei der Wahl der Verkaufsplattform zeigten sich die Macher des Skigebiets Winterhorn um Geschäftsführer Claus Dangel von ihrer kreativen Seite. Seit Mitte letzter Woche steht das Urner Skigebiet in den Schweizer Alpen beim Online-Auktionshaus ricardo.ch zum Verkauf. Das Mindestgebot wurde auf 250.000 Schweizer Franken (ca. 165.000 Euro) festgelegt. Diese Summe wird nach Ansicht der Geschäftsführung benötigt, um einerseits die bestehenden Schulden des Skigebiets tilgen zu können und andererseits die Lifte wieder in Betrieb nehmen zu können.

Potenziellen Investoren verspricht Dangel schon bald verbesserte Rahmenbedingungen in Uri. Der ägyptische Baulöwe Samih Sawiris kündigte vor einigen Wochen seinen Einstieg im benachbarten Andermatt ein, so dass am Winterhorn mit Synergieeffekten gerechnet werden kann. Die Pläne des Investors aus Ägypten sehen den Zusammenschluss mehrere Skigebiete in Uri sowie den Neubau mehrerer Hotels in Andermatt und Umgebung vor. Am Skigebiet Winterhorn hat Sawiris dem Vernehmen nach allerdings kein Interesse, Anfragen von anderen Investoren liegen bei Dangel eigenen Angaben zufolge aber schon auf dem Schreibtisch.

Datum: 22.06.2009